Aktuelles rund ums Corona-Virus

Jüngste Aktualisierung: 3. April, 15:00 Uhr

Das Corona-Virus breitet sich auch im Südwesten noch weiter aus (Symbolfoto).Pixabay

Stuttgart. Es geht leider Schlag auf Schlag: Die rasante Corona-Epidemie zwingt uns zu immer neuen Einschränkungen. Die württembergische Landeskirche stellt den Schutz gefährdeter Menschen in den Vordergrund und möchte möglichst viel dazu beitragen, die Verbreitung des Virus' zu bremsen. Und zwar ohne dabei die Kernaufgabe aus den Augen zu verlieren: Wir wollen für die Menschen da sein, die uns brauchen - auch wenn das in dieser Zeit heißt, neue Wege zu beschreiten. Auf dieser Seite finden sie Tipps und Handlungshinweise zum Virus, die wir ständig aktualisieren. Daneben gibt es zwei weitere wichtige Service-Seiten für die Zeit ohne Gottesdienste: eine für geistliche Impulse und eine Sammlung von Ideen, wie gemeindliches Leben auch ohne direkten, persönlichen Kontakt gelingen kann. Wenn Sie Fragen zum Virus und seinen Folgen haben, können Sie diese an die E-Mail-Adresse corona@elk-wue.de schicken.

3. April - Geltungsdauer der Einschränkungen

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Die Landeskirche hat gegenüber dem Staatsministerium Baden-Württemberg auf Unstimmigkeiten in der Corona-Verordnung des Landes hingewiesen. So ist vorgesehen, dass Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Theater, Kinos u.a. vorerst bis zum 19. April 2020 geschlossen, Veranstaltungen oder Ansammlungen in Kirchen aber bis zum 15. Juni 2020 untersagt sind. In seiner Antwort hat das Staatsministerium diese Unstimmigkeiten eingeräumt und mit der dynamischen Situation der Corona-Krise erklärt. Eine Ungleichbehandlung der Kirchen habe man nicht beabsichtigt. In ihrer Wirkung seien die Maßnahmen für alle Betroffenen gleich und würden auch so gehandhabt. Jede Maßnahme werde unabhängig von den Befristungen in der Corona-Verordnung laufend geprüft und erforderlichenfalls angepasst. Sollte sich die Lage so entwickeln, dass es nach dem 19. April 2020 tatsächlich zu ersten vorsichtigen Öffnungen kommen können, „werden die Kirchen davon sicher nicht ausgenommen bleiben“, so das Staatsministerium. Offen bleibt aber, ob überhaupt schon im April erste Lockerungen erfolgen.

2. April - Neue Bestimmungen zu Bestattungen

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Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat neue Bestimmungen zu Bestattungen während der Corona-Krise getroffen. Nunmehr gilt, dass neben dem engsten Familienkreis (Personen, die in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen und Partnern) fünf weitere Personen teilnehmen können. Pfarrer werden nicht eingerechnet. Bestatter und weitere Helfer bleiben ebenso bei der Berechnung außer Betracht, wenn kein Kontakt mit der Trauergemeinde stattfindet. Ob diese Regelungen bei einer weiteren Verschärfung der Infektionsschutzbestimmungen Bestand haben, bleibt abzuwarten. Die Ortspolizeibehörden können strengere Regelungen treffen.

1. April - Geschützt vor Corona, bedroht in der Familie

Experten rechnen mit Zunahme von häuslicher Gewalt - Hier gibt's Hilfe

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Ursula Kress, Beauftragte für Chancengleichheit im Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Ansprechpartnerin in Fällen sexualisierter Gewalt, befürchtet für die nächste Zeit einen deutlichen Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt. Denn: „Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus führen zu erheblichen familiären Belastungen.“

Ihre Sorge teilt sie mit vielen anderen Experten. So sagte der Berliner Paartherapeut und Beziehungscoach Hergen von Huchting gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Die häusliche Gewalt wird steigen, das ist jetzt schon klar. In China schnellten nach vier Wochen Quarantäne die Scheidungsraten in die Höhe.“

Kontaktadressen für Hilfesuchende

Besonders groß sei das Risiko für Frauen, erklärt Ursula Kress.  Es könnten aber auch Kinder und Männer von häuslicher Gewalt betroffen sein.  Sie hat deshalb zusammengetragen, an welche Kontaktadressen sich Hilfesuchende in Baden-Württemberg wenden können.

Mehr Informationen und sämtliche Adressen finden Sie im Artikel auf der Startseite unter dem folgenden Link:


Handlungsempfehlungen

Aus Rücksicht auf Gefährdete

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Alle Gottesdienste - auch Oster- und Konfirmationsgottesdienste - absagen und verschieben

1. Als Folge der staatlichen Vorgaben hat der Oberkirchenrat alle Gottesdienste bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch in der Karwoche und an Ostern wird das Evangelium nicht im Predigtgottesdienst der Gemeinde verkündet, sondern in anderer Form, etwa in Hörfunk und Fernsehen oder im Internet. Die Konfirmationstage im April und Mai werden aufgehoben. Die Kirchengemeinderäte können selbst festlegen, welches die für sie geeigneten Ersatztermine sind. Stand heute ist davon auszugehen, dass Zusammenkünfte in Kirchen bis zum 15. Juni 2020 durch die Corona-Verordnung des Landes verboten sind. Die Glocken werden zu den Gottesdienstzeiten trotzdem geläutet. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie hauptamtliche Seelsorger können zu den Zeiten für Einzelgespräche zur Verfügung stehen. Die amtlichen Beschränkungen und Abstandsregelungen sind dabei unbedingt einzuhalten.

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg lädt dazu ein, sich täglich um 19:30 Uhr mit anderen Christen im Gebet zu verbinden. Zu diesem Gebet sollen die Betglocke geläutet werden.Eine Kerze ins Fenster zu stellen, könne ebenfalls ein Zeichen des christlichen Miteinanders und der Solidarität mit den am Corona-Virus Erkrankten sein, sagte Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July. „Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“  In Baden-Württemberg ist das Glockenläuten auch ein Signal der Ökumene: Auch die Kirchengemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Evangelischen Landeskirche in Baden sind von ihren Kirchenleitungen aufgerufen, jeweils um 19.30 Uhr ihre Gemeindeglieder zum Gebet einzuladen.

Pfarrämter für Publikumsverkehr geschlossen

1a. Die Pfarrämter sind mit sofortiger Wirkung für den Publikumsverkehr zu schließen. Wenn Menschen beim Pfarrhaus oder im Gemeindebüro klingeln, sollen sie mit dem nötigen Sicherheitsabstand über die neue Lage informiert und auf die Erreichbarkeit über Telefon und digitalen Medien hingewiesen werden. Wenn es in Dekanatämtern oder großen Pfarrämtern mehrere Mitarbeiter gibt, sollen diese wenn möglich im Homeoffice oder aber im rollierenden System arbeiten, damit es möglichst keine persönlichen Kontakte zwischen ihnen gibt. Der Publikumsverkehr muss ausgeschlossen sein. In kleineren Pfarrämtern, sollten die Mitarbeitenden zu Hause bleiben. Die Telefone und Mails müssen auf die Pfarrerin oder den Pfarrer umgeleitet werden. Sollte eine Pfarrerin oder ein Pfarrer unter Quarantäne stehen, gilt das Haus als komplett geschlossen. Dann kann niemand mehr das Büro aufsuchen.

Schließung von Gemeindehäusern und Gemeindezentren

1b. Der Oberkirchenrat hat entschieden, dass alle Gemeindehäuser und Gemeindezentren geschlossen werden müssen. Dies gilt zunächst bis zum 19. April. Der Zeitraum wird verlängert, wenn die Schulen und Kitas über diesen Termin hinaus geschlossen bleiben. Weil die Bekämpfung der Corona-Pandemie eine möglichst weitgehende Vermeidung von Ansteckungsmöglichkeiten erfordert, müssen die Kirchengemeinden - wie andere auch - bei ihren Veranstaltungen und Gruppen einen erheblichen Verzicht leisten. Die Einschränkungen sind aber notwendig, gerade zum Schutz von besonders gefährdeten Personen. Daher sollen sich die von der Schließung der Gebäude betroffenen Gruppen und Kreise auch nicht andernorts treffen. Zutritt zu den Gemeinderäumen ist nur noch für Wartungsarbeiten oder unumgängliche Reparaturarbeiten möglich. 

Telefonketten und schriftliche Mitteilungen

2. Wir bitten Sie, vor Ort telefonische oder digitale Kommunikationsketten aufzubauen, damit Menschen, die zu Hause bleiben müssen, nicht von allen sozialen Kontakten abgeschnitten sind. Denken Sie dabei besonders an ältere Menschen und Menschen mit besonderen gesundheitlichen Risiken. Bitte informieren Sie die Menschen in Ihren Gemeinden, wie sie seelsorgerliche Begleitung erhalten, etwa telefonisch oder per Mail.

Wo möglich, sollen Streaming-Angebote oder On-Demand-Angebote (Audio und / oder Video) gemacht werden. Der Oberkirchenrat bittet darum, solche Angebote über dieses Formular mitzuteilen, damit wir alle Interessierten darauf hinweisen können. 

2a. Wir empfehlen, auf das Austragen von Gemeindebriefen und Wurfsendungen möglichst zu verzichten. Wo es verantwortbar scheint, Briefe zu versenden, sollten diese nicht handschriftlich verfasst werden und nur mit Mundschutz und Handschuhen ausgedruckt, eingetütet und eingeworfen werden.

Beerdigungen unter besonderen Vorgaben

3. Beerdigungen unter freiem Himmel sind zulässig, wenn sie im engsten Familienkreis abgehalten werden. Fünf weitere Personen sind zulässig.  Die Anwesenden sind nach Vorgabe der Behörde in eine Liste einzutragen für eine spätere Nachvollziehbarkeit. Der oder die Geistliche ist auf den teilnehmenden Personenkreis nicht anzurechnen. Die Bestatter und das weitere Friedhofspersonal sollen ein Zusammentreffen mit der Trauergemeinde vermeiden. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Kultusministeriums sowie unten auf dieser Seite unter dem Reiter Nähere Regelungen zu Bestattungen. Die begleitenden Seelsorge- und Vorbereitungsgespräche sollten nach Möglichkeit telefonisch oder in anderer moderner Form (MS Teams, Skype, FaceTime...) geführt werden. Hinweis: Es gibt gute Erfahrungen damit, die Beerdigung zu filmen, so dass sie später auch mit denen angeschaut werden kann, die aufgrund der Beschränkung der Personenzahl nicht dabei sein durften.

Andere Kasualgottesdienste absagen

4. Alle anderen Kasualgottesdienste sind abzusagen. Ausgenommen sind nach den Maßgaben der Landesregierung „Jähtaufen" (Nottaufen durch Pfarrerinnen und Pfarrer) und in vergleichbaren schweren Fällen unaufschiebbare Trauungen, die weiterhin stattfinden.

Gremiensitzungen in Zeiten von Corona

5. Sowohl der Geschäftsführende Ausschuss der Landessynode, das „Notparlament“ der Landeskirche, als auch das Kollegium des Oberkirchenrats können sich ab sofort mittels Videokonferenz zusammenschalten und Beschlüsse fassen. Damit ist die Landeskirche arbeitsfähig, auch wenn soziale Kontakte weiter eingeschränkt werden oder Gremienmitglieder unter Quarantäne stehen.

Die Kirchengemeinden und Kirchenbezirke werden durch eine gesetzesvertretende Anordnung des Geschäftsführenden Ausschusses in die Lage versetzt, stärker mit Umlaufverfahren zu arbeiten. Wahlen können als Briefwahlen abgehalten werden. Wo das technisch möglich ist, kann ebenfalls vom Mittel einer Videokonferenz Gebrauch gemacht werden. PC-im-Pfarramt ist mittlerweile mit Office 365 ausgestattet und damit auch mit dem Videokonferenzmodul von Microsoft Teams. Voraussetzung dafür ist eine Entscheidung der beiden Vorsitzenden des Kirchengemeinderats. Diese Möglichkeiten kommen in begrenztem Umfang auch bei der Pfarrstellenbesetzung zur Anwendung. Alles Nähere zu den Verfahren in Kirchengemeinden und Kirchenbezirken finden sie in einer entsprechenden Handreichung des Oberkirchenrats. Hilfreiche Hinweise gibt es zudem hier unter dem Reiter Gremien.

Evangelische Schulen bleiben geschlossen

6. Im Rahmen der allgemeinen Schulschließungen in Baden-Württemberg bleiben auch die evangelischen Schulen und Kindertagesstätten bis auf Weiteres geschlossen. Selbiges gilt nach Entscheidung der Landesregierung auch für andere Bildungseinrichtungen jeglicher Art.

Konfirmandenunterricht wird ab sofort ausgesetzt

6a. Der Konfirmandenunterricht wird ab sofort ausgesetzt. Pfarrerinnen und Pfarrer sind gebeten, den Kontakt zu ihren Konfirmanden auf anderem Wege zu pflegen, zum Beispiel über die digitalen Medien. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die KonApp, über die auch bibeldidaktische Inhalte und Materialien zugänglich gemacht werden können. Pfarrer und Konfi-Gruppenleiter können über die Webseite eine Gruppe einrichten sowie spezifische Inhalte hinterlegen – und das kostenlos. Weitere Informationen finden Sie hier

Verzicht auf weitere Veranstaltungen

7. Bund und Länder haben private Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen untersagt, um die Ausbreitung des Corona-Virus so weit wie möglich zu bremsen. Daraus ergibt sich, auch alle Veranstaltungen, Konzerte, Chorproben, Konferenzen und Besprechungen abzusagen, die nicht zwingend notwendig sind. Wo möglich, können stattdessen Video- oder Telefonkonferenzen abgehalten werden.

Weltweite Reisewarnung

8. Wegen der stark wachsenden Verbreitung des Corona-Virus hat das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung herausgegeben. Sie gilt für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland. Das Risiko, dass Reisende ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten könnten, sei in vielen Destinationen derzeit hoch. Dies ist dringend zu beachten.

Auch Dienstreisen sollen generell vermieden werden. An ihrer Stelle können Video- oder Telefonkonferenzen abgehalten werden.

Erreichbarkeit des Oberkirchenrats

9. Der Oberkirchenrat (OKR) ist in den nächsten Wochen am besten über die E-Mail-Adresse okr@elk-wue.de zu erreichen. Bitte machen Sie von dieser Kontaktmöglichkeit Gebrauch, auch in Fällen, in denen der Dienstweg eingehalten werden müsste. Setzen Sie die einzubeziehenden Dienststellen in diesem Fall ins CC. Die Nachsendung per Post genügt in diesem Fall. Dies ermöglicht es, dass ein Großteil der Mitarbeitenden erreichbar ist, auch wenn eine Arbeit im Dienstgebäude nicht möglich sein sollte. Wir weisen darauf hin, dass der externe Zutritt zum Oberkirchenrat auf angemeldete Besucher beschränkt ist.

OKR beobachtet weitere Entwicklung

10. Der Oberkirchenrat beobachtet die Entwicklung weiterhin genau und informiert hier aktuell über Veränderung. Bitte informieren Sie sich auch auf der Seite des Robert-Koch-Instituts und passen Sie Ihre Handlungsweise an die Empfehlungen an.

Der Beitrag wurde aktualisiert. Stand: 2. April, 10:20 Uhr

Fragen und Antworten

Was viele Menschen wissen möchten

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Die Ereignisse überschlagen sich derzeit täglich, manchmal sogar stündlich. Dennoch tauchen manche Fragen immer wieder auf. Wir haben an dieser Stelle ein paar solcher Fragen gesammelt und beantwortet. Vielleicht können wir Ihnen damit schon ein bisschen weiterhelfen. Wenn Sie Ihre Frage hier allerdings nicht beantwortet finden, haben Sie bitte keine Scheu, von unserer E-Mail-Adresse Gebrauch zu machen. Unter der Internetadresse corona@elk-wue.de helfen Ihnen fachkundige Kolleginnen und Kollegen aus dem Oberkirchenrat sehr gern weiter.

Stand: 24. März, 14:15 Uhr

Es finden ab sofort und bis auf Weiteres keine Gottesdienste mehr statt. Die Glocken sollen dennoch zur Gottesdienstzeit läuten. Wenn möglich, sollten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie hauptamtliche Seelsorger zur Zeit des Gottesdienstbeginns vor Ort und ansprechbar sein. Die jeweiles aktuellen Kontaktbeschränkungen - Anzahl und Abstand - sind dabei selbstverständlich zu berücksichtigen.

Beerdigungsgottesdienste werden unter freiem Himmel durchgeführt, mit höchstens zehn teilnehmenden Menschen. Weitere Informationen finden Sie oben. Die begleitenden Seelsorge- und Vorbereitungsgespräche sollten in möglichst kleinem Kreis geführt werden. Alle anderen Kasualgottesdienste sind entsprechend der dringenden Empfehlung des Oberkirchenrates abzusagen. Ausgenommen sind Jähtaufen (Nottaufen durch Pfarrerinnen und Pfarrer), die weiterhin stattfinden.

Ehrenamtliche seelsorgerliche Besuche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

Hauptamtlich Seelsorgende, auch Seelsorgende mit einem Teilauftrag in Krankenhäusern oder Altenheimen, bleiben dienstverpflichtet. Sie stimmen sich jeweils mit den von ihnen betreuten Einrichtungen ab, wie verfahren werden soll; sie unterliegen den hygienischen Bedingungen, die für das Pflegepersonal gelten, und müssen von den Einrichtungen gegebenenfalls mit Schutzmaterial ausgestattet werden. 

Bis auf Weiteres kann Seelsorge nicht mehr durch den Besuch zu Hause stattfinden, weil insbesondere der Kontakt zwischen Jüngeren und Älteren ein hohes Ansteckungsrisiko in sich trägt. Es wird empfohlen, zu telefonieren oder moderne Kommunikationsformen wie etwa Microsoft Teams und Skype zu nutzen.

Ja, bis auf Weiteres bleiben auch die evangelischen Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Sollten sich dadurch arbeitsrechtliche Fragen ergeben, schauen Sie bitte unten in unser Download-Dokument "Arbeitsrechtliche Folgen der Corona-Pandemie".

Auch der Konfirmandenunterricht wird ab sofort ausgesetzt. Pfarrerinnen und Pfarrer sind gebeten, mit ihren Konfirmanden über die digitalen Medien den Austausch zu pflegen und den Kontakt zu halten. Eine gute Möglichkeit bietet die kostenlose KonApp, welche die inhaltliche Arbeit und Gruppenorganisation unterstützt. Weitere Informationen finden Sie hier

Bund und Länder untersagen private Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen. Folglich ist auf nicht zwingend notwendige Treffen und Kreise unbedingt zu verzichten. Sämtliche Veranstaltungen, Konzerte, Proben und ähnliches sind ebenfalls ab sofort und bis auf Weiteres abzusagen. Selbst bei kleinen Konferenzen und Arbeitsbesprechungen sollte stets dringend hinterfragt werden, ob diese wirklich notwendig sind. Wo irgendmöglich, sollte auf Videobesprechungen und Telefonkonferenzen umgestiegen werden.

Unter Umständen kann beispielsweise ein Verlust der Lohnfortzahlung drohen. Entscheidend ist, ob der Mitarbeiter ein Verschulden hat. Ein Verschulden kommt in Betracht, wenn er im Rahmen einer Privatreise gegen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verstoßen hat. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, auf Verlangen des Arbeitgebers die für die Entstehung der Krankheit erheblichen Umstände im Einzelnen darzulegen.

Durch die infolge der Corona-Pandemie erforderlichen Maßnahmen bedarf es eines speziellen Vorgehens, damit die MAV-Wahlen ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Wichtige Hinweise dazu finden Sie im Dokument zu den MAV-Wahlen im Download-Bereich, etwas weiter unten auf dieser Seite.

  • Informationen zu MAV-Wahlen
    • Mitteilung der Bundesregierung zu Corona-Maßnahmen
      download

      Info: 48 KB | PDF
      16.03.2020

    • MAV-Wahlen.pdf
      download

      Info: 42 KB | PDF
      17.03.2020

    • Arbeitsrechtliche Folgen der Corona-Pandemie
      download

      Info: 97 KB | PDF
      16.03.2020

    • Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie (BDA)
      download

      Info: 1 MB | PDF
      13.03.2020

    • Plakat „So schützen wir uns“
      download

      Info: 103 KB | PDF
      13.03.2020

Vermeiden Sie das Zusammentreffen mit anderen Menschen. Gehen Sie - wenn es möglich ist - werktags zu außergewöhnlichen Zeiten einkaufen. Wenn sich die Begegnung mit anderen nicht vermeiden lässt, versuchen Sie einen möglichst großen Abstand von zwei Metern zu halten. Wichtig ist daneben vor allem ausgiebiges und gründliches Händewaschen für mindestens 20 bis 30 Sekunden. 


Was Sie sonst noch wissen sollten

Eben noch topaktuell, sind die neuesten Hinweise schnell von noch neueren eingeholt. Die jeweils tagesaktuellen Informationen finden Sie ganz oben auf dieser Seite. Doch auch die News der vergangenen Tage sind oft noch richtig und hilfreich. Diese zum Teil ausführlichen Informationen finden Sie unten. Die Überschriften ermöglichen es Ihnen, sich zu orientieren und das herauszusuchen, was für Sie noch interessant sein könnte. Bitte beachten Sie dabei immer auch den Erscheinungstag am Ende der jeweiligen Information. 

Weitere Hinweise

Seelsorge in Krisenzeiten

Landesbischof und Oberkirchenrat konkretisieren Empfehlungen

Seelsorge kann bis auf Weiteres nicht mehr durch den Besuch zu Hause stattfinden, weil insbesondere der Kontakt zwischen Jüngeren und Älteren ein hohes Ansteckungsrisiko in sich trägt. Das gibt Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July in Abstimmung mit dem Oberkirchenrat bekannt. Die Landeskirche unterstütze die Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung uneingeschränkt, machte July in dem Schreiben deutlich. Und weiter appellierte er: "Bitte bedenken Sie auch: Sie selbst haben durch Ihre öffentliche Rolle sowohl eine Vorbildfunktion als auch ein Übertragungspotential."

Den vollständigen Brief sowie die Vorgaben im Einzelnen finden sie im Download unter diesem Text.

Stand: 26. März 20

  • Weitere Informationen
    • Hinweise zur Seelsorge in Krisenzeiten
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      Info: 254 KB |
      26.03.2020

Zur Schließung der Kindertagesstätten

Gemeinsame Handlungsempfehlung der Landeskirche und des Evangelischen Landesverbands Tageseinrichtungen für Kinder zur Umsetzung der Corona-Verordnung

Die gesamtgesellschaftliche Situation, mit der die Schließung der Kindertageseinrichtungen einhergeht, ist beispiellos und stellt uns alle vor vielfältige Herausforderungen. Die Schließungen der Kitas, das Einrichten der Notbetreuung, der Umgang mit den Maßnahmen – das alles haben wir alle noch nie erlebt und es verlangt viel von uns ab. Wir wissen, dass vor Ort die Verunsicherung groß und der Umgang mit den Anforderungen sehr unterschiedlich ist.

Wichtige Informationen finden Sie deshalb im Dokument unter diesem Text.

Stand: 24. März

  • Hinweise für Kindertagesstätten
    • Corona in Kitas
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      Info: 140 KB |
      24.03.2020

Kultusministerium konkretisiert seine Vorgaben

Das Kultusministerium hat seine Vorgaben für Erd- und Urnenbestattungen näher ausgeführt.

Kein Kontakt zum Friedhofspersonal

Demnach dürfen die Bestatter und das weitere Friedhofspersonal nicht mit der Trauergemeinde und nach Möglichkeit auch nicht mit der Geistlichen oder dem Geistlichen in Kontakt treten. Die Bestatter bringen den Sarg oder die Urne vor Eintreffen der Trauergemeinde an das Grab und ziehen sich dann zurück. Sie treten erst wieder ans Grab, wenn die Trauergemeinde gegangen ist.

Teinehmerzahl bleibt begrenzt

Die Zahl der Trauernden bleibt auf den engsten Familienkreis und fünf weitere Personen begrenzt. Wenn verfahren wird, wie es oben beschrieben ist, müssen Geistliche oder Geistlicher sowie die Zahl der Bestatter und Friedhofsmitarbeiter nicht auf die Teilnehmerzahl angerechnet werden.

Abstand zwischen Anwesenden einhalten

Unabhängig davon ist der vorgeschriebene Abstand von Person zu Person einzuhalten. Die weitere Verordnung sowie die Vorgaben der jeweils zuständigen Ortspolizeibehörde behalten weiter ihre Gültigkeit.

Stand: 2. April

Formulare werden per Post verschickt

In der aktuellen Situation werden Dienstausweise für Pfarrerinnen und Pfarrer unmittelbar von den Dekanatämtern ausgestellt. Die Dekanate erhalten in den nächsten Tagen entsprechende Formulare per Post. Der Antrag ist unter Beifügung eines aktuellen Lichtbildes schriftlich beim zuständigen Dekanatamt zu stellen. Die Dekanatämter vergeben die Ausweisnummern mit dem Zusatz des Autokennzeichens des Dekanatsitzes, senden dem Oberkirchenratelektronisch eine Kopie zu und führen das Ausweisverzeichnis nach § 7 Absatz 3 Verordnung über die Ausstellung von Dienstausweisen für Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeiter.

Andere kirchliche Beschäftigte benötigen derzeit keine Dienstausweise.

Stand: 23. März, 11:30 Uhr

Maßgaben des Landes zu religiösen Veranstaltungen

Das baden-württembergische Kultusministerium hat neue Maßgaben zum Corona-Erlass der Landesregierung in Bezug auf Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen erlassen.  Außerdem hat der Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Württemberg eine Handreichung für Kirchengemeinden herausgebracht, wie deren Gremien Präsenz-Abstimmung durch schriftliche Verfahren ersetzen können.

Im Folgenden erfahren Sie, wie sich diese auf das kirchliche Leben auswirken.

Stand: 20. März

  • Erfahren Sie mehr
    • Corona-Verordnung: Maßgaben zur Anwendung von § 3 - Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen
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      Info: 233 KB | PDF
      20.03.2020

Oberkirchenrat verweist auf Möglichkeit von Urlaub oder Zeitausgleich

1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen und Kitas

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulen und Kitas werden von Dienstag, 17. März, an unter Fortzahlung der Bezüge zunächst bis zum Ende der Osterferien freigestellt. Bereits beantragter Urlaub bleibt davon unberührt und ist entsprechend anzutreten. Von der Freistellung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszunehmen, die in Not-Kitas eingesetzt werden. Zudem kann jeder Arbeitgeber überlegen und entscheiden, ob er den Mitarbeitenden Aufgaben zugeweist, die von zu Hause erledigt werden können.

2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als betroffene Eltern

Wegen der Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen kommt eine bezahlte Freistellung von kirchlich Beschäftigten leider nicht in Betracht. Sollten Sie nicht zu einer Berufsgruppe gehören, für die eine Kinderbetreuung organisiert ist, und kann eine Kinderbetreuung nicht anderweitig (bitte nicht durch die Großeltern!) geregelt werden, können wir Sie nur auf Urlaub, Zeitausgleich und die Ansammlung von Unterstunden verweisen, die vorerst unbegrenzt genommen werden können, aber aus heutiger Sicht zu einem späteren Zeitpunkt auszugleichen sind. Sollten alle diese Möglichkeiten nicht in Betracht kommen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Allein die Angst, sich anzustecken, begründet keinen Anspruch auf Freistellung, es sei denn es liegen medizinisch belegbare Risiken vor.

Für das Homeoffice gilt Folgendes: Wo es möglich ist, kann im Homeoffice oder mobil gearbeitet werden. Um Kinder betreuen zu können, dürfen längere Pausen gemacht oder kann auch ohne Beschränkung auf die bestehende Gleitzeitregelung am frühen Morgen und am Abend gearbeitet werden. Voraussetzung ist die Einhaltung der elfstündigen Ruhezeit nach dem Arbeitszeitgesetz. Wir bitten die anderen kirchlichen Körperschaften dringend, sich daran zu orientieren.

Inwieweit eine Rückerstattung von Schulgeld oder von Beiträgen für Kinderbetreuungseinrichtungen kirchlicher Träger in Betracht kommt, wird noch geprüft. Sobald Klarheit hierüber besteht, wird auf dieser Seite darüber informiert.

Stand: 13. März, 16:44 Uhr