Viele Jugendliche sind psychisch belastet, manche von ihnen stark, bis hin zu Suizidgedanken – die Selbsttötung ist bei jungen Menschen von 15 bis 25 Jahren weltweit die zweithäufigste Todesursache. Die Kirchengemeinde Beuren arbeitet regelmäßig im Konfi-Unterricht mit einem Präventionsprojekt des AKL (Arbeitskreis Leben) Nürtingen-Kirchheim zusammen.
Triggerwarnung: Die folgenden Informationen können für Menschen in Krisensituationen belastend wirken – wenn Sie konkret Hilfe benötigen, wenden Sie sich an eine Ansprechstelle oder bitten Sie jemanden, eine Ansprechstelle für Sie zu finden.

„War‘s das ?! Umgang mit Krise und Suizidalität“ heißt das Jugendpräventionsprojekt des AKL Nürtingen-Kirchheim. Dabei beschäftigen sich die jungen Menschen mit Anzeichen für psychische Krisen bei sich und anderen und mit Hilfsmöglichkeiten. Pfarrer Roland Conzelmann berichtet, wie seine Konfis darauf reagiert haben.
Seit mehreren Jahren nehmen die Konfirmandinnen und Konfirmanden der KG Beuren an dem Projekt "War´s das?! Umgang mit Krise und Suizidalität" des AKL Nürtingen teil. Worum geht es bei dem Projekt genau?
Pfarrer Roland Conzelmann: Viele der Konfirmanden erleben in der Familie oder im Freundeskreis Probleme, die über das übliche Maß hinausgehen und die sie an ihre Grenzen kommen lassen. Die Konfirmanden sollen durch das Projekt lernen, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind, wie sie sich Hilfe holen können oder auch selbst helfen können.
Wie läuft das ab?
Pfarrer Conzelmann: Die Referentinnen luden in Form eines Spiels ein, sich über Krisen Gedanken zu machen (verschiedene Krisenarten spielerisch aufgezählt). Es folgte ein theoretischer Teil, in welchem Begriffe wie Suizid, Depression etc. geklärt und Statistiken über Suizid gezeigt wurden. Anschließend haben die Konfis anhand konkreter Beispielen überlegt, wie eine hilfreiche Reaktion bei der entsprechenden Krise aussehen könnte.
Wie ist das Projekt inhaltlich in den Konfi-Unterricht eingebunden?
Pfarrer Conzelmann: Das Projekt fand im Rahmen des Themas „Diakonie“ statt. Die Arbeit des AKL wurde dabei als diakonischer Dienst beispielhaft vorgestellt.
Wie reagieren die Jugendlichen auf das Projekt?
Pfarrer Conzelmann: Das Interesse war immer groß. Es war spürbar, dass die Jugendlichen eigene „Problemfälle“ kennen. Sie öffneten sich in der Gruppe nicht, um ihre eigenen Sorgen mitzuteilen, aber man spürte, dass es sie innerlich bewegt und ihnen viel durch den Kopf geht.
Quellen und mehr Informationen:
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