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Fachtag: „Pilgern neu entdecken“

Für Pilger gibt es ein reichhaltiges Angebot in Baden-Württemberg

Die Pilgerwege in Baden-Württemberg sind für viele Menschen eine gerne genutzte Chance für eine Auszeit. Vor diesem Hintergrund und um das reichhaltige Pilger-Angebot im Land vorzustellen, lädt die „Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus“ der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg zu einer Tagung ein.

Auch in Baden-Württemberg bieten viele Pilgerwege die Möglichkeit zur Erholung und Besinnung. erge / Pixabay

Unter der Überschrift „Die Sehnsucht ist größer – Pilgern neu entdecken“ findet diese am Freitag, 23. April 2021, im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart statt. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Sollte eine Präsenzveranstaltung wegen Corona nicht möglich sein, wird die Tagung in einem digitalen Format angeboten. 

Zu entdecken gibt es in Baden-Württemberg ein vielfältiges Pilgerangebot: Den Jakobusweg, den Martinusweg, den Oberschwäbische Pilgerweg, „Pilgerschön für Frauen“ im badischen Landesteil, Pilgerwege im Nationalpark oder den MeinRadweg von Rottenburg nach Einsiedeln in der Schweiz. Hinzu kommen viele regionale Wege. Ingrid Knöll-Herde, Evangelische Landeskirche in Baden, stellt fest: „Die Sehnsucht der Menschen, sich auf den Weg zu machen, war schon immer da. Pilgernde machen sich auf den Weg und sind empfänglich für die Begegnungen mit sich selbst, mit anderen, mit Gott.“ Und Dr. Norbert Kebekus, Erzdiözese Freiburg, schließt an: „Ob auf dem Badischen Jakobsweg oder im Nationalpark: Pilgern ist eine Auszeit für Leib und Seele. Und zugleich eine schöne Art, die Heimat als Reiseziel zu entdecken.“

Pilgerwege als gute Ergänzung zu Wanderwegen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Stuttgart stehen dabei zwei Vorträge: Dr. Christian Antz, Honorarprofessor am Deutschen Institut für Tourismusforschung in Heide, spricht zum Thema „Slow und Spirituell – Die (Wieder-)Entdeckung der Geborgenheit“ und Buchautor Dr. Detlef Lienau, Freiburg,referiert  über das Thema „Das habe ich mir selbst erlaufen – Pilgern als Suche nach Gewissheit und Authentizität“.  Zudem gibt es Impulse zu den Themen: „Mit Hashtags auf dem Jakobsweg. Pilgern im Spiegel von Social Media“, „Kraftquelle Samstagspilgern – Kirche und Tourismus kooperieren im Allgäu“, „Pilgerschön – Pilgern weiblich“ und „Pilgern in Lebensübergängen“.

Dabei lohnt sich auch für die Touristiker im Land ein Blick auf die Pilgerwege, denn diese sind eine gute Ergänzung zu den bestehenden Wanderwegen. Die Tagung versucht so auch die Frage zu beantworten, wie das Zusammenspiel zwischen den Kirchen und Verantwortungsträgern im  Tourismus aussehen könnte, damit beide Seiten von der Kooperation profitieren. 

Pilgern ist Chance zum Nachdenken

Seitens der Landesarbeitsgemeinschaft stellt Achim Wicker, Diözese Rottenburg-Stuttgart, fest:  „Vor zehn Jahren wurde der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gegründet. Seit fünf Jahren gibt es eine europäische Mittelroute. Das Interesse am Weg ist insbesondere in Baden-Württemberg groß und zeigt uns die Sehnsucht der Menschen, auch neue Pilgerwege zu entdecken. Ganz im Sinne von Sankt Martin teilen die Pilgerinnen und Pilger Zeit, Gedanken und Gebete.“  Und Karl-Heinz Jaworski, Evangelische Landeskirche in Württemberg, fügt hinzu: „Auf dem Weg zu sein, bietet die Chance zum Nachdenken über Gott und die Welt und manchmal auch sich selbst.  Wer sich aufmacht, lässt Ballast hinter sich und wird frei für Neues.“ 

Fragen rund die Fachtagung beantwortet Katja Löffler vom Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die per E-Mail an KLoeffler@bo.drs.de kontaktiert werden kann. Interessierte werden gebeten, sich bis zum Montag, 15. März, für die Tagung anzumelden, und zwar unter www.kirche-tourismus-bw.de/fachtag2021



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