In seiner Osterbotschaft nimmt Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl die verbreitete Unsicherheit in der Gesellschaft in den Blick. Viele Menschen erlebten Angst als ständigen Begleiter, so Gohl. Wo die Hoffnung auf eine gute Zukunft fehle, suchten manche Zuflucht in der Idee der „guten alten Zeiten“. Hinweis: Unten finden Sie ein Video von Landesbischof Gohl im Stuttgarter Ostergarten.

Parolen wie „Früher war alles besser“ seien Ausdruck dieser Zukunftsängste. Dem setzt die Osterbotschaft laut Gohl einen zuversichtlichen Akzent entgegen. Ostern mit der Auferstehung Christi bedeute, dass Gott weitermache, wo wir am Ende seien. Deshalb müsse er sich auch um Verstorbene keine Sorgen machen: „Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen“, betont der Landesbischof.
Hier finden Sie die Osterbotschaft von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl im Volltext:
„Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden“.
Für mich ist die Osterbotschaft das stärkste Gegenmittel gegen die Angst. Ostern heißt: Gott macht weiter, wo wir am Ende sind. Deshalb habe ich mir um die Verstorbenen nie Sorgen gemacht. Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen.
Für viele ist die Angst ein ständiger Begleiter. Ich denke an die Jünger Jesu. Bei seiner Verhaftung waren sie alle geflohen. Nach seinem Tod sitzen sie verängstigt beieinander. Die Tür ist verriegelt. Für die Jünger ist alles aus! Da erscheint ihnen der Auferstandene.
In unseren Zeiten haben auch viele Menschen Angst. Wenn Menschen keine Hoffnung auf eine gute Zukunft haben, suchen manche ihr Heil in den vermeintlich guten alten Zeiten. Wir kennen Parolen wie „früher war alles besser“. Was wie eine Gewissheit klingt, verstehe ich als Angst vor der Zukunft.
Einen zuversichtlichen Ton setzt die Osterbotschaft: „Christus ist auferstanden“.
„Ich lebe“, sagt Jesus, „und Ihr sollt auch leben“. Das ist Ostern.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein hoffnungsfrohes, ein fröhliches Osterfest.
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