| Landeskirche

In Pandemiezeiten nicht allein

Kirchengemeinden und -bezirke organisieren Hilfen

Viele Kirchengemeinden organisieren derzeit Einkaufs- und Abholangebote für Ältere und Betroffene der Corona-Pandemie (Symbolbild).Alexas Fotos/Pixabay

Stuttgart/Großbottwar. In Zeiten der Corona-Pandemie an die Schwächeren und Kranken denken: Etliche Kirchengemeinden, -bezirke und Einrichtungen sind derzeit dabei, Hilfen für die Corona-Risikogruppen zu organisieren. Auch unter erschwerten Bedingungen.

Stuttgart hilft - Coronahilfe, nennt sich eine Initiative der Evangelischen Allianz.Martina Woerz/elk-wue.de

„Stuttgart hilft – Coronahilfe“ nennt sich beispielsweise eine Initiative der Evangelischen Allianz, in der sich Christen aus der württembergischen Landeskirche, Freikirchen und Gemeinschaften zusammengeschlossen haben. Sie möchte Menschen besonders bedrohter Gruppen schützen und organisiert deshalb Lebensmitteleinkäufe oder auch Medikamenten-Abholungen in der Apotheke. Auch den Hund könne man Gassi führen, sich am Telefon austauschen oder sich im Gebet stärken.

Darauf weist die initiative auf ihrer Website hin und bittet Menschen, die sich  ehrenamtlich engagieren wollen, und solche, die Hilfe brauchen, sich bei ihr zu melden. Gleichzeitig betont sie: „Die Helfer werden alle Hygiene-Vorschriften äußerst genau befolgen und nach Möglichkeit den Kontakt mit der riskierten Person vermeiden, indem Einkäufe vor der Haustür abgestellt werden.“

„Jetzt wird es eine richtige ökumenische Aktion", freut sich Diakon Holger Hessenauer.Holger Hessenauer / elk.wue.de

Initiative auch in Großbottwar

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Evangelische Kirchengemeinde in Großbottwar. Auch sie sucht Menschen, die der von der Pandemie betroffenen Risikogruppe ehrenamtlich helfen wollen. „Wir denken etwa an Einkäufe, Botengänge, Kinderbetreuung daheim oder dringende Erledigungen“, sagt Diakon Holger Hessenauer.

Die ersten potenziellen Helferinnen und Helfer hätten sich bereits gemeldet. Doch es sei noch einiges zu klären, bevor es richtig losgehen kann.

Ansprechpartner und Koordinator ist Holger Hessenauer. Er freut sich über die breite Resonanz, welche die Aktion schon vor dem Start gefunden hat: „Jetzt sind auch der CVJM, die neuapostolische Kirchengemeinde und die katholische Kirchengemeinde mit an Bord.“ Und er fügt hinzu „Es wird also eine richtig breite, ökumenische Hilfsaktion.“

Tipps für junge Leute

Tipps und Ideen für die Freizeitgestaltung sowie geistliche Impulse für Kinder und Jugendliche bietet das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) seit Dienstag, 17. März. Das Angebot richte sich an junge Menschen, die wegen der Corona-Pandemie nun viel Zeit Zuhause verbringen. „Um für Abwechslung zu sorgen, veröffentlichen wir täglich um 10 Uhr eine Bastelidee, ein Spiel oder eine kreative Aufgabe sowie inhaltliche Impulse für den Tag und die aktuelle gesellschaftliche Situation“, teilte das EJW mit. Der Blog findet sich hier.