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"Eine singende, musizierende Kirche"

17.000 feierten unter dem Motto „…da klingt Freiheit“ das Landeskirchenmusikfest

Mit einer Aufführung von Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias“ der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und den Stuttgarter Philharmonikern ist das dreitägige Landeskirchenmusikfest im Rahmen des Reformationsjubiläums am Sonntag, 16. Juli, zu Ende gegangen. Mehr als 17.000 Teilnehmer und Besucher haben in rund 75 Workshops, Konzerten und Gottesdiensten ein breit gefächertes Spektrum von Kirchenmusik erlebt.

Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke zeigte sich begeistert vom Fest, der Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Begegnungen: „Wir sind eine singende, musizierende Kirche. Aus vielen Regionen des Landes sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene angereist. Die Stimmung in Workshops, Konzerten und vor allem auch in der Porsche Arena beim gemeinsamen Musizieren und dem Kindermusical am Sonntag war prächtig. Ein voller Erfolg - das wird sich auch in der Gesamtstimmung der Kirche im Lande positiv auswirken.“ Angelehnt an die Losung des Reformationsjubiläums „...da ist Freiheit“ fand das Fest unter dem Motto „…da klingt Freiheit“ statt.

Nach drei Kindergottesdiensten am Sonntagmorgen in der Stuttgarter Johanneskirche, der Markuskirche sowie der Lutherkirche/Bad Cannstatt standen die beiden ausverkauften Aufführungen des Musikprojekts „Luther klingt klasse“ auf dem Programm. In der Porsche-Arena setzten insgesamt 7.000 Kinder die auf der Wartburg spielende Geschichte „Der mysteriöse Tintenfleck“ über die Bibelübersetzung von Martin Luther in Szene. Das Libretto dazu hat die Stuttgarter Kantorin und Kirchenmusikdirektorin Gabriele Timm-Bohm geschrieben. Unterstützt wurden sie von der Stuttgarter A-cappella-Gruppe „Füenf". Kirchenmusikdirektor David Dehn, verantwortlich für die musikalische Gesamtleitung des Projekts betonte dessen Einzigartigkeit: „Es ist die Mischung aus emotionaler Berührung durch die Lieder und dem dabei vermittelten Wissen über Luther und die Reformation, die dieses Mitmachkonzert zu etwas ganz besonderem gemacht hat.“

Die Stimmungslage, die Impulse und die Wertschätzung des Landeskirchenmusikfestes werden die ehren-, neben- und hauptamtlich in der Kirchenmusik Tätigen motivieren und sich auch in der innerkirchlichen Diskussion über die Weiterentwicklung der Kirchenmusik positiv auswirken.

Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke

Am Samstag besuchten rund 1.200 Teilnehmende die 50 Workshops. Darin ging es unter anderem um Rap, innovatives Gemeindesingen, Gospellieder, Instrumentenkunde, Chorleitung, Gospelsingen, Tontechnik in schwierig zu beschallenden Räumen oder „Alle Luther-Lieder in 90 Minuten“. Abends konnten Teilnehmer und Gäste unter zehn Konzerten auswählen – von einem großen Open-Air-Konzert mit dem Chor „Gospel im Osten“ im Park der Villa Berg über eine Orgel- sowie eine Chornacht, ein Bachkantaten-Gesprächskonzert unter Leitung von Hans-Christoph Rademann (Internationalen Bachakademie Stuttgart), ein Mitmachkonzert für Bläser bis hin zur Aufführung des Petrus-Oratoriums der Stuttgarter Kirchenmusikdirektorin Manuela Nägele. Außerdem gab es Konzerte der Hochschulchöre Stuttgart und Tübingen und des collegium iuvenum Knabenchores Stuttgart sowie ein „Best of Oratorium“-Konzert unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Matthias Hanke. Ein weiterer Höhepunkt war ein großes Worship-Event in der Porsche-Arena mit den Bands „Koenige & Priester“ sowie „Worship Central“ aus Großbritannien.

Insgesamt sei das Landeskirchenmusikfest, das erste dieser Größe in der württembergischen Landeskirche, auch eine gute Werbung für Kirchenmusik, so Hanke: „Sie können Ihre Kinder zu Kinderchören schicken, Sie können selber in Chören verschiedene Musik einstudieren und aufführen und sich kreativ in der Kirche verwirklichen." Die Stimmungslage, die Impulse und die Wertschätzung des Landeskirchenmusikfestes werden die ehren-, neben- und hauptamtlich in der Kirchenmusik Tätigen motivieren und, so der Landeskirchenmusikdirektor, sich auch in der innerkirchlichen Diskussion über die Weiterentwicklung der Kirchenmusik positiv auswirken.

Eröffnet wurde das Landeskirchenmusikfest am Freitag, 14. Juli, mit einer "Stunde der Kirchenmusik“ in der Stuttgarter Stiftskirche unter dem Motto „…da klingt Freiheit“. Dabei würdigte Schirmherr Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July den unverzichtbaren integrativen Beitrag, den die Kirchenmusik in der Gesellschaft leistet. Gestaltet wurde das Konzert von der Stuttgarter Kantorei unter Leitung von Stiftskantor Kay Johannsen sowie der Christophorus-Kantorei aus Altensteig unter Leitung von Michael Nonnenmann.


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