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„Gott ist auch, wo wir nicht mehr glauben können“

Karfreitagswort der beiden evangelischen Landesbischöfe

Die beiden Landesbischöfe Dr. h. c. Frank Otfried July (Württemberg, l.) und Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh.Gottfried Stoppel/elk-wue.de (July) - Youtube (Cornelius-Bundschuh)

Stuttgart/Karlsruhe. In ihrem Karfreitagswort nehmen die beiden Landesbischöfe von Württemberg und Baden, Dr. h. c. Frank Otfried July und Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, die gesellschaftlichen Veränderungen in Corona-Zeiten in den Blick. Sie sprechen von einer „manchmal gespenstischen Stille“.

Waren die Kirchen in den vergangenen Jahren nach Worten der beiden Bischöfe gefordert, „inmitten einer vielfältigen Gesellschaft“ zu einem Innehalten und einer „Karfreitagsstille“ einzuladen, sei es in diesem Jahr anders: „Nun zwingt ein unsichtbares Virus alle in eine manchmal gespenstische Stille. Für eine Gesellschaft, die so hochtourig und laut unterwegs ist, eine ungewohnte und schwierige Übung.“

„Die Nachrichten und Bilder erschüttern uns“

Und nicht nur das: „Die Nachrichten und Bilder in diesen Tagen erschüttern uns, weil Menschen leiden und viele sterben müssen.“

Gleichzeitig belassen es die beiden Landesbischöfe nicht bei einem Blick auf das Schwere dieser Tage: „An Karfreitag sprechen wir unseren Glauben aus, dass Gott selber bis in die Tiefe des Todes mit uns Menschen geht. Gott ist auch, wo wir nicht mehr glauben können.“


    • Bief der evangelischen Landesbischöfe zu Karfreitag
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      08.04.2020