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Versöhnung, Gerechtigkeit und Trost erfahren

Gottesdienst am Ersten Weihnachtsfeiertag in der Stuttgarter Stiftskirche

Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July spricht in seiner Weihnachtspredigt über die Bedeutung der Gotteskindschaft, die Jesus Christus, der Erlöser und Heiland der Welt, den Menschen schenken will. Sie gebe Orientierung und Hoffnung. „Wir werden uns nicht selbst überlassen“, so July. Unten auf dieser Seite finden Sie die Aufzeichnung des Gottesdienstes.

Landesbischof July ermutigt in seiner Predigt am Ersten Weihnachtsfeiertag dazu, das Christfest als Vergewisserung der eigenen Gotteskindschaft zu feiern. Archivbild EMH/Gottfried Stoppel

In seiner Weihnachtspredigt über 1. Johannesbrief 3,1-2 erinnert Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July an das, was Gott den Menschen an Weihnachten durch das Jesuskind in der Krippe zugesagt hat: „Seht her, in diesem Kind bin ich bei euch und gehe mit euch in der Welt und in der Zeit. Ich sehe euer Leiden, eure Konflikte, eure Schuldverstrickung. Erlösung wird kommen, sie hat in diesem Weihnachtskind angefangen. In meiner Liebe zu euch wird deutlich: Ihr seid meine Kinder. Ihr dürft euch so nennen. Ihr seid nicht der Orientierungslosigkeit und der Beziehungslosigkeit und der Hoffnungslosigkeit ausgesetzt: Nein!“

„Ihr sollt Kinder Gottes heißen!“

Weihnachten begründe ein neues Verhältnis zwischen Gott und den Menschen. Gott selbst kümmere sich um sie, so der württembergische Landesbischof. „Gott fängt an Weihnachten neu mit uns an, den Geimpften und Ungeimpften, den Fragenden und Suchenden, den Skeptikern und Zweiflern, denen, die sagen, mein Alltag und meine Probleme haben doch mit Weihnachten nichts zu tun. Genau das Gegenteil ist der Fall.“

Niemanden ausgrenzen

Weiter betont July angesichts der aktuellen Pandemie-Situation und großer gesellschaftlicher Herausforderungen, dass niemand ausgegrenzt werden dürfe, weil Gott uns Menschen als seine Kinder annimmt. Die Gotteskindschaft bedeute Orientierung, Beziehung und Hoffnung. „Wir werden uns nicht selbst überlassen, unserem Schicksal, unserer Schuld, unseren Verfehlungen, unseren Nichtigkeiten und Fehlplanungen.“ Auch wenn der Begriff Gotteskindschaft etwas altertümlich klinge, sei der Zuruf „Ihr sollt Gottes Kinder heißen! – ein zentrales Wort über unser Leben und Sterben“.

„Gott hat sich auf den Weg gemacht“

Bei allen Veränderungen und mitten in der Krise sei es wichtig, das Christfest als Vergewisserung der eigenen Gotteskindschaft zu feiern: „Gott hat sich auf den Weg gemacht, in Christus legt er sich schutzlos in unsre Mitte, damit wir seine Versöhnung, seine Gerechtigkeit und seinen Trost erfahren. Er macht uns in diesem Kind zu seinen Gotteskindern.“

Das verleihe den Menschen ihre unvergleichliche Würde, so würden Beziehungen bei aller Unterschiedlichkeit von Respekt und Würde gekennzeichnet. Von Weihnachten her könne man auch an Politikerinnen und Politiker gerichtet erklären, weshalb der Glaube zwar persönlich, aber keine Privatsache sei.

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