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Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) feiert offizielle Gründung vor 50 Jahren

Ein Netzwerk auf Augenhöhe

Mit einem Dankgottesdienst in der Stuttgarter Matthäuskirche und einem Festabend hat die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) am Freitag ihre Gründung vor genau 50 Jahren gefeiert. Nationale und internationale Gäste aus den Mitgliedskirchen, Mitarbeitende, Weggefährten und Weggefährtinnen und der EMS verbundene Menschen haben gemeinsam dieses Jubiläum begangen. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl würdigte das Netzwerk in einem Grußwort.

Von einem ursprünglich deutschen Missionswerk hat sich die EMS mittlerweile zu einer weltweiten Gemeinschaft von 30 Mitgliedern aus Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Europa entwickelt. Bild: EMS/Reimold

Landesbischof Gohl sagte in seinem Grußwort im Rückblick auf die Gründung des Netzwerks: „Es war wichtig, gleichwertige Beziehungen aufzubauen zwischen den einzelnen Kirchen im Norden und im Süden – eine neue Gemeinschaft von Kirchen zu werden und gemeinsam ein stabiles Netzwerk zu bilden an fest geknüpften Beziehungen und großer Solidarität durch gegenseitige Begleitung und Verpflichtung zur Zusammenarbeit.“ Er sei dankbar für „dieses stabile Netzwerk, zu dem sich die EMS in den zurückliegenden 50 Jahren entwickelt hat, und die lebenslange Lern-Gemeinschaft, die weiterhin wächst und gedeiht.“

Abschluss des Jubiläumsjahrs

Der Gottesdienst mit anschließendem Empfang im Stuttgarter Hospitalhof markierte zugleich den Abschluss des EMS-Jubiläumsjahres, das im Jahr zuvor mit einem Auftaktgottesdienst und einer theologischen Konferenz in Ghana eröffnet worden war. Das Jubiläumsjahr orientierte sich an der Tradition des biblischen „Jubeljahrs“, in der das 49. Jahr als ein Jahr der Befreiung und der Solidarität gefeiert wird. „Zu den besonderen Highlights des Jubeljahres gehörte neben dem Jubiläumsbuch mit Beiträgen von über 50 internationalen Autorinnen und Autoren auch das eigens für das Jubiläum komponierte Lied ‚Together we are free‘. Der Jubiläumssong ging um die Welt und wurde von vielen EMS-Mitgliedern in kreativer Weise interpretiert“, berichtete Klaus Rieth, Vorsitzender des EMS-Präsidiums.

Am 16. September 1972 wurde die EMS als „Evangelisches Missionswerks in Südwestdeutschland“ – so der frühere Name der EMS – im Stuttgarter Hospitalhof gegründet. 2012 fand die Umbenennung in „Evangelische Mission in Solidarität“ statt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auch die evangelischen Landeskirchen in Baden, der Pfalz, Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck, die Herrnhuter Brüdergemeine und fünf Missionsgesellschaften.

Eine weltweite Gemeinschaft von 30 Kirchen und Werken

Von einem ursprünglich deutschen Missionswerk hat sich die EMS mittlerweile zu einer weltweiten Gemeinschaft von 30 Mitgliedern aus Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Europa entwickelt. Die EMS vertritt die Anliegen von rund 25 Millionen Gläubigen und hat über ihre Kirchen und Missionsgesellschaften weltweit viele weitere ökumenische Beziehungen. Dazu Bischöfin Dr. Heike Springhart: „Die Evangelische Landeskirche in Baden ist ohne die Gemeinschaft mit der weltweiten Christenheit nicht vorstellbar. In unserer Gründungsurkunde heißt es, dass sie ‚in sich einig sei und mit allen Christen in der Welt befreundet‘. Diese Freundschaft lebt in und mit der Gemeinschaft der Kirchen der EMS“.

Gegenseitige Unterstützung

Die internationale Zusammenarbeit wird durch gemeinsame Programme umgesetzt, die ihre Mitglieder in ihrem Zeugnis am jeweiligen Ort unterstützen. Derzeit werden rund 60 Projekte in den Bereichen Bildung, Armutsbekämpfung, zur Friedensförderung und zur Bewahrung der Schöpfung finanziell und personell gefördert. Alle Mitglieder sind gleichberechtigt und entscheiden gemeinsam über theologische, organisatorische und finanzielle Fragen.

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