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„Stille Nacht“ aus 4.100 Kehlen

Erstes Stuttgarter Weihnachtssingen im Gazi-Stadion

Tolle Stimmung im Gazi-Stadion auf der Waldau.Florian Schützenberger/EMH

Stuttgart. Mehr als 4.100 Teilnehmer haben die Organisatoren des ersten Stuttgarter Weihnachtssingens am Sonntagabend im Gazi-Stadion gezählt. Auch Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July war unter den Sängerinnen und Sängern. Veranstalterin war die württembergische Landeskirche.

Auf dem Anstoßpunkt ein leuchtender Christbaum, am Strafraum zwei von innen erstrahlende Riesenfußbälle: Das erste Stuttgarter Weihnachtsliedersingen tauchte das Gazi-Stadion unter dem Fernsehturm in eine eigentümliche Atmosphäre. Wo sonst die Fans ihre Stuttgarter Kickers anfeuern, erklang am Sonntagabend aus rund 4.100 Kehlen eine Mischung aus Popsongs, Weihnachtschorälen und Friedensliedern.

Wenn der Text nicht parat ist...

Vorsänger Patrick Bopp von der Vocal Comedy-Truppe „FÜENF“ wollte an diesem Abend auch den letzten Singmuffel zum Einsatz der Stimme motivieren. Die erste Viertelstunde ließ er die Massen lustige Übungen absolvieren, bevor es mit dem eigentlichen Liedprogramm losging.

„Wenn ihr ein Lied nicht kennt, singt besonders laut“, schlug er vor. Die Gäste sollten zweite und dritte Stimmen zu den Songs einfach erfinden, schließlich „gibt es heute im Stadion keinen Videobeweis“.

Von „Tochter Zion“ bis zur „Weihnachtsbäckerei“

Die Mischung, die Bopp gemeinsam mit dem evangelische Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke zusammengestellt hatte, war bunt wie das Leben. Das Repertoire der Lieder reichte von kirchlichen Stücken wie „Tochter Zion“ über internationale Weihnachtslieder wie „Feliz Navidad“ bis hin zu Kindersongs wie „In der Weihnachtsbäckerei“.

„Stille Nacht“ 

In der „Nachspielzeit“ des ersten Weihnachtssingens in Stuttgart entließen die Stadionbesucher einander nach einem kirchlichen Segen mit „Stille Nacht, heilige Nacht.“

„Ich wünsche mir, dass das gemeinsame Singen wieder in unsere Gesellschaft zurückkehrt.“

Gerlinde Kretschmann, Schirmherrin des ersten Stuttgarter Weihnachtssingens

Schirmherrin Gerlinde Kretschmann las eine Weihnachtsgeschichte über einen hinkenden Hirten, der im Stall von Bethlehem eine heilsame Begegnung hatte. Sie erklärte zudem im Interview, warum sie die Veranstaltung unterstützt: „Ich wünschte mir, dass das gemeinsame Singen wieder in unsere Gesellschaft zurückkehrt.“

Unterstützung für den Vorsänger

Instrumental unterstützt wurde Vorsänger Bopp von Tobias Bodensiek und Till Müller-Kray an Bass und Schlagzeug sowie dem Blechbläser-Ensemble EJUS Brass unter Leitung von Christof Schmidt. Veranstalter des Weihnachtsliedersingens war die Evangelische Landeskirche in Württemberg in Zusammenarbeit mit der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Stadt Stuttgart und Sportvereinen wie den Stuttgarter Kickers.

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Erlös für zwei Stiftungen

Von jedem verkauften Ticket gehen jeweils 50 Cent an die Stiftung „Singen mit Kindern“ sowie die Kinderturnstiftung Baden-Württemberg. Auf diese Weise unterstützte die Veranstaltung die Ausbildung von Singpaten für Kindergärten und Anstrengungen für mehr Bewegungsfreundlichkeit im Kinderalltag.


Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)

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