Die Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg fördert in diesem Jahr neun kirchliche Vorhaben mit insgesamt 43.826,22 Euro. Dies hat das Kuratorium der Landeskirchenstiftung beschlossen.

Die höchste Förderung erhält mit 10.000 Euro die Telefonseelsorge im Landkreis Heilbronn. Knapp 100 ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen an 365 Tagen im Jahr Anrufe entgegen; im Jahr 2025 waren es mehr als 12.000. Dabei leiden immer mehr Menschen etwa unter Einsamkeit oder digitaler Gewalt. Neben den Notlagen verändern sich auch die Kommunikationsformen: Die Hilfesuchenden wenden sich zunehmend im Chat an die Telefonseelsorge. Mit der Förderung der Landeskirchenstiftung kann unter anderem eine integrierte Telefon- und Chatseelsorgeausbildung entwickelt werden. Die ökumenischen Träger der Telefonseelsorge sichern damit die kontinuierliche Weiterbildung der freiwilligen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Ebenfalls 10.000 Euro gehen an die Stiftsmusik Stuttgart für den Neubau der Königin-Katharina-Orgel im Alten Schloss.
Angesichts der sich immer weiter verschärfenden Ebola-Krise in der Demokratischen Republik Kongo fließen die Mittel aus dem Fonds Mission und Ökumene in Höhe von 2.150 Euro an DIFÄM Weltweit. „DIFÄM Weltweit ist eine der wenigen Organisationen, die vor Ort konkret Hilfe leisten. Dafür braucht es dringend Schutzausrüstung und die Aufklärung der lokalen Bevölkerung. Das war uns besonders wichtig“, betonte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl in der Sitzung des Kuratoriums.
Ein weiterer Förderschwerpunkt ist die kirchliche Jugendarbeit. Hier erhalten die Projekte „Lego Stadt” des CVJM Löchgau und die „Teenie-Kirche“ des Evangelischen Jugendwerks Mittel aus den Erträgen der Stiftungsfonds. Darüber hinaus fördert die Landeskirchenstiftung mit dem Ferientagheim Metzingen und dem Haus der Kinderkirche Schloss Beilstein den Neubau bzw. die Erhaltung von Gebäuden. Hier können Kinder und Jugendliche sich treffen, Gott kennenlernen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Spaß haben. Die Landeskirchenstiftung fördert darüber hinaus Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „650 Jahre Grundsteinlegung des Ulmer Münsters“ und den Aufbau eines digitalen Stolpersteinspaziergangs im Evangelischen Kirchenbezirk Geislingen-Göppingen.
Das Kollegium des Oberkirchenrats der Landeskirche hat die Vergabe der Stiftungserträge auf Vorschlag des Stiftungskuratoriums beschlossen. Die Mittel stammen aus der 2008 errichteten Landeskirchenstiftung. Diese ermöglicht die Beratung und Begleitung von Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen und Privatpersonen, die eine Stiftung vor Ort errichten möchten. Mit Erträgen aus Zustiftungen und Spenden in sieben thematischen Stiftungsfonds fördert die Landeskirchenstiftung zudem kirchliche Projekte in den Bereichen Gemeindearbeit, Diakonie, Kirchenmusik und Kunst, Mission und Ökumene, Jugendarbeit, kirchliche Gebäude sowie Bildung. Insgesamt wurden seit Gründung der Landeskirchenstiftung 103 Projekte mit knapp 386.000 Euro gefördert.
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