Bebauen und Bewahren

Nachhaltig auch gegenüber der Schöpfung

Der Mensch hat den Auftrag, Gottes Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, aber nicht sie zu zerstören.
 

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Im vom Menschen geprägten Zeitalter, dem „Anthropozän“, lautet die Herausforderung nachhaltig und zukunftsorientiert mit der Schöpfung und ihren Ressourcen umzugehen. In der Kirche hat schon seit Jahrzehnten ein Gespräch darüber stattgefunden, wer wann und wie die Umwelt schonen kann. Der Umweltbeauftragte der Landeskirche engagiert sich zusammen mit dem Umweltrat für ein nachhaltiges Wirtschaften.

Energiemanagement

Die Kunst, mit Ressourcen schonend umzugehen und Kosten zu sparen

Klimaschutzkonzepte beruhen auf zwei Säulen: Einerseits den Energieverbrauch um 50 Prozent zu senken und anderseits die benötige Energie anstatt aus fossilen Energieträgern aus erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen. Mit dem Energiemanagement haben die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen die Möglichkeit, ohne großen finanziellen Aufwand einen Teil ihres Energieverbrauchs (durchschnittlich 5 bis 10 Prozent) einzusparen und  ihre Energiekosten somit zu reduzieren.

„Heizen - sparsam und umweltbewusst in Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten“ - in der Broschüre werden die Themen Heizen und Lüften behandelt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt beim Energiemanagement liegt im Bereich des Wärmeverbrauchs, der vor allem bei Kirchen neben der Kostenersparnis auch entscheidend zum Erhalt des Gebäudes beiträgt. Die Broschüre: Heizen - sparsam und umweltbewusst in Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten befasst sich ausführlich mit den Themen rund um das Heizen und Lüften.

Mit dem Grünen Datenkonto lassen sich einfache Energieberichte automatisch erstellen.

Für die Verbrauchsdatenerfassung steht Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen das Grüne Datenkonto kostenlos zur Verfügung – eine Onlinedatenbank, die einen schnellen Überblick über Abweichungen im Energie- und Wasserverbrauch gibt und mit der ein einfacher Energiebericht automatisch erstellt werden kann.

Das Heft können Sie hier herunterladen oder kostenlos bestellen (formlose E-Mail an umwelt@elk-wue.de).

Glaubwürdig, nachprüfbar, transparent und dauerhaft die Schöpfung bewahren

In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg können Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen ihr Umweltmanagement mit dem Zertifikat „Grüner Gockel“ validieren lassen.

Bewahrung der Schöpfung ist eine zentrale Aufgabe der Kirche. Das Umweltmanagement stellt einen systematischen Weg dar, dieser Verantwortung gerecht zu werden und Umwelthandeln in kirchlichen Strukturen und Arbeitsabläufen zu verankern.

Das Umweltmanagementsystem Grüner Gockel ist mit der Europäischen Verordnung EMAS (eco management and audit scheme) abgestimmt und an die kirchlichen Rahmenbedingungen angepasst. Gemeinden und kirchliche Einrichtungen werden durch ehrenamtliche kirchliche Umweltauditorinnen und -auditoren unterstützt und erhalten nach einer externen Überprüfung die Auszeichnung „Grüner Gockel“.

Der Grüne Gockel ist ein Beitrag zu einer schöpfungsgerechteren Zukunft und bedeutet in der Durchführung:

  • systematische Erfassung von direkten und indirekten Wirkungen des Gemeindelebens auf die Mit- und Umwelt
  • Stärkung der Kommunikation innerhalb der Gemeinde
  • Öffentlichkeitswirksamkeit
  • fundierte Bewertung von Einsparpotenzialen
  • Ergreifen effizienter Maßnahmen
  • stetige Verbesserung der Umweltbilanz
  • ökologisches Haushalten der Gemeinde

Das kirchliche Umweltmanagement, das 2002 eingeführt wurde, ist heute ein ausgereiftes System mit kontinuierlicher Weiterentwicklung. Beteiligte Landeskirchen und Diözesen haben sich im ökumenischen Netzwerk „Kirchliches Umweltmanagement“ (KirUm) zusammengeschlossen. Der Grüne Gockel ist somit aktive Ökumene. 

Gemeinsam aktiv werden

Klimaschutz begegnet uns in allen Bereichen unseres Handelns

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen und Bewährungsproben für unsere Gesellschaft ,und unser Handeln heute entscheidet darüber, wie zukünftige Generationen leben können. Die erste Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts der Landeskirche hat gezeigt: Klimaneutrale Kirche zu werden ist machbar, aber der Weg dahin wird nicht einfach werden.

Um im Klimaschutz voranzukommen, wurden eine Reihe von Zielen definiert, die es jetzt in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen umzusetzen gilt. Dabei ist die Mithilfe vieler nötig. Lassen Sie uns diese Aufgabe gemeinsam angehen!

Mit Energie für ein gutes Klima

Einen Überblick über die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts gibt es in der Broschüre.

In der Broschüre „Mit Energie für ein gutes Klima“ finden Sie die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts.

Ausführlichere Informationen zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts finden Sie hier.

 

Klimaschutz - als Kirche aktiv sein: Anregungen für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen

Die Broschüre „Klimaschutz - als Kirche aktiv sein“ bietet Anregungen für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen zum Thema Klimaschutz im Alltag.

Die große Themenvielfalt im Klimaschutz macht eine breite Beteiligung in den Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen nötig und möglich. Eine Auswahl an Empfehlungen zeigt, wie Klimaschutz im Alltag umgesetzt werden kann. Prüfen Sie selbst, welche Punkte Sie bei sich vor Ort realisieren können.

Beide Broschüren sind auch in gedruckter Form erhältlich: E-Mail an umwelt@elk-wue.de.


Ansprechpartner

Klaus-Peter Koch

Klaus-Peter Koch

Leitung Referat 8.7 Umwelt im Oberkirchenrat / Umweltbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Büchsenstraße 33
70174 Stuttgart

Tel.
0711 229363253
Fax
0711 229363341
Mail
klaus-peter.koch@elk-wue.de
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    • Klimaschutz - als Kirche aktiv sein
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      Info: 3 MB | PDF
      20.08.2021

    • Mit Energie für ein gutes Klima
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      Info: 2 MB | PDF
      20.08.2021

    • Wachstum neu denken - Impuls des Umweltrats der Evangelischen Landeskirche
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      Info: 30 KB | PDF
      03.06.2019

    • Gemeinsam Schöpfung bewahren - Praxistipps für Artenvielfalt rund um Kirche und Pfarrgarten
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      Info: 3 MB | PDF
      02.08.2019

    • Umwelterklärung 2020
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      Info: 346 KB | PDF
      18.12.2020