Vom 1. bis 4. September dauert die sogenannte Schöpfungszeit in den Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland und auch in Württemberg. Sie endet am Freitag, 4. September, in vielen Gemeinden mit Aktionen und Gottesdiensten.
Seit 2010 wird der erste Freitag im September als „Ökumenischer Tag der Schöpfung“ von den Mitgliedskirchen der ACK in Deutschland und ihren Gemeinden gefeiert, jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunktthema. In Baden-Würtemberg sind die Schöpfungstage seit 2011 eng mit den Landesgartenschauen verbunden. Dort findet dann auch ein zentraler Gottesdienst statt - 2026 wurde dieser Gottesdienst aber ausnahmsweise schon im Mai gefeiert.
2026 heißt das Thema der Schöpfungszeit Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?, es nimmt Bezug auf Hiob 38,18. Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK in Deutschland, schreibt dazu im Gottesdienstheft für diesen Tag: „In einer Welt von Google Earth, Satellitenüberwachung und global vernetzten Lieferketten glauben wir, die Erde nicht nur erkannt, sondern bis in den letzten Winkel vermessen, kartografiert und kontrolliert zu haben. Wir fühlen uns als Herren der Distanzen und Manager der Ressourcen … Wir sprechen von „Ökosystemdienstleistungen“ oder versuchen, die Krise rein technisch zu lösen … Das ist zweifellos notwendig, greift aber theologisch zu kurz. Das Buch Hiob führt uns zu einer Erkenntnis, die heute provokanter ist denn je: die Dezentrierung des Menschen. Gott erinnert Hiob daran, dass die Schöpfung weite Räume hat, an denen es regnet, „wo kein Mensch ist“ (V. 26). Die Erde existiert nicht nur für uns. Sie hat einen Eigenwert, weil sie Gottes Schöpfung ist, geliebt und erhalten unabhängig von ihrem Nutzen für die menschliche Zivilisation. Gott sah, dass die Erde gut war (Gen 1,13) lange bevor die Menschen erschaffen wurden.”
Den vollständigen Text finden Sie hier im Gottesdienstheft.
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