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Eine Million Euro für den Mutmacher-Fonds

Landessynode verdoppelt Zuschuss kurzfristig - Nahezu einstimmiges Votum

Stuttgart. Warmer Regen für den Mutmacher-Fonds: Die Evangelische Württembergische Landessynode hat am Freitag entschieden, eine Million Euro für das Hilfsprojekt von Diakonie und Landeskirche zur Verfügung zu stellen - und das mit sehr deutlicher Mehrheit.

 

Landeskirche und Diakonie suchen Menschen, die mit ihren Spenden Not lindern und zugleich Mut machen.Diakonisches Werk Württemberg

Schon die zunächst vorgesehenen 500.000 Euro wären ein klares Zeichen für die Solidarität der 16. Landessynode mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie gewesen. Doch nicht deutlich genug, befanden die Synodale am Freitagabend nahezu einstimmig - und verdoppelte den Beitrag kurzfristig. Auch soll jeder Spenden-Euro verdoppelt werden. (Update 2022 zur Klarstellung: Die Landeskirche stellt einen festen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung. Für die Verdopplung der Spenden steht zudem ein Betrag von maximal 500.000 Euro zur Verfügung.)

Zuvor hatte es einem Vorschlag gegeben, dem Mutmacher-Fonds 906.000 Euro aus der Ausgleichsrücklage zur Verfügung zu stellen. Doch der hatte im Finanzausschuss nicht die nötige Mehrheit gefunden. Der Ausschuss hatte der der Synode daraufhin die 500.000 Euro als Kompromiss vorgeschlagen. 

Beim Mutmacher-Fonds handelt es sich um ein Corona-Soforthilfe-Programm. Es wendet sich besonders an Menschen, die schon vor der Corona-Pandemie in prekären Verhältnissen lebten und von den Auswirkungen des Lockdowns betroffen und oftmals dadurch in existenzbedrohende Sitautionen geraten sind.

Auch Aktuelle Stunde zu Corona-Folgen

Die Synode hatte am Vormittag in der aktuellen Stunde über die Folgen der Corona-Krise für Menschen mit weniger Einkommen diskutiert und nahm dankbar den Antrag an, den Ernst-Wilhelm Gohl auch im Namen von Matthias Böhler und Prof. Dr. Martin Plümicke eingebracht hatte. Er sah die Verdoppelung vor - obwohl auch die finanzielle Situation der Landeskirche in den kommenden Monaten und Jahren nicht gerade rosig sein wird, wie Finanzdezernent Oberkirchenrat Dr. Martin Kastrup kurz zuvor klar gemacht hatte.

Bereits in der Aussprache zum Antrag hatte sich die Mehrheit abgezeichnet. Matthias Hanßmann (Vaihingen/Enz / Mühlacker) sagte: „Ich finde dieses Signal sehr wichtig.“ Antje Fetzer (Waiblingen/Backnang) begrüßte den Antrag. Und Christiane Mörk (Besigheim/Brackenheim) sagte: „Wenn die Kirche Mut machen möchte, muss sie den Mut haben, selbst in Vorleistung zu gehen, bevor sie um Spenden bittet.“

Dank von Diakonie-Vorsitzendem Kaufmann

In einem ersten Schritt hatte das Diakonische Werk bereits 150.000 Euro aus dem schon bestehenden Fonds »Diakonie gegen Armut« zur Verfügung gestellt, um schnell und unbürokratisch helfen zu können. Daneben waren bereits 6.000 Euro über eine Spendenaktion eingegangen. Doch diese Mittel seien bereits weitgehend ausgegeben, sagte Finanzausschussvorsitzender Tobias Geiger. Sie flossen direkt an Leidtragende der Corona-Krise.

Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Württemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, dankte der Synode für „dieses deutliche und klare Zeichen, das Sie für Menschen in Armut gesetzt haben“. Ihm sei von Anfang an wichtig gewesen, dass Diakonie und Landeskirche gemeinsam hinter diesem Fonds stehen, damit deutlich werde, „wir tun das aus dem Evangelium heraus“. Es sei auch ein wichtiges Zeichen in Richtung Politik. In den kommenden Monaten werden auch weiter Spenden von Mutmachern und für die direkte Hilfen an Betroffene gesammelt.

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