Fachtagungen und Schulungen

Schulungen und Fortbildungen sind ein Bestandteil des landeskirchlichen Schutzkonzeptes zur Prävention sexualisierter Gewalt. Neben der Ausbildung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Schulungskonzeptes „hinschauen-helfen-handeln“ zur Umsetzung vor Ort in den Kirchengemeinden/-bezirken und in diakonischen Arbeitsfeldern gibt es verschiedene Angebote für unterschiedliche Zielgruppen.

Bitte melden Sie sich entsprechend der Information für die Seminare, Schulungen und Fachtage an. Hier gelten verschiedene Anmeldemodalitäten. Pfarrerinnen und Pfarrer melden sich i.d.R. über den Dienstweg (Fortbildungsbroschüre) an, alle anderen Personen per Mail über Praevention@elk-wue.de. Weitere Informationen erhalten Sie bei Miriam Günderoth.

Was tun, wenn der Verdacht von sexualisierter Gewalt besteht? Diese Fragen beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kirchengemeinden, in der Jugend- und Kinderarbeit und in der Beratungsarbeit immer wieder. Die Koordinierungsstelle „Prävention sexualisierter Gewalt“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat deshalb gemeinsam mit Fachkräften aus den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie ein Schulungskonzept zu diesem Thema entwickelt. Das Schulungsmaterial nimmt unterschiedliche Zielgruppen wie Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone sowie pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche in den Blick.

Um das Schulungsmaterial und den internen Bereich der dazugehörigen Website https://www.hinschauen-helfen-handeln.de/ nutzen zu können, ist eine Ausbildung zum Multiplikator oder zur Multiplikatorin erforderlich. Interessenten sollten neben Interesse und Grundkenntnissen zum Thema Erfahrung in der Leitung von Gruppen haben, Vermittlungskompetenz mitbringen und die Strukturen von Kirche und Diakonie kennen. Zudem müssen sie durch eine kirchliche oder diakonische Stelle beauftragt werden. Daher sind Kirchenbezirke und Einrichtungen aufgefordert, Personen für diese Aufgabe zu benennen.

Als Multiplikatorin oder Multiplikator sind Sie Teil eines Netzwerkes in Württemberg.

Die 2-teilige Schulung findet an folgenden Terminen statt:

Kurs 6:  

Teil 1:  04. - 05.04.2022

Teil 2:  12. - 13.07.2022

Tagungsort ist für beide Kursteile das Tagungszentrum Bernhäuser Forst.

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen erhalten Sie im Flyer zum Schulungskonzept oder bei Miriam Günderoth.

Pfarrpersonen melden sich bitte auf dem Dienstweg über das Bildungsportal an, Kursnummer 12.9.

 

Mittels 2-stündiger Live-Online-Seminaren werden zentrale Themen für Schutzkonzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt behandelt. Die Teilnahme ist unabhängig voneinander möglich, allerdings sind Vorkenntnisse im Themenfeld hilfreich. 

Für das erste Halbjahr sind folgende Themen geplant:

07.02.2022, 16 - 18 Uhr  Was ist ein Schutzkonzept?

07.03.2022, 16 - 18 Uhr  Die Risiko- und Potenzialanalyse

07.04.2022, 16 - 18 Uhr  Leitlinien, Verhaltenskodex und Führungszeugnisse

02.05.2022, 16 - 18 Uhr  Grundlagen der Intervention

20.06.2022, 16 - 18 Uhr  Kollegialer Austausch zu Erfahrungen der Schutzkonzeptentwicklung

 

Weitere Informationen zu den Inhalten der Live-Online-Seminare und zur Anmeldung finden Sie auf der Seite des Büros für Chancengleichheit.

Wir nutzen eine Lizenz von connect4video von Zoom. Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach dem Anmeldeschluss. Zur Teilnahme sind ein internetfähiges Endgerät, Webkamera und Lautsprecher und Mikro (ideal: Headset) notwendig.

 

 

Mit diesem Qualifizierungsangebot möchten Kirche und Diakonie ihre Einrichtungen und Kirchengemeinden/-bezirke bei der (Weiter-) Entwicklung von Schutzkonzepten unterstützen.

Die „Qualifizierung Schutzkonzepte“ versteht sich als ein Angebot zur Begleitung einrichtungsinterner Prozesse.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie im Flyer oder im Bildungsportal.

Diesen Online-Vortrag bieten wir 2022 an zwei Terminen an:

15.03.2022, 9 -12 Uhr oder
29.09.2022, 9 - 12 Uhr

Wissen um Strategien von Täter*innen hilft, sowohl im Interventionsprozess als auch bei der Durchführung von Risikoanalysen und der Entwicklung von präventiven Strategien für das einrichtungsspezifische Schutzkonzept.

Ein Online-Vortrag für alle Fach- und Führungskräfte im Bereich der Landeskirche.

Informationen zur Anmeldung und über die Referentin erhalten Sie im Flyer oder im Bildungsportal.

Dieses Seminar für hauptamtliche Personen in Kirchengemeinden und Jugendarbeit mit Verantwortung für Ehrenamtliche in kirchlichen Angeboten will dazu beitragen für das Thema zu sensibilisieren.

Neben der Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeiten werden wir folgende Themen bearbeiten und reflektieren:

  • eigene Rolle und Verantwortung (wie muss ich als verantwortliche Person reagieren?)
  • Leitlinien zum sicheren Umgang mit Nähe und Distanz (wie kann ich die Leitlinien mit verschiedenen Teams bearbeiten?)
  • Handlungspläne der Landeskirche
  • Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Sinnvoll ist eine Kombination mit dem Online-Vortrag Stragien von Täter*innen am 15.03.2022, 9-12 Uhr.

Weitere Informationen und Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier

Fachtagungen

Hier werden die von der Koordinierungsstelle organisierten Fachtagungen veröffentlicht. Je nach Veröffentlichungsrechten finden Sie hier nach Veranstaltungsende auch die Vorträge und Ergebnisse der entsprechenden Veranstaltung.

Die Koordinationsstelle Prävention sexualisierter Gewalt und die Abteilung Kinder, Jugend und Familie des Diakonischen Werks der Ev. Kirche in Württemberg veranstalten gemeinsam eine Fachtagreihe zur (Weiter-)Entwicklung von Schutzkonzepten in Landeskirche und Diakonie.

Nächster Fachtag am 08.11.2022, 9-16.30 Uhr im Hospitalhof Stuttgart

Thema: Kinderschutz und Kinderrechte in digitalen Lebenswelten

Der Fachtag wird aktuell geplant. Sobald das Programm feststeht, wird es an dieser Stelle veröffentlicht.

Bisherige Themen der Fachtagreihe:

15.06.2021: „Wir mischen alle mit“. Beteiligung bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten. Mit Prof. Dr. Mechthild Wolff

12.11.2020: „War doch nur Spaaaß!“ ... und wo hört der auf? (Sexualisierte) Peergewalt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10-18 Jahren. Mit Dr. Peter Caspari, IPP München.

11.07.2019: „Das glaub' ich nicht! Die*der doch nicht! - Trägerstrategien im institutionellen Kontext der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ mit Dr. Helga Ihm, Zentrum für Kriminologie und Polizeiforschung.

Mit institutionellen Schutzkonzepten einen hilfreichen Rahmen schaffen

Schutz und Sicherheit vor sexuellen Übergriffen und sexualisierter Gewalt ist in aller Munde. Schutzkonzepte stellen im pädagogischen Kontext heute ein Qualitätsmerkmal dar. Sie geben einen Rahmen aus pädagogischen und institutionellen Maßnahmen, die zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und hilfesuchenden Erwachsenen in Kirche und Diakonie beitragen. Das Ziel des Fachtages ist es

  • konkrete Handlungsschritte zu vermitteln
  • Bestandteile von Schutzkonzepten zu benennen
  • Einstieg in die Entwicklung und Implementierung zu erleichtern

indem eine Fülle von Anregungen und konkrete Schritte für die eigene Aufgabe Raum haben. In ihrem einführenden Vortrag wird Prof. Dr. Gebrande von der Hochschule Esslingen die Bestandteile, Anforderungen und die Notwendigkeit von institutionellen Schutzkonzepten behandeln. Wie ein Schutzkonzept praktisch angegangen werden kann zeigen vier Inputs von ausgewählten Bereichen (Kindertagesstätten, Kirchengemeinden/-bezirke, Jugendarbeit und Jugendhilfe). In entsprechenden Vertiefungsräumen wird es Zeit für Austausch über die ersten Schritte, Stolpersteine und Hilfreiches geben.


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08.02.2018

Fachvortrag von Prof. Dr. Julia Gebrande
Thema: „Sexualisierte Gewalt verhindern! Mit Schutzkonzepten einen hilfreichen Rahmen schaffen“. Vortrag beim Fachtag „Schutz und Sicherheit vor sexualisierter Gewalt“ am 23. Januar 2018 im Stuttgarter Hospitalhof.

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21.11.2017

Schutz und Sicherheit vor sexualisierter Gewalt
FACHTAG Schutz und Sicherheit vor sexualisierter Gewalt am 23. Januar 2018, 9:00-13:00 Uhr im Stuttgarter Hospitalhof.

Die dritte Fachtagung im Projektzeitraum der Koordinierungsstelle fand am 30. September 2016 in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg mit mehr als 100 Teilnehmenden in den Räumen der Hochschule statt.

Thematische Überschrift war die „lernende Organisation“. Dieses bildete sich in den Vorträgen am Vormittag und den arbeitsfeldspezifischen Workshops am Nachmittag ab. Die Fachtagung befasste sich mit folgenden Fragestellungen:

• Was sind die Erkenntnisse aus den institutionellen Aufarbeitungen?

• Wie müssen Organisationen aufgestellt sein, damit sie der Anforderung „ein sicherer Ort zu sein“ gerecht werden?

• Welche professionelle Haltung ist zeitgemäß und hilfreich in Prävention und Intervention?

Hochschulrektor Prof. Dr. Norbert Collmar eröffnete die Fachtagung mit einem Exkurs zu der Geschichte von Jim Knopf von Michael Ende. Er entfaltete anhand von Lummerland und Kummerland die Geschichte und schlug einen Bogen zu den Strukturen und der Asymmetrien erzieherischer, seelsorgerlicher und beraterischer Berufe.

Prof. Dr. Mechthild Wolff legte den Fokus Ihres Vortrags auf den systemischen Blick auf Aufarbeitung.

Pater Klaus Mertes SJ gab bei seinem Vortrag einen persönlichen Einblick auf Aufarbeitung.

Mit kurzen Blitzlichtern erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Aufarbeitungsprojekte der Evangelischen Landeskirche und dem Diakonischen Werk Württemberg.

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02.06.2016

Prävention sexualisierter Gewalt
Anforderungen und Herausforderungen in der kirchlichen, diakonischen und sozialen Arbeit. Fachtagung am Freitag, 30. September 2016, von 9:00 bis 16:00 Uhr an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

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    • Vortrag von Prof. Dr. Mechthild Wolff
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      24.10.2016

    • Handout Pater Klaus Mertes SJ
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      Info: 151 KB | PDF
      24.10.2016

    • Ergebnisse aus den Workshops
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      Info: 654 KB | PDF
      24.10.2016

Diakonie und Landeskirche haben sich auf den Weg gemacht und mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle „Prävention sexualisierter Gewalt“ ein Zeichen gesetzt, Prävention aktiv in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umzusetzen. Dafür stand der Fachtag am 12. Oktober 2015.

Für das Hauptreferat am Vormittag konnten wir Dr. Martin Wazlawik, Juniorprofessor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt „Pädagogische Professionalität und sexuelle Gewalt“ im Institut für Erziehungswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster gewinnen. In seinem Vortrag nahm er die Abgrenzung zwischen Grenzverletzung und Missbrauch vor, beleuchtete die professionellen Herausforderungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt und stellte die Bestandteile einer grenzachtenden Haltung dar.

Ergänzend dazu wurden im Podiumsgespräch verschiedene Themenfelder der Intervention und Herangehensweisen in der Prävention diskutiert.

Am Nachmittag vermittelten praxisorientierte Workshops für die Handlungsfelder verschiedene Blickwinkel der Prävention und Intervention, ermöglichen in kleineren Gruppen einen Austausch unter den Fachkräften und geben Anregungen für die Arbeit und das Anfangen vor Ort.

Die Dokumentation des Fachtages wurde den Teilnehmenden zum persönlichen Gebrauch zugesendet.

"Prävention von sexualisierter Gewalt: Führung und Management im Implementierungs- und Interventionsprozess"

Wie sollen Führungskräfte mit Fälle sexualisierter Gewalt in ihrem Verantwortungsbereich umgehen? Wie können sie präventiv tätig werden? Bei einer gemeinsamen Tagung von Diakonie und Evangelischer Landeskirche in Württemberg am vergangenen Mittwoch, 8. Juli, in Stuttgart tauschten sich über 50 Führungspersonen zu diesen Fragen aus.

„Das Thema muss vom Randthema in den Mainstream gebracht werden“, betonte die ehemalige Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann in ihrem Impulsvortrag. Nur wenn der Kampf gegen sexualisierte Gewalt zur „Chefsache“ gemacht wird, könne das Thema wirksam und nachhaltig bearbeitet werden.

Ursula Kress, Beauftragte für Chancengleichheit, und Ingrid Scholz aus der Abteilung Kinder, Jugend und Familie des Diakonischen Werks zeigten auf, dass sexualisierte Gewalt seit nunmehr 30 Jahren Thema an Runden Tischen, Dekaden und Beratungen von Diakonie und Kirche war. Ein Jahr nach Besetzung der Koordinierungsstelle „Prävention sexualisierter Gewalt“ gab Miriam Günderoth Einblicke in die Aufgaben und Ziele.

Claudia Obele, Vorstand der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf, Gottfried Heinzmann, Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg, und CVJM-Landesreferentin Katja Flohrer stellten die Prozesse der Jugendhilfe Hochdorf und des Projektes „Menschenskinder, ihr seid stark“ mit dem Fokus auf die Aufgaben von Führungskräften vor. Sie weiteten damit den Blick auf das breite Feld von Präventions- und Interventionskonzepten.

In ihrem Schlusswort fasste Frau Eva-Maria Armbruster nochmals die gemeinsamen Aufgaben von Diakonie und Kirche zusammen. Die Impulse müssten nachwirken und sich in standardisierte Fort- und Weiterbildungsangebote, der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Vergangenheit und im Ausbildungskanon unserer Ausbildungsstätten niederschlagen.

  • Downloads
    • Rückblick Landeskirche | Ursula Kress
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      Info: 40 KB | PDF
      08.09.2015

    • Rückblick Diakonie | Ingrid Scholz
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      Info: 51 KB | PDF
      08.09.2015

    • Koordinierungsstelle | Miriam Günderoth
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      Info: 30 KB | PDF
      08.09.2015

    • Menschenskinder | Gottfried Heinzmann und Katja Flohrer
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      Info: 876 KB | PDF
      08.09.2015

    • Aufgabe von Führungskräften | Dr. Christine Bergman
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      Info: 236 KB | PDF
      08.09.2015

    • Hochdorf | Claudia Obele
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      Info: 370 KB | PDF
      08.09.2015


Ansprechpersonen

Ursula Kress

Ursula Kress

Beauftragte für Chancengleichheit im Evangelischen Oberkirchenrat. Ansprechperson bei sexualisierter Gewalt

Rotebühlplatz 10
70173 Stuttgart

Tel.
0711 2149572
Fax
0711 21499571
Mail
Ursula.Kress@elk-wue.de
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Miriam Günderoth

Miriam Günderoth

Projektstelle Prävention

Rotebühlplatz 10
70173 Stuttgart

Tel.
0711 2149605
Fax
0711 21499605
Mail
Miriam.Guenderoth@elk-wue.de
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Ulrike Voigt

Dr. Ulrike Voigt

Assistenz im Büro für Chancengleichheit und in der Ansprechstelle sexualisierte Gewalt

Rotebühlplatz 10
70173 Stuttgart

Tel.
0711 2149571
Fax
0711 21499571
Mail
ulrike.voigt@elk-wue.de
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