Hilfe und Unterstützung für Betroffene von sexualisierter Gewalt

Personen, die von sexualisierter Gewalt, Missbrauch oder sexuellen Grenzverletzungen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Württemberg betroffen sind, bietet die Landeskirche Hilfe in Form von Gesprächen und individuellen Unterstützungen an.

Ansprechperson bei sexualisierter Gewalt der Landeskirche ist Ursula Kress. Sie vermittelt Hilfe für Betroffene und agiert als Clearingstelle.

Wenn Sie Grenzverletzungen, sexuelle Übergriffe oder Gewalt gegen Ihre sexuelle Selbstbestimmung erlebt haben, dürfen Sie sich melden. Dabei ist wichtig, wie Sie diese Erlebnisse einordnen.

Die Ansprechperson steht unter Schweigepflicht und spricht die weiteren Schritte mit Ihnen ab.

Ob Sie Anzeige erstatten möchten, liegt in Ihrer Entscheidung. Bei der Entscheidungsfindung vermitteln wir Ihnen gerne kompetente Beratung.

Die Ansprechstelle im Oberkirchenrat bietet keine anwaltliche Beratung. Jedoch können Sie sich an die unabhängige Ansprechstelle, Frau Dr. jur. Karin Kellermann-Körber wenden. Dort erhalten Sie auch eine anwaltliche Erstberatung.

Der Landeskirche in Württemberg ist es ein Anliegen, dass sexualisierte Gewalt aufgeklärt und aufgearbeitet wird. Daher empfiehlt sie bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung die Einschaltung der Strafverfolgung, damit ein Ermittlungs- und Strafverfahren eröffnet werden kann. Bei Umständen, die gegen eine Anzeige sprechen, werden die weiteren Möglichkeiten mit einer externen Beratungsstelle geklärt.

Unabhängig davon kann bei einer (vermuteten) Amtspflichtverletzung von Kirchenbeamt/innen und Pfarrer/innen auch ein kirchliches Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Die belastenden und entlastenden Umstände sind hier zu ermitteln und entsprechende Beweise zu erheben.

Die Möglichkeiten der Ermittlung sind bei beiden Verfahren unterschiedlich.

Wenn Sie als Zeugin/Zeuge im kirchlichen Disziplinarverfahren eingeladen werden, dann können Sie sich einen Zeugenbeistand mitbringen. Aussagen von Zeuginnen und Zeugen sind besonders wichtige Beweismittel, mit deren Hilfe der Sachverhalt aufgeklärt werden soll. Weitere wichtige Hinweise finden Sie im Flyer der EKD.

    • Hinweisblatt für Zeuginnen und Zeugen
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      Info: 114 KB | PDF
      01.06.2018

Wenn Sie als Zeugin/Zeuge in einem Gerichtsverfahren eingeladen sind, sie aber nicht alleine zu Ihrer Zeugenaussage möchten, sich mit den Abläufen einer Gerichtsverhandlung nicht auskennen und Sie sich unsicher fühlen, dann können Sie sich an die Zeugenbegleitung und Psychosoziale Prozessbegleitung wenden. In den Landkreisen Stuttgart, Esslingen, Rems-Murr, Ludwigsburg und Böblingen bieten spezialisierte sozialpädagogische Fachkräfte und geschulte ehrenamtlich Engagierte Ihre Unterstützung an.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage von PräventSozial.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Sie sich vor einer Kontaktaufnahme mit der Ansprechstelle der Landeskirche scheuen können.

Die unabhängige zentrale Anlaufstelle.help wurde für diese Zwecke eingerichtet. Hier erhalten Sie Unterstützung.

Anerkennungsleistungen

Im November 2011 haben die Mitglieder des „Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch“ ihren Abschlussbericht vorgelegt. In diesem wurden ergänzende Hilfesysteme für Menschen empfohlen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder in Institutionen erlitten haben und noch heute unter den Folgewirkungen leiden.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat zur Aufarbeitung in ihrem Verantwortungsbereich eine Unabhängige Kommission für die Gewährung von Leistungen in Anerkennung des erlittenen Leids eingesetzt. Sie übernimmt damit Verantwortung für das Leid, das Menschen, die als Kinder oder Jugendliche durch Mitarbeitende der württembergischen Landeskirche oder Diakonie durch sexualisierte Gewalt erfahren haben und gewährt „Leistungen in Anerkennung des erlittenen Leids“.

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Info: 577 KB | PDF
11.06.2018

Informationsflyer
Opfer sexualisierter Gewalt - Leistungen in Anerkennung des Leids. Hinweise zu Verfahren und Ansprechpartner.

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Info: 146 KB | PDF
2.2.2017

Merkblatt Anerkennungsleistungen
Allgemeine Informationen, Hinweise zum Verfahren sowie Ansprechpartner/innen.

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Info: 322 KB | PDF
07.04.2020

Antrag Anerkennungsleistungen
Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Betroffenen sexualisierter Gewalt in Körperschaften und Einrichtungen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und in Mitgliedseinrichtungen des Diakonischen Werkes Württemberg, die der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zugeordnet sind, zugefügt wurde.

I. Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich

Betroffene von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich können seit dem 1. Mai 2013 Sachleistungen bis zu 10.000 Euro beantragen. Antragsberechtigt sind Menschen, die als Kinder oder Jugendliche im familiären Bereich sexuell missbraucht wurden, also zum Tatzeitpunkt minderjährig waren. Der Bund stellt für den Fonds 50 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Leistungen, die unter bestimmten Bedingungen gewährt werden können, gehören unter anderem psychotherapeutische Hilfen, Kosten der individuellen Aufarbeitung des Missbrauchs, Unterstützung bei Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen sowie sonstige Unterstützung in besonderen Härtefällen.

II. Institutioneller Bereich

Wenn Sie in Ihrer Kindheit oder Jugend in einer Institution sexuell missbraucht wurden, können Sie ebenfalls mit dem vorliegenden Formular einen Antrag auf Erhalt von Hilfeleistungen stellen. Es handelt sich hierbei formal um einen Antrag an die Institution. Die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch nimmt den Antrag entgegen. Auf der Homepage finden Sie auch Beratungsstellen in ihrer Nähe.

Antragsstellung für Hilfeleistungen aus dem Fonds

Viele Institutionen – darunter die Evangelische Kirche in Deutschland zusammen mit der Diakonie Deutschland – haben die Vereinbarung zur Beteiligung am Ergänzenden Hilfesystem verlängert (siehe Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums).

Ursprünglich war eine Frist zur Antragstellung bis 31. August 2016 vorgesehen. Diese Frist wurde nun bis Ende 2019 verlängert. Bis dahin soll die Reform des Sozialen Entschädigungsrechts umgesetzt sein.

Das Antragsverfahren im familiären Bereich unterscheidet sich wesentlich von dem Verfahren im institutionellen Bereich. Im familiären Bereich bewilligt der Bund die Leistungen, die aus Mitteln des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich finanziert werden. Im institutionellen Bereich bewilligen und finanzieren die verantwortlichen Institutionen selbst die Leistungen. Daher gibt es nun für beide Teilbereiche des Fonds ein eigenes Antragsformular.

Informationen zum Antrag und alle Anlauf- und Beratungsstellen sind unter www.fonds-missbrauch.de zu finden.

Über ein kostenloses und anonymisiertes Infotelefon werden Fragen zum Fonds und zur Antragstellung gegeben: Telefon (0800) 400 10 50. 

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Info: 69 KB | PDF
12.01.2017

Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums
Ergänzendes Hilfesystem: Opfer sexueller Gewalt können weiter Hilfe beantragen

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Info: 492 KB | PDF
23.02.2017

Antrag auf Hilfe aus dem EHS - Institutioneller Bereich
Antrag auf Hilfeleistungen aus dem Ergänzenden Hilfesystem für den institutionellen Bereich

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Info: 435 KB | PDF
23.02.2017

Antrag auf Hilfe aus dem EHS - Familiärer Bereich
Antrag auf Hilfeleistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich

Fonds "Heimerziehung"

Die Angebote des Fonds "Heimerziehung West" richtet sich an Personen, die als Kind oder Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 in Deutschland in vollstationären Einrichtungen zum Zweck der öffentlichen Erziehung untergebracht waren und eine Minderung von Rentenansprüchen aufgrund nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge erlitten haben, und/oder bei denen ein Folgeschaden und besonderer Hilfebedarf aufgrund von Schädigungen durch die Heimerziehung vorliegen.

Bis zum 31. Dezember 2014 konnten betroffene ehemalige Heimkinder ihre Ansprüche bei Ihrer zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle anmelden. Registrierte Betroffene können noch innerhalb der Fondslaufzeit (bis. 31. Dezember 2018) Beratungsleistungen in Anspruch nehmen und Vereinbarungen über Fondsleistungen abschließen.

Neuanmeldungen können nicht mehr entgegen genommen werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Fond Heimerziehung 

Ansprechpartner

Ursula Kress

Ursula Kress

Beauftragte für Chancengleichheit im Evangelischen Oberkirchenrat. Ansprechperson bei sexualisierter Gewalt

Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart

Tel.
0711 2149572
Fax
0711 21499571
Mail
Ursula.Kress@elk-wue.de
Visitenkarte downloaden

Dr. jur. Karin Kellermann-Körber

Unabhängige Ansprechstelle, Möglichkeit der anwaltlichen Erstberatung

Tübinger Straße 6
71088 Holzgerlingen

Tel.
07031 749517
Mail
rechtsanwaelte@kellermann-koerber.de
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Christina Wahl

Mitarbeiterin im Büro für Chancengleichheit

Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart

Tel.
0711 / 2149-571
Fax
0711 / 2149-9571
Mail
christina.wahl@elk-wue.de
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Ansprechpartner für Missbrauchsopfer in Gliedkirchen der EKD

In den Evangelischen Landeskirchen in Deutschland gibt es Ansprechpartner/innen für Missbrauchsopfer. Wer für Sie zuständig ist, können sie hier erfahren.

  • Downloads
    • Handreichung zum Umgang mit sozialen Konflikten, Mobbing, Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt am Arbeitsplatz
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      Info: 254 KB | PDF
      09.03.2020

    • Merkblatt Anerkennungsleistungen
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      Info: 146 KB | PDF
      2.2.2017

    • Antrag Anerkennungsleistungen
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      Info: 322 KB | PDF
      07.04.2020

    • Informationsflyer
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      Info: 577 KB | PDF
      11.06.2018