In einem festlichen Gottesdienst in der Kirche der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg hat die württembergische Landeskirche 25 Personen in den Dienst als Diakoninnen und Diakone berufen und ihnen den Segen zugesprochen.

Die Berufung nahm Dr. Dörte Bester, Theologischer Vorstand und Direktorin der Stiftung Karlshöhe, vor. Die Berufenen werden künftig Aufgaben in Kirche, Diakonie und Gesellschaft übernehmen und bringen dafür fachliche Kompetenz sowie geistliche Orientierung mit.
Alle 29 Berufenen haben dazu an der Evangelischen Hochschule die Doppelstudiengänge „Religions- und Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ oder „Diakoniewissenschaft und Soziale Arbeit“ absolviert. Damit sind sie in besonderer Weise auf die vielfältigen Herausforderungen vorbereitet, die sich in Gemeinden, Bildungskontexten, diakonischen Arbeitsfeldern und im sozialen Gemeinwesen stellen. Sie verbinden theologisches Denken mit pädagogischer und sozialdiakonischer Praxis und werden so zu wichtigen Ansprechpersonen in einer sich wandelnden Kirche und Gesellschaft.

Der Berufung war ein Vorbereitungswochenende vorausgegangen. Dort kamen die angehenden Diakoninnen und Diakone auch mit Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und der Dezernentin des Dezernats Bildung, Schule, Diakonat, Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumwami, ins Gespräch. Die Begegnungen boten Raum für persönliche Fragen, geistliche Vergewisserung und den Austausch über das künftige Berufsverständnis.
Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumwami, Dezernentin des Dezernats Bildung, Schule, Diakonat, sagte: „Wir freuen uns sehr über 'unsere' neu berufenen Diakon:innen. Unsere Landeskirche gewinnt damit engagierte, fachlich hervorragend ausgebildete und geistlich profilierte junge Menschen. Sie werden an vielen Stellen Verantwortung übernehmen und Kirche und ihre Diakonie in die Lebenswirklichkeit der Menschen hinein mitgestalten.“
Mit der Berufung setzt die Landeskirche ein sichtbares Zeichen der Ermutigung: für die Berufenen selbst, die dazu auch in den kommenden Monaten durch die Landeskirche sowie den Karlshöher Diakonieverband begleitet werden, für ihre künftigen Einsatzorte und für einen Dienst, der Menschen begleitet, Gemeinden stärkt und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.
Berufen wurden Hanna Dorothea Allgayer, Lisa Deuscher, Julia Dietrich, Marie Ebert, Hannah Gässler, Jakob Elias Gropp, Judith Friederike Hallauer, Réka Alayde Heimerdinger, Paula Hofmeister, Christoph Krebs, Bernd Langer, Pauline Lutz, David Maisenbacher, Nadine Messerer, Lilian Luise Pfeiffer, Luisa Pflaum, Lukas Pfob, Marie Rapp, Jana Reich, Tanja Schwarz, Mika Mia Sharif, Paul Stiehler, Annika Stotz, Anna Maria Sülzle, Simon Vogel, Lisa Wolpert, Marvin Wößner, Florian Philipp Zeller, Lena Zisik.
Im Folgenden Seite finden Sie Statements von einigen der neu berufenen Diakoninnen und Diakonen.

„Diakonin zu sein heißt für mich, in eine Gemeinschaft von Geschwistern, Diakon:innen und Christ:innen, berufen zu sein. Ich vertraue darauf, dass Gott mich an den Ort gestellt hat, an dem ich wirken darf, unter seinem Segen. Als Jugendreferentin und Waldheimleitung freue ich mich, Kinder und Jugendliche zu begleiten, ihnen zuzuhören und mit ihnen nach Hoffnung und Trost zu suchen. Indem wir jungen Menschen zuhören, eröffnet sich die Möglichkeit, Kirche lebendig und zukunftsfähig zu gestalten.“
„Ich bin nicht besonders sprachbegabt, aber ich kann Dinge in die Hand nehmen und umsetzen, egal wann, egal wie viel, egal für wen. Deshalb möchte ich mich als Diakonin der Landeskirche Württemberg in meinem Teil und mit den Möglichkeiten und Gaben, die mir Gott gegeben hat, für die Menschen einsetzen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Und allen, die darum bitten, eine helfende Hand reichen.“

„Als von Gott durch die Kirche berufene Person motiviert mich die aktuelle Situation der Kirche. Ich denke, wir stehen an einem Wendepunkt, wie es schon so viele in der Geschichte der Menschheit gab. Wie kann die gleiche Nachricht neue Menschen erreichen? Wie können wir die Nächstenliebe wieder ganz neu leben und wirklich unsere Nächsten mit in den Glauben einladen? Wie können wir ein Licht sein, wenn Diskriminierung und Spott zunehmen? Das alles wird Diakonie und Kirche ganz neu beschäftigen, denn die Welt wandelt sich so schnell wie nie zuvor. Ich möchte diesen Wandel so gut es geht mitmachen und die Kirche zwar neu gestalten, aber dabei authentisch bleiben.“

„Ich bin Paul Stiehler und nach 4,5 Jahren Studium an der Evangelischen Hochschule nun endlich Diakon. Darüber freue ich mich sehr, denn dieser Titel steht für meine christliche Motivation, für Menschen da zu sein. Diese Berufung bedeutet für mich, Menschen in ihren Lebenslagen zu begleiten, zu unterstützen und ihnen zur Seite zu stehen. Besonders Kinder und Jugendliche liegen mir am Herzen, ich möchte sie auf ihrem Glaubensweg begleiten, ermutigen und immer ein offenes Ohr für sie haben.“

„Mein Studium ermöglicht es mir, in vielfältigen kirchlichen und gesellschaftlichen Feldern tätig zu sein. Diakonin zu sein bedeutet für mich dabei, unabhängig von Arbeitsstelle und Arbeitsfeld von Gott genau dafür berufen und gesegnet zu sein und seine Liebe zu uns Menschen mit hineinzutragen in meine Tätigkeit. Auf meiner Stelle als Jugendreferentin freue ich mich darauf, Kinder und Jugendliche in ihrem Leben und ihrem Glauben zu begleiten und wachsen zu sehen.“
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