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Markus Schoch wird Prälat von Reutlingen

Der Pfarrer leitete bisher die Evangelisch-Lutherische Kirche Georgien

Der württembergische Pfarrer Markus Schoch wird neuer Regionalbischof des Reutlinger Sprengels. Er ist Nachfolger des Prälaten Christian Rose. Schoch ist seit November 2017 Bischof von Georgien und dem südlichen Kaukasus und hatte bereits zuvor mehrere Stellen in Auslandsgemeinden inne.

Markus Schoch ist Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien und kehrt für seine neue Aufgabe zurück nach Deutschland.Oliver Hoesch

Markus Schoch wird neuer Prälat von Reutlingen, wie der Landeskirchenausschuss der Evangelischen Landeskirche in Württemberg beschlossen hat. Er ist derzeit Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Georgien mit Amtssitz in Tiflis und tritt in seinem neuen Amt die Nachfolge von Prälat Christian Rose an, der im Sommer in den Ruhestand gegangen ist.

Markus Schoch, geboren 1966 in Schwäbisch Hall, leitet seit November 2017 als Bischof die Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien und dem südlichen Kaukasus mit insgesamt neun Gemeinden in Georgien, Aserbaidschan, Armenien und Abchasien.

Pfarrer in Russland und Lettland

Bereits zuvor war er auf Stationen im Ausland eingesetzt: Von 2000 bis 2004 als Pfarrer im russischen Samara und Propst für den Bereich Mittlere Wolga, sowie von 2012 bis 2017 in Riga als Pfarrer der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland.

„Ich freue mich auf diese wichtige Arbeit an der Schnittstelle von Gemeinde und Kirchenleitung.“

Markus Schoch

„Wahrnehmen, was die Gemeinden vor Ort bewegt“

„Unsere Kirche, wie auch die Gesellschaft, steht vor großen Herausforderungen und Veränderungen. Ich will wahrnehmen, was die Gemeinden vor Ort bewegt, und will mithelfen, dass Kirche und die Menschen in ihr weiterhin mit Freude ihren Dienst tun können.“ Dabei sei es manchmal hilfreich, über den eigenen Kirchturm hinaus zu blicken und wahrzunehmen, welche anderen Erfahrungen es auch noch gibt. „Das Reich Gottes hängt nicht von Strukturen ab, aber die Strukturen müssen so sein, dass sie den Menschen dienen.“

Schoch studierte Theologie in Tübingen, Leipzig und Jerusalem und arbeitete nach seinem Ausbildungsvikariat in Kleingartach beim Dekan in Heidenheim sowie als Gemeindepfarrer an der Martinskirche in Sindelfingen.

Als Mitglied im Schwäbischen Albverein ist er in seiner Freizeit beim Wandern in der Natur unterwegs und lernt auf Reisen gerne andere Länder und Kulturen kennen.

Sein Amt als Prälat von Reutlingen wird Markus Schoch voraussichtlich im Frühjahr 2022 antreten.


Die Prälatur Reutlingen

  • Die Prälatur Reutlingen erstreckt sich von Freudenstadt bis auf die Schwäbische Alb und von Tuttlingen bis Leonberg.
  • Sie besteht aus zwölf Kirchenbezirken mit rund 598.000 Christinnen und Christen in 392 Kirchengemeinden. 
  • Auf dem Gebiet der Reutlinger Prälatur liegen unter anderem Einrichtungen wie die Mariaberger Heime, die BruderhausDiakonie, ein Campus der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen, die theologische Fakultät in Tübingen, das Stift Urach, die Liebenzeller Mission und das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm).

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