
Nach seiner leiblichen Auferstehung ist Jesus Christus nicht nur den Jüngern und späteren Apostel begegnet, sondern auch vielen anderen Frauen und Männern, die zu seinen Nachfolgern gehört haben. Mehr als 500 sollen es gewesen sein, schreibt der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief (15,6). 40 Tage lang hat er seinen Jüngern bewiesen, dass er lebt. Er ist ihnen immer wieder erschienen, hat auch mit ihnen gegessen und sie nochmals aufgeklärt, warum das alles geschehen musste und wie Gott jetzt sein Reich baut. Dann hat Jesus seine Jünger hinausgeführt in die Nähe von Betanien. Er hat seine Hände erhoben und sie zum Abschied gesegnet.
Dann wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
Es war der Übergang in eine andere Welt, die unsere umfängt, der Übergang in die himmlische Welt Gottes. Wolken sind in der Bibel auch ein Symbol für die verhüllte Erscheinung Gottes, für seine Gegenwart. Und die Himmelfahrt in einer Wolke weist auch auf bekannte Prophezeiungen hin. Im Buch Daniel (7,13-14) heißt es: „Es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.“
Im Matthäusevangelium (24,30) und im Buch der Offenbarung (1,7 und 19,11) wird von einem weiteren Ereignis erzählt, das noch aussteht. Dort heißt es, dass Jesus Christus zum Weltgericht mit den Wolken zurückkehren wird, also in unserer Welt sichtbar wird und ihn dann alle Menschen erkennen werden.
Jesus selbst sagte über seine Himmelfahrt, dass er zum himmlischen Vater gehen müsse, aber sein Geist bald auf seine Nachfolgerinnen und Nachfolger kommen werde. Das geschah dann 10 Tage später an Pfingsten.
Zum Vater in den Himmel ist der auferstandene Christus aufgefahren.
Ob dadurch auch der Ausdruck Vatertag für das Himmelfahrtsfest entstanden ist? Das ist nicht ganz geklärt. Einige behaupten, dass der Vatertag als Ergänzung zum Muttertag vermutlich aus wirtschaftlichen Interessen von Brauereiunternehmern ins Leben gerufen wurde.
Für mich bleibt dieser Feiertag deshalb Christi Himmelfahrt, ein Festtag der uns daran erinnert, wie eng wir durch Christus mit dem Himmel verbunden sind.
Pfarrer Dan Peter, Sprecher der Landeskirche
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