Ukraine-Krieg: Hilfe und Gebet

Klaus Rieth, Leiter der Ukraine-Krisenkoordinationsgruppe von Landeskirche und Diakonischem Werk Gottfried Stoppel

Liebe Schwestern und Brüder,

die Ereignisse des Krieges in der Ukraine machen uns fassungslos. Das Leid der Menschen dort hat uns die Situation der Schwestern und Brüder in den Kirchen des Ostens ganz neu vor Augen geführt. Ausdrücklich danken wir für alle Fürbitten und Friedensgebete und für die vielfältigen Initiativen zum Frieden vor Ort.

Unsere Landeskirche hat vielfältige Beziehungen zu den Kirchen in den ans Kriegsgebiet angrenzenden Staaten wie etwa Polen, Ungarn, Rumänien, Slowakei oder Moldawien. Viele Menschen in diesen Kirchen sind uns persönlich bekannt und das Leid in der Ukraine bekommt so Namen und Gesichter für uns.

Was können wir als Landeskirche tun?

  • Jetzt noch enger zusammen rücken mit den Evangelischen Kirchen in Mittelosteuropa.
  • Eine gemeinsame Unterstützung der verschiedenen Länder und Kirchen für die Geflüchteten ist nötig und hilfreich.
  • Die engen Kontakte mit den lutherischen Kirchen in der Slowakei, in Polen und Ungarn weiter intensivieren im Hinblick auf die Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Flüchtlinge.
  • Gemeindliche und andere partnerschaftliche Kontakte vor allem zu unserer Partnerkirche in die Slowakei und zu den Partnerkirchen des Gustav Adolf Werks (GAW) nutzen.
  • Zu Friedensgebeten am Ort zusammen mit unseren ökumenischen Partnern aufrufen – auch mit orthodoxen Gemeinden.

Die Türen nach Europa sind für die Geflüchtete aus der Ukraine offen. Jetzt kommt es auf uns an, Hilfen für sie vorzubereiten. Ich möchte allen denen danken, die schnell reagiert und mit Geld, Sachspenden oder mit Wohnraum spontan geholfen haben. Diese Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Folgenden Text aus der Lutherischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen möchten wir gerne weitergeben:

„Unsere Trauer, Mitgefühl und ganze Aufmerksamkeit richtet sich jetzt an die Ukraine. … Danke für Eure Sorge, Verbundenheit und Gebete und die Solidarität mit der Ukraine.  Unsere Hoffnung liegt bei Gott.“

Unsere Landeskirche unterstützt über das Diakonische Werk Württemberg DWW die Geflüchteten, die zu uns gekommen sind und noch kommen. Für die Hilfe in den benachbarten Ländern stehen die Aktion Hoffnung für Osteuropa und das Gustav Adolf Werk bereit. Alle drei Organisationen sind dankbar für Spenden, die dringend benötigt werden.

Klaus Rieth,

Leiter der Ukraine-Krisenkoordinationsgruppe von Landeskirche und Diakonischem Werk


Spenden

Helfen Sie helfen!

Spendenfonds „Ankommen – Hilfe Ukraine und Flucht“

Die Diakonie Württemberg hilft mit dem Spendenfonds „Ankommen – Hilfe Ukraine und Flucht“ geflüchteten Menschen hier im Land. Neben der Einzelfallhilfe für akute Notlagen sollen auch Projekte zur Integration von geflüchteten Menschen unbürokratisch eine Förderung erhalten können. 

Mehr Infos und Online-Spende

Spendenkonto des Gustav-Adolf-Werks Württemberg

IBAN: DE92 5206 0410 0003 6944 37
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: 0-581-21849 Ukraine-Nothilfe
Oder gleich hier online spenden

Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: Ukraine Krise
Oder gleich hier onlinespenden (wählen Sie unter Projekt „Ukraine Krise“)

Kurzmeldungen

Kurzmeldungen aus der Landeskirche

Letzte Aktualisierung: 4. Juli

  • Immer mehr Kirchengemeinden unserer Landeskirche organisieren ihre Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine mit der katholischen Kirchengemeinde vor Ort zusammen. Ein Beispiel dieser ökumenischen Zusammenarbeit ist etwa die Evangelische Verbundkirchengemeinde Obersulm See (Affaltrach – Eschenau – Weiler-Eichelberg).
  • Die Kirchengemeinde Steinheim hat ein Begegnungs-Cafe in den Räumen der Kirchengemeinde eingerichtet. Zeil ist das Knüpfen von Kontakten der in der Gemeinde untergekommenen Geflüchteten untereinander und zur Gemeinde; die Beiträge für Freizeiten/Ferienbetreuung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien jetzt im Sommer können aus dem landeskirchlichen Fond finanziert werden.
  • Die Herrnhuter Losungen gibt es auch auf Ukrainisch. Neben der Printversion auch als pdf. Hier können Sie heruntergeladen werden.
  • Immer mehr landeskirchliche Gemeinden bieten den aus der Ukraine Geflüchteten Sprachkurse an, so ganz aktuell etwa auch in Böblingen oder Neckartailfingen-Altdorf.
  • Großer Bedarf herrscht bei der Einrichtung von Möglichkeiten, gebrauchte Kleidung zu vermitteln, wie etwa in Aulendorf.
  • Manche Gemeinden kommen den Geflüchteten so entgegen, dass sie schon länger leerstehende Wohnungen renovieren und zur Verfügung stellen wie etwa in Aulendorf
  • Für die Beschaffung von Spielmaterial für geflüchtete Kinder konnte der Gemeinde in Pliezhausen ein Zuschuss gegeben werden.
  • Um den ukrainischen Kindern, die in freien Evangelischen Schulen unterkommen, den Einstieg zu erleichtern, wird das Schulgeld und Lernmaterial von der Landeskirche übernommen.
  • Das DWW bewirbt weiterhin den Fond „Ankommen – Hilfe Ukraine und Flucht“. Näheres dazu finden Sie im Flyer.
  • Im Rahmen der „StadtLesen“-Tage in Böblingen findet in Kooperation mit der Böblinger Stadtkirchengemeinde eine Veranstaltung statt mit dem Titel: Worte, die plötzlich schweigen – Exilliteratur aus der Ukraine mit Natalia Didenko am Freitag, 17. Juni, 17:00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus „Feste Burg“, Sindelfinger Straße 9. Der Krieg in der Ukraine hat auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller heimatlos gemacht. Umgeben von fremder Sprache suchen sie nach Worten, die die neue Wirklichkeit beschreiben. Eine von ihnen ist Natalia Didenko, die seit Kriegsbeginn mit ihren Kindern im Raum Böblingen lebt. Die promovierte Germanistin und Dozentin an der Universität von Odessa gibt Deutschkurse für andere Geflüchtete.

  • Im Ulmer Münster wird am 30. Juni um 15:00 ein Gottesdienst in russischer Sprache angeboten. Neben liturgischen Elementen, Liedern und geistlicher Besinnung sollen die Interessierten auch Informationen zur Geschichte des Ulmer Münsters erhalten.
  • Eine neue Auflage der Segenskärtchen in ukrainischer Sprache ist verfügbar. Die Kärtchen können im Evangelischen Medienhaus bestellt werden: https://shop.evmedienhaus.de/segensworte.html .
  • Aus den Erstaufnahmestellen (LEA) wird berichtet, dass es vereinzelt zu Konflikten zwischen Geflüchteten aus der Ukraine und Geflüchteten aus anderen Teilen der Welt kommt. Man müsse dringend darauf hinarbeiten, so Vertreter des Diakonischen Werks, hier eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in Zukunft zu vermeiden.

  • In einem Radiofeature des SWR wird über die Arbeit mit Geflüchteten in der Gemeinde Hausen an der Zaber berichtet. Das Sendedatum ist noch nicht bekannt.
  • Der Fachkräftemangel in den Kindertagesstätten nimmt besorgniserregende Ausmaße an. Durch sogenannte vorgelagerte „Einstiegsgruppen“ soll versucht werden, die Kinder aus der Ukraine zeitnah aufzunehmen. Nähere Auskünfte beim Kultusministerium. https://www.km-bw.de
  • Sabine Werdehausen aus Heilbronn teilt mit: die Citykirche in Kooperation mit der ARGE Heilbronn bietet ab 8. Juni ein Gesprächs- und Schulungsangebot für Gastgebende an, die ukrainische Flüchtlinge aufgenommen haben. Gastgebende sollen dabei unterstützt werden, wie sie Menschen zur Seite stehen können, die durch Flucht und Krieg traumatisiert sind. Auch soll ein Austausch stattfinden, wie es den Gastgebenden selbst damit geht. Das Gesprächsangebot findet zweimal im Monat statt. Mehr Infos hier.
  • In einer Kooperation mit der örtlichen Musikschule bietet die Böblinger Stadtkirchengemeinde musikaische Aktivitäten für ukrainische Geflüchtete und ihre Kinder an. Mehr Infos gibt's hier. Ein zweites großes Böblinger Projekt ist die Kinderbetreuung in Verbindung mit Sprachkursen von einer ukrainischen Germanistin, die mit ihren Kindern aus Odessa geflohen ist, für andere Mütter, die dabei im Wechsel ihre Kinder betreuen).
  • Was die Evangelische Kirche in Stuttgart für ukrainische Geflüchtete tut, ist auf der Website des Kirchenkreises zusammengefasst
  • Das Konfessionskundliche Institut in Bensheim hat Material für die geistliche Begleitung von Geflüchteten aus der Ukraine erstellt, das Sie hier abrufen können. Und hier als PDF-Download.
  • Einen Liturgieentwurf für einen Gedenk-Gottesdienst in ukrainischer und deutscher Sprache hat der OKR erstellt. Er kann hier heruntergeladen werden.
  • Das Diakonische Werk Württemberg hat einen neuen Flyer für die Spendensammelaktion „Ankommen – Hilfe Ukraine und Flucht“ erstellt, der hier als PDF verfügbar lst und auch beim DWW bestellt werden kann: pressestelle@diakonie-wuerttemberg.de
  • In Flacht haben Kirchengemeinde und CVJM mit der Aktion „Look Up“ eine Kleiderbörse eingerichtet, die großen Anklang gefunden hat. Wer sich weiter informieren will, findet hier Infos dazu.
  • Die evangelische Tagungsstätte Löwenstein plant eine Sommerfreizeit für Frauen mit ihren Kindern aus der Ukraine. Nähere Informationen bei der Tagungsstätte unter info@e-tl.de
  • Das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg hat eine Telefon-Hotline für Flüchtende aus der Ukraine eingerichtet. Die Hotline ist mit Russisch und Ukrainisch sprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besetzt und werktäglich zwischen 8:30 und 17:00 Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 70 22 500
  • Als digitale Anlaufstelle bietet das Hilfeportal „germany4ukraine“ des Bundesministeriums des Innern und für Heimat Geflüchteten aus der Ukraine alle Informationen für einen guten Start in Deutschland, wie Informationen zu Hilfsangeboten, Unterkunft und ärztlicher Versorgung: https://www.germany4ukraine.de/hilfeportal-de
  • Grundsätzliche Informationen erteilt die Landesregierung unter der ressortübergreifenden Übersicht von Informationen zur Ukraine mit unter anderem aktuellen Meldungen der Landesregierung Baden-Württemberg, FAQ zu verschiedenen Themen, Hinweisen für Unternehmen und die Bereiche Kultur und Wissenschaft, weiterführenden Links zu Informationsangeboten des Bundes unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/infos-zur-ukraine-krise/
  • Informationen zum Thema Masernimpfung für Kinder aus der Ukraine erteilt das Sozialministerium
  • Informationen zum Thema Anerkennung pädagogischer Fachkräfte aus der Ukraine in Kindertagesstätten erteilt das Kultusministerium in Baden-Württemberg. Kontakt: Jana Ellwanger, Regierungsschulrätin, +49 711 279-2715, Jana.Ellwanger@km.kv.bwl.de
  • Einen Kochkurs für ukrainische Frauen veranstaltet die Kirchengemeinde Erlenbach. Yulia Schönenbeck, die aus der Ukraine stammt, gibt den geflüchteten Frauen beim Kochen Deutschunterricht. Auch deutsche Frauen möchten in Zukunft an den Kochkursen teilnehmen. Mehr unter www.evkirche-erlenbach.de
  • Wer ukrainischen Flüchtlingen eine Bibel in ukrainischer Sprache geben möchte, kann diese bei der Deutschen Bibelgesellschaft bestellen unter der kostenfreien Servicenummer 0800 242 3546 oder per E-Mail an vertrieb@dbg.de oder unter der Telefonnummer 0711 7181-122
  • Am Sonntag Jubilate (Muttertag) soll ein Gebetsentwurf an das Leid der Menschen im Ukraine-Konflikt erinnern. Sie können den Text hier herunterladen.
  • Die Notfallseelsorge der Landeskirche weist darauf hin, dass auf der Ebene der Landkreise einen Übersetzerpool ins und vom Ukrainischen angedacht ist. Nähere Informationen bei den Landkreisverwaltungen.
  • Zum Weltflüchtlingstag und Gedenktag der Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni gibt es in diesem Jahr von den vier großen Kirchen in Baden-Württemberg eine zentrale Feier in Freiburg, bei der auch Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July mitwirken wird. Dazu gehören ein Ökumenischer Gottesdienst abends um 18:00 Uhr in St. Martin sowie nachmittags eine Podiumsdiskussion und eine Ausstellung im Kreuzgang der Kirche St. Martin. Ein Themenschwerpunkt ist Klimaflucht.
  • Kirchenmusikdirektorin Manuela Nägele hat ein Friedenslied für Kinder geschaffen, das mit Kinder- und Jugendchören eingeübt werden und dann auf die Website aufgenommen werden kann. Nähere Informationen unter www.singing4peace.de
  • Manche aus der Ukraine Geflüchtete, die hier bei uns Zuflucht gefunden haben, möchten an einer Universität studieren oder brauchen für die Bewerbung auf eine Arbeitsstelle Nachweise Ihrer Bildungs- und Hochschulabschlüsse. Hierzu gibt es seit zehn Jahren ein Zentrales Register in der Ukraine mit Informationen über die Bildung und die Bildungsnachweise, genannt: EBEDO. Dort können entsprechende Unterlagen angefordert werden. Hinweise zur Nutzung der EBEDO in Deutsch und Ukrainisch.
  • Schulranzen für ukrainische Kinder sowie die Kostenübernahme der Schulgebühren bei Evangelischen Schulen werden derzeit aus Mitteln der Landeskirche bezahlt. Außerdem werden kurzfristig die Klassenteiler hochgefahren, sodass mehr Kinder in die Klassen aufgenommen werden können.
  • Immer mehr Räume für Geflüchtete stellen Kirchengemeinden und Privatpersonen zur Verfügung. Die Basler Mission Deutscher Zweig BMDZ hat eine leerstehende Wohnung bereitgestellt, und die örtliche Kirchengemeinde sorgt für die Möbel und die Betreuung der Geflüchteten. Auch das Württembergische Gustav-Adolf-Werke GAW organisiert Hilfstransporte in die ukrainische Grenzregion.
  • Im Herbst werden vorrausichtlich zusätzliche Schulräume für geflüchtete Kinder benötigt. Alle Kirchengemeinden sollen in den nächsten Tagen angefragt werden, ob solche Räume zur Verfügung gestellt werden können.
  • Vor den Sommerferien soll noch durch ein empfohlenes Opfer in den Kirchengemeinden auf die Situation der Geflüchteten hingewiesen und um finanzielle Unterstützung gebeten werden.
  • Wer Gäste beherbergt oder Geflüchtete kennt, die gerne einen orthodoxen Gottesdienst an Osten besuchen wollen, kann sich gerne an die osteuropa- und Orthodoxie-Beauftragte der Landeskirche wenden: Pfarrerin Dr. Maria Gotzen-Dold.  Federnseestraße 4, 72764 Reutlingen, Tel. 0171 – 275 8333, maria.gotzen-dold@elk-wue.de, Sekretariat: Tel. 07121 – 205 277, www.dimoe.de
  • Liturgieblätter und Segenskarten in Ukrainisch und Deutsch können beim Evangelischen Medienhaus bestellt werden. www.evmedienhaus.de
  • Beim konfessionskundlichen Institut KI in Bensheim gibt es ebenfalls zweisprachiges Gottesdienstmaterial. www.konfessionskundliches-institut.de, Tel.: 06251 8433-0, info@ki-eb.de
  • Bei der Organisation von Gütertransporten in die Region ist das Gustav Adolf Werk behilflich. www.gaw-wue.de
  • Wer Wohnraum anbieten kann, wende sich bitte an die örtliche bürgerliche Gemeinde.
  • Ein Beispiel unter vielen bietet die Kirchengemeinde in Erlenbach an, wo eine ukrainisch-stämmige Mutter, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, andere geflüchtete Frauen einlädt zum gemeinsamen Kochen und Backen und um Fragen des Aufenthalts zu klären. Yulia Schönebeck aus Erlenbach, in der Ukraine geboren und in Belarus aufgewachsen, erzählt in den Videos, welche Kontaktmöglichkeiten es gibt zwischen Einheimischen und den Hinzugekommenen und was die Frauen und Familien aus der Ukraine derzeit beschäftigt. Auf Deutsch: https://youtu.be/OWM2FK8x314. Auf Russisch: https://youtu.be/YmsziMs2Uiw ; Kontakt: Pfarrer Jürgen Stauffert, Tel. 07132/3809882, juergen.stauffert@elkw.de, www.evkirche-erlenbach.de
  • Ukrainische Bibeln sind auf den Seiten der Bibelgesellschaft bestellbar: https://www.die-bibel.de/shop/themenwelten/produkte-in-ukrainisch/
  • Die Notfallseelsorge Ulm hat Materialien auf Ukrainisch, die unter  Einsatzleitung@notfallseelsorge-ulm.de bestellt werden können.
Artikel und Interviews

Artikel und Interviews

Materialien

Materialien und weiterführende Links

Im Folgenden finden Sie Links zu verschiedenen Materialien für Friedensgebete, aber auch für religionspädagogische Zwecke.

Wer ukrainische Gäste beherbergt oder Geflüchtete kennt, die gerne einen orthodoxen Gottesdienst an Osten besuchen wollen, kann sich gerne an die Osteuropa- und Orthodoxie-Beauftragte der Landeskirche wenden:

Pfarrerin Dr. Maria Gotzen-Dold

Federnseestraße 4, 72764 Reutlingen

Tel. 0171 – 275 8333

Sekretariat: Tel. 07121 – 205 277

maria.gotzen-dold [at] elk-wue.de

www.dimoe.de

Lutherischer Weltbund (LWB)/ Lutheran World Federation (LWF)

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist eine Gliedkirche des Lutherischen Weltbundes. Diese weltweite Gemeinschaft vereint 148 lutherische Kirchen aus 99 Ländern (de.lutheranworld.org).

25. Februar 2022: Erklärung der LWB-Generalsekretärin

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)/ Communion of Protestant Churches in Europe (CPCE)

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist eine Gliedkirche der GEKE, zu der heute 94 Kirchen gehören: lutherische, reformierte, unierte, methodistische, Waldenser und Böhmische Brüder. Diese Kirchen haben einander auf der Grundlage der ‚Leuenberger Konkordie‘ von 1973 Gemeinschaft zugesprochen – konkret: Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft (www.leuenberg.eu).

18. März 2022: Erklärung des Rats der GEKE

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist Mitglied der ACK in Baden-Württemberg, in der 26 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften von der Antiochenisch-Orthodoxen Kirche bis zur Volksmission zusammenarbeiten (www.ack-bw.de). Die regionalen ACKs bilden zusammen die ACK in Deutschland (www.oekumene-ack.de).  

17. März 2022: Wort der Mitgliederversammlung der ACK in Deutschland

Konferenz Europäischer Kirchen (KEK)/ Conference of European Churches (cec)

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist Mitglied der KEK, eines europäischen Netzwerkes von derzeit 114 anglikanischen, orthodoxen und protestantischen Kirchen (www.ceceurope.org).

21. März 2022: gemeinsame Erklärung der KEK und des (römisch-katholischen) Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE = Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae):

CEC–CCEE Joint Committee appeals for an end to war in Ukraine

CEC-CCEE Joint declaration on the war in Urkaine

Ökumenischer Rat der Kirchen (ÖRK)

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg ist Mitglied im ÖRK, einer Gemeinschaft von 352 Kirchen aus mehr als 120 Ländern (www.oikoumene.org). 2022 wird die 11. Vollversammlung des ÖRK in Karlsruhe stattfinden; sie steht unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“.

2. März 2022: Brief des Geschäftsführenden ÖRK-Generalsekretär an Patriarch Kyrill von Moskau: „Erheben Sie Ihre Stimme, damit der Krieg beendet werden kann“

Verlautbarung eines „Runden Tisches“ osteuropäischer Kirchenleitender

30. März 2022:

Handreichung fü die Trauerbegleitung orthoxer Christen
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30.05.2022

Handreichung fü die Trauerbegleitung orthoxer Christen

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20.05.2022

Liturgie eines Evangelischen Gedenkgottesdienstes ohne Beisetzung Deutsch Ukrainisch (Word)

Liturgie eines Evangelischen Gedenkgottesdienstes ohne Beisetzung Deutsch Ukrainisch (PDF)
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20.05.2022

Liturgie eines Evangelischen Gedenkgottesdienstes ohne Beisetzung Deutsch Ukrainisch (PDF)

Flyer Ankommen Diakonie Württemberg
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20.05.2022

Flyer Ankommen Diakonie Württemberg

Flyer Look Up Laden des CVJM Flacht
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20.05.2022

Flyer Look Up Laden des CVJM Flacht

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04.05.2022

Vorschlag für eine Fürbitte für den Sonntag Jubilate (8. Mai 2022)

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08.04.2022

Ukrainisch-deutsches Gottesdienstblatt

Ich will dich segnen - Ukranisch-deutsches Segensblatt
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08.04.2022

Ich will dich segnen - Ukranisch-deutsches Segensblatt

Friedensimpuls des DiMOe: Macht in Beziehung
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17.02.2022

Friedensimpuls des DiMOe: Macht in Beziehung

Friedensgebet des Gustav-Adolf-Werks
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17.02.2022

Friedensgebet des Gustav-Adolf-Werks

Renovabis-Friedensgebet Ukraine
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17.02.2022

Renovabis-Friedensgebet Ukraine

Folgende Informationen möchten wir den Kirchengemeinden kurzfristig weitergeben, wenn Räume für Geflüchtete zur Verfügung gestellt werden können:

  • Wir wollen möglichst unbürokratisch helfen!
  • Für einen ersten Zeitraum können die Geflüchteten sehr gerne als Gäste im Pfarrhaus oder auch im Gemeindehaus, bzw. in geeigneten Räumen der Kirchengemeinde gesehen werden. Grundsätzlich können sich ukrainische StaatsbürgerInnen 90 Tage ohne Registrierung in Deutschland aufhalten. Allerdings können sie erst nach einer Registrierung die ihnen zustehenden, ganz elementar nach dem Asylbewerberleistungsgesetz wichtigen Sozialleistungen erhalten.
  • Wer eine Wohngelegenheit anbieten möchte, sollte das im besten Fall organisiert und begleitet durch die Kommune (Bürgermeisteramt, Flüchtlingsbeauftragte*r, etc.) vor Ort tun. 
  • Die Behörden bitten um eine Registrierung, damit ein Überblick über die Zahl der Geflüchteten möglich ist und Hilfe besser koordiniert werden kann. Die Informationen stellt das Land hier zur Verfügung: Infos zur Ukraine-Krise: Baden-Wuerttemberg.de (baden-wuerttemberg.de)
  • Wenn notwendig, sollte ein Mietvertrag möglichst mit der Kommune-, Stadt- oder Landkreis statt mit den Geflüchteten selbst abgeschlossen werden. Hierzu kann der beiliegende Vertrag dienen. Der Abschluss dieser (oder ähnlicher) Verträge ist im Falle der Unterbringung Geflüchteter nicht genehmigungspflichtig durch den Oberkirchenrat. Wichtig ist, dass der Mietvertrag mit dem Eigentümer*in der Räume abzuschließen ist.
  • Das Ministerium für Justiz und Migration teilte darüber hinaus mit Schreiben vom 23. März 2022 mit, dass Geflüchtete, die außerhalb des baden-württembergischen Aufnahmesystems angekommen sind, auch eigenständige Mietverhältnisse (mit Privatpersonen oder Kirchengemeinden) abschließen können. Diese Mietverhältnisse unterliegen dem allgemeinen Zivilrecht und müssen nicht vom Oberkirchenrat genehmigt werden. Die dabei anfallenden Mietkosten können nach dem Asylbewerberleistungsgesetz von der Leistungsbehörde direkt an den Vermieter bezahlt werden (nicht an den Hilfeempfänger). Dazu ist es aber zwingend erforderlich, dass der Mietvertrag vorab von der Leistungsbehörde als angemessen beurteilt und genehmigt wird und die direkte Zahlung zwischen Mieter*in und Vermieter*in vereinbart ist

Bei Rückfragen steht das zuständige Dezernat 8 im Oberkirchenrat gerne zur Verfügung. Die Kirchengemeinden können sich diesbezüglich auch an okr@elk-wue.de wenden. Die dort eingehenden Anfragen werden entsprechend zugestellt.

Auf den meisten Kirchen in der Ukraine sieht man orthodoxe Kreuze.Bild: Unsplash

Kirchen in der Ukraine – ein kleiner Überblick

Da derzeit zahlreiche Menschen wegen des Krieges die Ukraine verlassen und bei uns in den Kommunen Aufnahme finden, sollen hier die einzelnen Konfessionen kurz vorgestellt werden.

Was gibt es zu sagen über die Kirchen in diesem großen und bevölkerungsreichen Land, in dem sich Ost und West über Jahrhunderte intensiv begegnet sind?

Viele ‚Herrschaften‘ hinterließen kulturelle, sprachliche und religiöse Einflüsse in der Ukraine. Die große Vielfalt der kirchlichen Landschaft spiegelt das bis heute wider. Die christlich-religiösen Wurzeln reichen tief: Die Kiewer Rus, der erste slawische Staat, über den die Geschichtsschreibung nur schemenhaft etwas sagen kann, nahm Ende des 10. Jahrhunderts das östlich geprägte Christentum als Staatsreligion an. Aus der Kiewer Rus gingen im Lauf vieler Jahrhunderte Völkergemeinschaften hervor, die sich später als Ukrainer, Russen und Belarusen verstanden. Bis heute durchleben diese Regionen des östlichen Europa lebendige Transformationsprozesse. Fragen nach Werten, Identität, Geschichte und religiöser Zugehörigkeit sind ein wichtiges Thema.

In der Ukraine bekennt sich ein Großteil der Bevölkerung zum christlichen Glauben, davon bezeichnen sich die meisten als orthodox. Doch spiegelt sich die wechselvolle Geschichte der Ukraine auch in der Zugehörigkeit ihrer Bevölkerung zu verschiedenen orthodoxen Kirchen wider:

  • Die meisten orthodoxen Gläubigen in der Ukraine gehören der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (UOK) an. Diese gehört zum Patriarchat von Moskau mit Patriarch Kyrill I. als Oberhaupt. Zugleich ist die UOK eine gegenüber Moskau relativ selbständige (autonome) Kirche. Sie hat innerhalb der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) einen erheblichen Einfluss: Der Metropolit (UOK) von Kiew, Onufrij, hat einen Sitz im Heiligen Synod. Die ROK ist Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK).
  • Die zweitgrößte Anzahl an Ukrainerinnen und Ukrainer, die sich als orthodox bezeichnen, gehören der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU) an. Diese Kirche entstand 2018 ohne Zustimmung des Moskauer Patriarchats aus einer größeren und einer sehr kleinen orthodoxen Kirche in der Ukraine. Die Gesamtorthodoxie ist in der Frage der Anerkennung der OKU gespalten.
  • Knapp 10 Prozent der Bevölkerung in der Ukraine gehören einer katholischen Kirche mit orthodoxem Ritus an, der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Diese Kirche ging schon Ende des 16. Jahrhunderts eine Union mit Rom ein und unterstellte sich dem Papst. Ihre Gemeinden finden sich vor allem in der westlichen Ukraine.
  • Etwa 1,6% der Bevölkerung sind römisch-katholisch. Ein noch kleinerer Teil der ukrainischen Bevölkerung gehört einer Kirche des evangelischen Spektrums an: Dazu zählt die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine (DELKU) mit Bischof Pavel Schwarz mit Sitz in Charkiw. Die DELKU ist über den Bund der ELKRAS (Evang.-Luth. Kirche in Russland u. a. Staaten) Mitglied bei der Gemeinschaft Ev. Kirchen in Europa (GEKE), dem Luth. Weltbund (LWB) und der Konferenz Europ. Kirchen (KEK).
  • Im Bund der Evangeliumschristen Baptisten in der ganzen Ukraine haben sich verschiedene baptistische Kirchen zusammengeschlossen. Nach Großbritannien ist er das zweitgrößte Mitglied des Europäischen Baptistenrates und Mitglied der Baptistischen Weltallianz. Er besteht seit 1852.

Derzeit leisten Gemeinden jeder Konfession in Württemberg tatkräftige Hilfe für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Oft sind russisch-orthodoxe Gemeinden aufgrund der gemeinsamen liturgischen Heimat und der gemeinsamen Sprache eine der ersten Anlaufstellen für die Geflüchteten. In diesen Gemeinden beteten und lebten auch schon vor dem Krieg Menschen mit russischen und mit ukrainischen Wurzeln unter einem (Kirchen-)Dach oder in ukrainisch-russischen Ehen und Verwandtschaftsbeziehungen.

Zusammengestellt von Pfarrerin Dr. Maria Gotzen-Dold, DIMOE Reutlingen. Sie steht für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung: www.dimoe.de