17.03.2026

Krieg im Nahen Osten

EMS ruft zu Gebeten und Spenden auf

Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) bittet um Gebet und Unterstützung für den Nahen Osten. Der Krieg trifft ihre Mitgliedskirchen und deren Einrichtungen in Israel, in den palästinensischen Autonomiegebieten, im Libanon und in Jordanien mit voller Wucht. Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) schreibt:

Dr. Uwe Gräbe
Dr. Uwe Gräbe

Schulen müssen schließen, Menschen sind auf der Flucht und kirchliche Häuser werden zu Schutzräumen umfunktioniert: Inmitten von Gewalt, Unsicherheit und politischer Instabilität leisten die EMS-Mitgliedskirchen unermüdlich Hilfe – und brauchen dabei dringend Unterstützung. 

Libanon – Schließungen, Fluchtbewegungen und humanitäre Not 

Die Johann-Ludwig-Schneller-Schule musste geschlossen werden, da die Straßen rund um das Gelände als unsicher gelten. „Viele Familien sind nach Norden geflohen“, sagt Dr. Uwe Gräbe, EMS-Fachbereichsleiter Nahost. „Die Straßen im Nordteil Beiruts sind voller Autos, in denen die Menschen schlafen, weil sie sonst keine Unterkunft mehr finden.“  Die Nationale Evangelische Kirche in Beirut (NECB) hat ihr früheres Schulgebäude als Zufluchtsort für Vertriebene geöffnet. Auch die Near East School of Theology (NEST) hat Lebensmittel und Wasser bevorratet.  

Jordanien – Angespannte Ruhe und ständige Alarmbereitschaft 

Obwohl auch Jordanien Angriffen mit Drohnen und Raketen ausgesetzt ist, ist die Theodor-Schneller-Schule bisher weiter geöffnet. Sirenenalarm ist alltäglich. Trümmerteile abgeschossener Raketen gehen in bewohnten Gebieten nieder. Die EMS-Freiwilligen in Jordanien sind inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Die Menschen vor Ort haben aber nicht die Möglichkeit, in ein sicheres Land zu fliehen. 

Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete – Alltag unter Beschuss 

Die Menschen erleben Raketenangriffe, es gibt Verletzte und Tote. Der Erzbischof der Bischöflichen Kirche in Jerusalem und dem Mittleren Osten, Hosam Naoum, ruft eindringlich dazu auf, für den Schutz der Zivilbevölkerung zu beten, insbesondere für die Mütter, die Kinder, die Älteren. 

Kirchen als „Schutzräume christlicher Liebe“ 

Trotz aller Belastungen bleiben die EMS-Mitgliedskirchen Orte des Trostes und der Versöhnung. Erzbischof Naoum aus Jerusalem schreibt: „Wir Christen müssen Brückenbauer bleiben, wir müssen die Türen zur Versöhnung offenhalten.“  

Deshalb ruft die EMS zum Gebet für Frieden und ein Ende der Gewalt auf: „Wir beten um Schutz und Kraft für unsere Mitgliedskirchen, ihre Gemeindemitglieder und die vielen Ehrenamtlichen, die sich unermüdlich einsetzen”, sagt EMS-Generalsekretär Dr. Dieter Heidtmann. „Unsere Gebete gelten all jenen, die auf der Flucht sind oder geliebte Menschen verloren haben. Ebenso schließen wir die politisch Verantwortlichen in unser Gebet ein, die Entscheidungen von großer Tragweite treffen müssen.“

Spenden und helfen 

Die EMS bittet auch um Spenden für ihren Nothilfefonds, damit vor Ort Geflüchtete sicher untergebracht und Lebensmittel, Wasser und andere Hilfsgüter bereitgestellt werden können. Spenden werden ebenfalls benötigt, um Kinder und Jugendliche weiter betreuen, schützen und begleiten zu können. Jeder Beitrag an den EMS-Nothilfefonds – ob klein oder groß – kommt Menschen in Krisengebieten und Notlagen zugute, wie jetzt im Nahen Osten. 

Spendenkonto 

Evangelische Bank eG 

IBAN: DE85 5206 0410 0000 0001 24 

BIC: GENODEF1EK1 

Stichwort: EMS-Nothilfe 

Über die Evangelische Mission in Solidarität (EMS)

Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) ist ein Zusammenschluss von 23 Kirchen und fünf Missionsgesellschaften in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Sie setzt sich ein für weltweite Mission und kirchliche Zusammenarbeit. Am 16. September 1972 wurde die EMS als „Evangelisches Missionswerks in Südwestdeutschland“ – so der frühere Name der EMS – im Stuttgarter Hospitalhof gegründet. 2012 fand die Umbenennung in „Evangelische Mission in Solidarität“ statt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auch die evangelischen Landeskirchen in Baden, der Pfalz, Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck, die Herrnhuter Brüdergemeine und fünf Missionsgesellschaften.

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