| Landeskirche

Zum Entdecken: Pilgerland Baden-Württemberg

Online-Treffs stimmen ab kommender Woche auf die Pilgersaison 2023 ein

Pilgerwanderungen liegen im Trend. Dabei gibt es in Baden-Württemberg beim Unterwegssein zu heiligen Orten, zu sich selbst und zu Gott eine große Auswahl: Teilstrecken großer europäischer Kultur- und Pilgerwege verlaufen durch das Land, interessante regionale Wege laden zum Pilgern ein und eine Fülle kürzerer und lokaler spiritueller Spazier- und Wanderwege wollen entdeckt werden.

erge / Pixabay

Vor diesem Hintergrund laden die vier großen Kirchen in Baden-Württemberg ab der kommenden Woche zu einer Reihe von Online-Pilgertreffs ein, die immer dienstagabends ab 19 Uhr Lust auf die bevorstehende Pilgersaison 2023 machen sollen. Initiatorin ist die ökumenische Arbeitsgemeinschaft Pilgern in der „Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus in Baden-Württemberg“. Diese ist ein Gemeinschaftsprojekt der Erzdiözese Freiburg, der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die Arbeitsgemeinschaft organisiert beispielsweise die Präsenz der vier großen christlichen Kirchen auf der Urlaubsmesse CMT und hat die Aufgabe, kirchlich-spirituelle Projekte mit touristischem Interesse zu fördern. 

Beim Auftakt der Online-Pilgertreffs am 24. Januar geht es um das Thema „Pilgerland Baden-Württemberg – unterwegs auf Martinus-, Ulrika- und Meinradweg“. Denn neben dem Jakobsweg durchziehen mittlerweile weitere attraktive Pilgerwege das Land. Der älteste und längste von ihnen ist mit 1300 Kilometern der Martinusweg, der auch anerkannter Europäischer Kulturweg ist. Ein reiner Radpilgerweg ist der Meinradweg von Rottenburg am Neckar zum schweizerischen Kloster Einsiedeln. Und der jüngste Spross ist der Ulrikaweg auf den Spuren der seligen Ulrika Nisch von Oberschwaben zum Kloster Hegne am Bodensee.

Neben Informationen zu diesen Wegen und zum Pilgerland Baden-Württemberg gibt es bei dem ersten Online-Pilgertreff die Gelegenheit für Rückfragen und am Ende ein Quiz mit Gewinnmöglichkeiten. „Das Pilgerland Baden-Württemberg ist attraktiv, weil ich direkt vor der eigenen Haustüre starten kann“, sagt Achim Wicker vom „Fachbereich Pilgern“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Das Pilgern, gerade auch zu Wallfahrtsorten, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.“ Neben Wicker beteiligen sich Pfarrer Gerhard Bundschuh, geistlicher Begleiter der St. Martinusgemeinschaft, und die Ordensschwester Dorothea-Maria Oehler vom Kloster Hegne an dem Online-Format.

„Der Blick der Hospitaleros“ heißt es dann am 31. Januar, wenn Herbergsväter und -mütter aus Spanien, Frankreich und Deutschland ab 19 Uhr von Freud und Leid mit dem Pilgervolk berichten. Denn wie sich das Pilgern verändert, sieht man nicht nur auf den Wegen – auch die Herbergsväter und -mütter wissen Spannendes, Anregendes und Kurioses zu berichten. Autorin Cordula Rabe und Pilgerreferent Michael Kaminski, die die Online-Veranstaltung moderieren, fragen die Herbergsväter und -mütter, was sie erleben, was sie sich wünschen und worauf sie gut verzichten könnten.

Weiter geht die Reihe am 7. Februar mit „Pilgerland Baden-Württemberg – unterwegs auf dem Badischen und Oberschwäbischen Jakobsweg und dem Frauenpilgerweg Pilger.Schön“.

„Der Badische Jakobsweg orientiert sich an historischen Pilger- und Handelswegen früherer Jahrhunderte. Er beginnt an der hessisch-badischen Landesgrenze und endet nach fast 300 Kilometern in Breisach am Rhein“, sagt Detlef Lienau von der Evangelischen Landeskirche in Baden. „Entlang des Kraichgaus und des Schwarzwalds werden die Pilgernden durch Badens schöne Wein- und Kulturlandschaften geführt und erhalten immer wieder schöne Blicke auf den Pfälzer Wald und die Vogesen. Und die Evangelischen Frauen in Baden haben mit ‚Pilger.Schön‘ neue Zugänge für das Pilgern mit Frauen geschaffen“, ergänzt Lienau. Norbert Kebekus, Leiter des Referats „Kirche in Freizeit und Tourismus“ beim Seelsorgeamt der Erzdiözese Freiburg, setzt hinzu: „Wer auf dem Jakobsweg unterwegs ist, reiht sich ein in eine jahrhundertealte Pilgertradition. Durch die Entschleunigung schaffen Pilgerinnen und Pilger Raum für spirituelle Erfahrungen, sie beten mit den Füßen.“

Moderiert wird der Pilgertreff von Jürgen Rist, Pilgerbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, gemeinsam mit den Pilgerbegleitern Ernst Kraft und Dietmar Raschke sowie der Stadtplanerin Corinna Lochmann, die den Frauenpilgerweg "Pilger.Schön" im Auftrag der Evangelischen Landeskirche Baden konzipiert hat. 

Mit „Mann pilgert anders – Frau auch“ endet die Reihe dann am 28. Februar. Im Zentrum dieses Treffens stehen erstaunliche Erfahrungen mit den Geschlechtern auf dem Weg. Mit dabei sind die Polizeiseelsorgerin Dorothea Jüngst und Jürgen Rist.

„Pilgernde jeglichen Geschlechts treffen sich auf den Wegen, manchmal ist es aber auch gut und wertvoll, wenn sich Gruppen bilden, die ausschließlich aus Männern oder Frauen bestehen“, sagt Rist. Welche Chancen in solchen Erfahrungen stecken, was man beachten muss und wo sich Männer und Frauen womöglich selbst im Weg stehen, seien die Themen dieses Abends.

Die Anmeldung:

Zu den Pilgertreffs am 31. Januar und 28. Februar können sich Interessierte bei Michael Kaminski via E-Mail anmelden: kaminski@evstadtakademie.de 

Anmeldungen für die Pilgertreffs am 24. Januar und am 7. Februar sind möglich über eine E-Mail an Susanne Mammel an: SuMammel@bo.drs.de


Schon gewusst?

Grafik: elk-wue.de

Mehr News

  • Datum: 16.04.2024

    Digitaler Notfallkoffer für die Seele

    Hilfe in persönlichen Krisenmomente bietet die KrisenKompass-App der Telefonseelsorge fürs Handy und Tablet. Sie bietet Unterstützung, um schnell wieder auf positive Gedanken zu kommen oder bei Bedarf schnell professionelle Hilfe finden zu können.

    Mehr erfahren
  • Datum: 16.04.2024

    Zum 200. Todestag von Beata Regina Hahn

    Vor 200 Jahren starb Beata Regina Hahn, die zweite Ehefrau des Mechanikerpfarrers Philipp Matthäus Hahn, Tochter von Johann Friedrich Flattich und Mutter der Schulgründerin Beate Paulus. Als Herausgeberin von Hahns Schriften prägte sie dessen Bild für viele Jahre.

    Mehr erfahren
  • Datum: 15.04.2024

    „Wir beten, dass die zerstörende Gewalt ein Ende nimmt“

    Die Landeskirchen in Württemberg und Baden haben den Jüdinnen und Juden im Land Grüße zum Pessach-Fest übersandt. Darin nehmen Landesbischof Gohl und Landesbischöfin Springhart Bezug auf den Angriff der Hamas wie auch auf den Raketenangriff des Iran auf Israel.

    Mehr erfahren
  • Datum: 15.04.2024

    Hoffnung wird durch Menschen vermittelt

    Bei einer religionspolitischen Tagung der SPD-Bundestagsfraktion am 12. April in Berlin unter dem Titel „Mehr Zuversicht! Mit Hoffnung die Zeiten wenden“ betonte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, wer die Verwurzelung in Jesus Christus spüre, werde für andere zur Hoffnung.

    Mehr erfahren
  • Datum: 13.04.2024

    Landesbischof Gohl: "Wir stehen an der Seite Israels"

    "Der Angriff des Iran bedroht die Existenz Israels. Wir müssen daran erinnern, dass alles mit dem Pogrom der Hamas an Israel begann." Gohl weist weiterhin auf die israelischen Geiseln in der Gewalt der Hamas hin.

    Mehr erfahren
  • Datum: 12.04.2024

    Klassik und Pop Hand in Hand

    Die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen hat schon früh einen Studiengang für populare Kirchenmusik eingerichtet und war damit in der EKD Vorreiter. Prof. Thomas J. Mandl und Prof. Patrick Bebelaar erklären, was das Besondere an der HKM ist.

    Mehr erfahren
  • Datum: 12.04.2024

    Innovationstag: Jetzt anmelden!

    Frische Ideen fürs Gemeindeleben: Unter dem Motto „#gemeindebegeistert – Kirche lebt, wo dein Herz schlägt“ veranstaltet die Landeskirche am 4. Mai einen großen Innovationstag. In Projektpräsentationen und Workshops gibt’s Austausch und Tipps. Jetzt anmelden

    Mehr erfahren
  • Datum: 11.04.2024

    Woche für das Leben 2024

    Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist zentrale Aufgabe von Politik, Kirche und Gesellschaft. Darauf verweisen die großen christlichen Kirchen in Baden-Württemberg anlässlich der am Samstag beginnenden ökumenischen „Woche für das Leben 2024“.

    Mehr erfahren
  • Datum: 11.04.2024

    Zum Tod von Pfarrer i.R. Konrad Eißler

    Pfarrer Konrad Eißler ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Landesweit war er bekannt für seine klare Haltung und seine humorvollen Predigten. An der Stiftskirche gründete er die Stuttgarter Jugendgottesdienste, ein zu seiner Zeit neues und einmaliges Format.

    Mehr erfahren
  • Datum: 10.04.2024

    KI: Gerechtigkeit, Bildung, Gemeinschaft

    Beim Thementag „KI, Ethik, Kirche“ auf dem Bildungscampus in Heilbronn ordnete Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl die ethischen Herausforderungen der Nutzung Künstlicher Intelligenz theologisch ein. Hier finden Sie den Wortlaut des Grußwortes von Landesbischof Gohl.

    Mehr erfahren
  • Datum: 10.04.2024

    Thementag „KI, Ethik, Kirche“

    Rund 160 Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Bereichen der Landeskirche haben sich auf dem Bildungscampus Heilbronn über Künstliche Intelligenz informiert und die Anwendungsmöglichkeiten in kirchlichen Organisationen diskutiert.

    Mehr erfahren
  • Datum: 10.04.2024

    Segen, Mut & Traubenzucker

    In diesen Wochen stehen an vielen Schulen Abschlussprüfungen an - für Schülerinnen und Schüler eine stressige Zeit. Die Ev. Jugendkirche Stuttgart macht mit einem speziellen PrüfungsSegen Mut und stellt auch anderen Gemeinden Materialien zur Verfügung.

    Mehr erfahren
Mehr laden