| Landeskirche

Kirchen aus neuen Blickwinkeln sehen

Tag des offenen Denkmals erlaubt ungewohnte Einblicke

„Schein und Sein“ - unter diesem Motto findet dieses Jahr am 12. September der Tag des offenen Denkmals statt. Zahlreiche Kirchen öffnen dabei ihre Pforten und gewähren ungewöhnliche Einblicke. Drei Beispiele aus der württembergischen Landeskirche.

Die Deckengemälde in St. Martin in Biberach/Riß zeigen eine gleich mehrere Stockwerke hohe Scheinarchitektur.Andreas Praefcke / gemeinfrei, Wikimedia
Die Esslinger Frauenkirche öffnet am Tag des offenen Denkmals nicht nur die Türen, sondern auch den Kirchturm. Peter Wolf / Pixabay

Ein Beispiel: Die Esslinger Frauenkirche. Führungen zur Baugeschichte zeigen am Tag des offenen Denkmals, wie sich auch modernere Architektur in die Kirche aus dem Mittelalter einfügt. Bei einer Führung um 14:30 Uhr lernen Interessierte die verschiedenen Baustile und Elemente kennen. Hoch hinaus geht es beim Aufstieg auf den Kirchturm mit Besichtigung des Glockenstuhls. Dort befinden sich auch die drei originalen Glocken aus dem Mittelalter. Bei drei Führungen im Turm können Interessierte einen anderen Blick auf die Kirche und die Stadt erhaschen. Um 12:00 Uhr geht es im Rahmen einer Führung um die Bezeichnung des Bauwerks – Kapelle, Kirche oder Kathedrale? Eine digitale Tour durch den Turm mit einem Rundum-Ausblick ist ab Sonntag unter https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/aktionstag/veranstaltung/turm-der-frauenkirche-aufstieg-zum-engel verfügbar.

Die Stadtpfarrkirche St. Martin in Biberach an der Riß ist eine ursprünglich gotische Basilika, die später barock umgestaltet wurde. Evangelische und katholische Gemeinde nutzen die Kirche gemeinsam. Um 13:30 Uhr geht eine Führung auf die verschiedenen Stile ein, die sich ineinander einfügen, um 15:00 Uhr findet eine Führung statt, die sich mit konfessionellen Stil- und Bilderwelten der simultan genutzten Kirche befasst.

Von 13:00 bis 17:00 Uhr finden in der Barbarakapelle in Lauchheim stündlich Führungen zur Baugeschichte statt. Die Kapelle stammt aus dem 14. Jahrhundert, der Chor ist mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert verziert. 1625 wurde die Kapelle grundlegend verändert – passend zum Motto des Tags des offenen Denkmals spielt die „Scheinarchitektur“ hier eine große Rolle. 



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