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„Als Christinnen und Christen dürfen wir niemals die Menschenverachtung wählen“

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

Aus Anlass des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar erinnert Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl an die Opfer des Nationalsozialismus. „Der Holocaust-Gedenktag macht uns die Menschenverachtung dieser Ideologie deutlich, die Menschen aufgrund eines rassistischen Weltbildes ihre Menschenwürde abspricht.“

Landesbischof Gohl am Holocaust-Mahnmal am Stuttgarter Nordbahnhof.Bild: Dan Peter

Gohl gedenkt beispielhaft der 2.600 Menschen, vorwiegend Jüdinnen und Juden, aber auch Sinti und Roma, die 1941 vom Stuttgarter Nordbahnhof aus in die Vernichtungslager in Osteuropa deportiert worden seien.

Er betont, dieser Gedenktag sei im Jahr 2024 besonders wichtig, da bedeutende Wahlen anstünden: „Selbst wenn man mit seiner Wahl ein Zeichen des Protests setzen will – als Christinnen und Christen dürfen wir niemals die Menschenverachtung wählen, wir dürfen solche Kräfte nicht unterstützen. Sondern hier müssen wir deutlich Flagge zeigen. Und deshalb ist der Holocaust-Gedenktag in diesem Jahr besonders wichtig für uns alle.“

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