Dr. Nina Lubomierski ist gestern zur Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Würt-temberg gewählt worden. Die 51-jährige Pfarrerin der bayerischen Landeskirche ist Dekanin von Landshut.

Lubomierski tritt ihr Amt zum 1. März 2027 an. Sie folgt Oberkirchenrätin Prof. Dr. Annette Noller nach, die ab 1. Januar 2027 zur Universität Heidelberg an das Diakoniewissenschaftliche Institut wechselt, um einen Forschungsauftrag zur Diakonie wahrzunehmen.
Als Vorstandsvorsitzende wird Nina Lubomierski gleichzeitig Mitglied im Kollegium des Evangelischen Oberkirchenrats, dem Leitungsgremium der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Als Vorstandsvorsitzende bildet Nina Lubomierski zusammen mit Dr. Kornelius Knapp und Dr. Robert Bachert den hauptamtlichen Vorstand. Gewählt wurde die Landshuter Dekanin vom Verbandsrat, dem kleinen Parlament der württembergischen Diakonie.
Dr. Gisela Meister-Scheufelen, Vorsitzende des Verbandsrats: „Ich freue mich, dass wir mit Dr. Nina Lubomierski eine sehr qualifizierte neue Vorstandsvorsitzende haben. Damit ist die Diakonie Württemberg für ihre Zukunftsaufgaben gut gerüstet. Es ist notwendiger denn je, als starker Verband für benachteiligte Menschen einzutreten und sie fachlich kompetent zu unterstützen.“
Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg: „Ich freue mich auf eine theologisch profilierte, kommunikationsstarke Kollegin mit breiter kirchlich-diakonischer Leitungserfahrung.“
„Für mich gehören diakonische Arbeit und theologische Reflexion unabdingbar zusammen“, so die künftige Vorstandsvorsitzende. Sie benennt als Herausforderungen für Diakonie und Kirche den Fachkräftemangel, wirtschaftlichen Druck und die Frage nach der Rolle der Kirche in einer sich wandelnden Gesellschaft. Dies verlange eine klare strategische Ausrichtung: „Ich sehe darin die Chance, die Diakonie Württemberg als unverzichtbare Stimme für soziale Gerechtigkeit und zugleich als moderne, attraktive Arbeitgeberin weiterzuentwickeln.“
Nina Lubomierski ist 1975 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen und Heidelberg promovierte sie zur Dr. theol. an der theologischen Fakultät der Humboldt-Universität in Berlin. Nach Lehraufträgen an den Universitäten Heidelberg, Tübingen und Würzburg war sie Vikarin an der Thomaskirche in Würzburg. Nach ihrer Tätigkeit als Pfarrerin für Altenheimseelsorge wurde Lubomierski 2020 Dekanin des Kirchenbezirks Landshut. Außerdem ist sie Vorsitzende des Kuratoriums des Diakonischen Werks Landshut.
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