31.03.2026

Digitalisierung schlägt Brücken – so war das 13. Forum Digitalisierung der Landeskirche am 13. März

Einblicke in digitale Anwendungen für den kirchlichen Alltag

„Kirche macht’s praktisch: Digitale Werkzeuge in unserem Alltag“ war das Motto des 13. Forums Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche am 13. März. Workshops, Live-Anwendungsfälle, eine Hausmesse und Keynotes zeigten vielfältige digitale Anwendungen. 

Dr. Nico Friederich beim 13. Forum Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche.
Dr. Nico Friederich beim 13. Forum Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche.

Am 13. März 2026 fand im Neubau des Evangelischen Oberkirchenrats in Stuttgart das 13. Forum Digitalisierung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg statt. Unter dem Motto „Kirche macht’s praktisch: Digitale Werkzeuge in unserem Alltag“ erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in digitale Anwendungen, die den kirchlichen Arbeitsalltag erleichtern und modernisieren. Die Veranstaltung bot eine Mischung aus praxisorientierten Workshops, Live‑Anwendungsfällen, einer Hausmesse mit zahlreichen Anbietern sowie einem Keynote‑Interview mit den Verantwortlichen aus IT und Digitalisierung.

Prälat Ralf Albrecht eröffnete den Nachmittag und hob hervor, wie entscheidend es sei, Digitalisierung nah am praktischen Bedarf zu gestalten. „Digitalisierung ist kein abstraktes Zukunftsvorhaben, sondern ein Werkzeug, das unsere tägliche Arbeit unterstützen und vereinfachen kann. Dieses Forum hat gezeigt, wie viel Schwung entsteht, wenn wir digitale Lösungen konkret auf unseren Alltag beziehen“, sagte Albrecht. Seine Ausführungen knüpften an die Rückmeldungen aus den Workshops an, in denen besonders der direkte Praxisbezug und die Möglichkeit zum Ausprobieren hervorgehoben wurden. 

Dr. Nico Friederich, Verantwortlicher für den digitalen Wandel der Landeskirche, zeigte sich erfreut über die positive Resonanz. Erste Rückmeldungen bewerteten sowohl die Anwendungsfälle als auch die Hausmesse äußerst hilfreich. „Dieses Forum gehört zu den praxisstärksten, die wir bisher durchgeführt haben. Viele Teilnehmende nehmen konkrete Lösungen mit, die sie unmittelbar einsetzen können. Genau das ist unser Anspruch: Digitalisierung, die im Alltag ankommt“, betonte Friederich. Er hob zudem hervor, wie wertvoll der direkte Austausch mit den Anbietern sei, um Transparenz und Verständnis für die eingesetzten Systeme zu schaffen.

In einem Keynote‑Interview beantworteten IT‑Leiter Thomas Vaßen und Dr. Friederich gemeinsam Fragen zur digitalen Landschaft der Landeskirche. Vaßen betonte die Bedeutung stabiler und sicherer IT‑Systeme und erklärte, warum berufliche Anwendungen häufig komplexer wirken als private: „Unsere Systeme müssen nicht nur für einzelne Personen funktionieren, sondern für über tausend Gemeinden gleichzeitig. Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit stehen dabei an erster Stelle. Was privat ein Klick ist, braucht hier eine Prüfung – und das ist notwendig, um Menschen, Daten und Prozesse zu schützen.“ Gleichzeitig unterstrich er den gemeinsamen Auftrag aller Beteiligten: „Unser Ziel ist es, digitale Werkzeuge so verständlich und zugänglich zu machen, dass sie wirklich unterstützen. Digitalisierung gelingt nur, wenn alle mitgenommen werden.“ 

In den Workshops konnten die Teilnehmenden eine breite Palette an digitalen Werkzeugen kennenlernen – vom digitalen Gemeindemanagement über die KI Anwendung Copilot Chat bis hin zu Datenschutz‑ und Dokumentationssystemen. Die Mischung aus Information, direkter Anwendung und persönlichem Austausch machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus, die mit einem gemeinsamen Come‑Together endete.

Am Ende zog Prälat Albrecht ein ermutigendes Fazit: „Dieses Forum hat erneut gezeigt, wie sehr Digitalisierung Brücken schlagen kann – zwischen Menschen, zwischen Ebenen, zwischen Erwartungen. Entscheidend ist, dass sie uns hilft, unsere Arbeit menschennaher, klarer und einfacher zu gestalten.“ Auch Dr. Friederich blickte optimistisch nach vorn und unterstrich, wie wertvoll der gemeinsame Lern- und Austauschprozess sei, um die digitale Transformation in der Landeskirche weiter voranzubringen.

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