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Spendenaufruf für Tsunami-Opfer

Menschen in Indonesien brauchen Unterstützung

Über 1.400 Menschen sind auf der indonesischen Insel Sulawesi nach einem Tsunami ums Leben gekommen. Vor allem die Inselhauptstadt Palu wurde von der Flutwelle getroffen. Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) unterstützt das Nothilfeprogramm des Indonesischen Kirchenrats (CCI) mit 10.000 Euro und bittet dringend um Spenden für die Betroffenen der Naturkatastrophen. Auch Partner der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen die Überlebenden mit Nahrungsmitteln und Notunterkünften.

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Pure Verwüstung: Sulawesi nach dem Tsunami © Junita Lasut / EMS

Zwei schwere Erdbeben hatten am Freitag kurz hintereinander die Insel Sulawesi in Indonesien erschüttert. Der darauffolgende Tsunami hat entlang der Nordwestküste eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Strand, Straßen und Häuser wurden überschwemmt, Menschen wurden von den Wassermassen mitgerissen. Auf den Tsunami folgten zahlreiche Nachbeben. Ganze Landstriche wurden unter Erdrutschen begraben. Die Stromversorgung und die Kommunikation wurden unterbrochen. Viele wissen nicht, ob ihre Angehörigen noch leben. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzusehen. Die Rettungsarbeiten verlaufen schleppend, da wichtige Teile der Infrastruktur zerstört wurden.

Die Menschen benötigen jetzt unsere Hilfe

„Es ist gerade jetzt besonders wichtig, dass sich unsere Schwestern und Brüder in unseren Mitgliedskirchen als auch in der gesamten Region von Donggala in Zentralsulawesi darauf verlassen können, dass wir an sie denken und für sie beten“, betonte Kerstin Neuman, kommissarische Generalsekretärin der EMS. „Zugleich ist es wichtig, dass wir finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um zunächst einmal das Allernötigste zu organisieren.“

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf. „Der Tsunami hat über tausende Menschen in Indonesien unvorstellbares Leid gebracht“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. „Wir dürfen die Menschen in dieser schweren Stunde nicht alleine lassen.“


Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) ist ein Zusammenschluss von 23 Kirchen, darunter auch die Evangelische Landeskirchein Württemberg sowie fünf Missionsgesellschaften in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Europa mit Sitz in Stuttgart.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt seit 60 Jahren Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.


EMS-Mitgliedskirchen helfen vor Ort

Die indonesischen Partnerkirchen der EMS leisten derzeit Soforthilfe. In Zusammenarbeit mit dem nationalen Kirchenrat der evangelischen Kirchen in Indonesien (CCI) wurden die ersten Hilfsstationen errichtet. Die Mitarbeitenden der Kirchen sowie zahlreiche freiwillige Helfer unterstützen die Bergungsarbeiten vor Ort, verteilen Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Außerdem bieten sie den traumatisierten Opfern seelsorgerliche Unterstützung an. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der der EMS-Mitgliedskirche Gereja Protestan Indonesia Donggala (GPID), die in der am stärksten vom Tsumani betroffenen Region beheimatet ist, leisten Nothilfe und beerdigen die Toten.


Spendenkonten


Evangelische Mission in Solidarität e.V.
Evangelische Bank
IBAN: DE85 5206 0410 0000 0001 24
Verwendungszweck „Nothilfe Sulawesi“
Online unter: www.ems-online.org


Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Erdbebenhilfe Indonesien
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/