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„Prediger des Evangeliums mit Herz und Verstand“

Prälat i. R. Ulrich Mack wird 70 Jahre alt

Der Stuttgarter Prälat im Ruhestand Ulrich Mack wird am 20. April 70 Jahre alt. Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July würdigt ihn als einen „Prediger des Evangeliums mit Herz und Verstand.“Stets habe er es zu seiner Aufgabe gemacht, das Evangelium von Jesus Christus so weiterzusagen, dass die biblische Botschaft gegenwärtig und ihre Relevanz für die heutige Zeit deutlich werde.

Prälat i. R. Ulrich Mack wird am 20. April 70 Jahre alt. Wegen Corona wird er auf eine größere Feier zunächst verzichten.Archivbild: Evangelisches Medienhaus

Der Landesbischof führt weiter aus: „Dies ist die Kontinuität seines Lebensweges in den verschiedenen Aufgabenbereichen, die er haupt- und ehrenamtlich wahrgenommen hat. Mit seiner theologischen Überzeugung steht er für eine missionarische Volkskirche, die Bereitschaft für neue Wege zeigt.“

Mack war 2006 zum Prälaten gewählt worden. Mit heute gut 514.000 evangelischen Christinnen und Christen ist Stuttgart die zweitgrößte der vier Prälaturen in Württemberg, auch wenn sie flächenmäßig die kleinste ist. Trends wie Säkularisierung und Pluralismus sowie die multireligiöse Szene haben Mack in den rund zehn Jahren als Prälat stark beschäftigt. Zur Pensionierung erinnerte er an wertvolle Gespräche mit Politikern und Personen aus der Wirtschaft, in denen er erlebt habe, dass der Glaube immer auch Bedeutung für die Gesellschaft habe und Religion eben nicht nur Privatsache sei. „In den Sorgen und Ängsten unserer Zeit waren sie dankbar für Orientierung an dem, was bleibt“, sagte er.

Weiter in der Kirchengemeinde aktiv

Im Ruhestand ist Ulrich Mack weiter für seine Kirchengemeinde in Bonlanden (Filderstadt) in der Verkündigung aktiv und hat im Februar etwa an einer Bibelwoche mitgewirkt – mit Online-Übertragung. „Da steht man in der Kirche vorne und hält die Bibelstunde mit Blick in die Kamera“, erzählt er. Das Angebot sei sehr gern angenommen worden. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass viele Kirchengemeinden gerade in dieser Corona-Zeit neue digitale Möglichkeiten nutzen. Sie zeigen viel Fantasie dabei, neue Wege zu finden, um Menschen selbst im Lockdown mit dem Evangelium zu erreichen.“

Der frühere Prälat Ulrich Mack bei der Sommersynode 2016.Archivbild: Evangelisches Medienhaus / Jens Schmitt

Viel bewegt habe auch ein „lebendiger Passions- und Oster-Weg“ mit rund 20 Stationen im Ort, an dem er und seine Frau sich sehr gern beteiligt hätten, sagt der Pensionär. Es heiße in den Medien manchmal, Kirche sei abgetaucht. „Ich kann hier genau das Gegenteil sagen.“ Er und seine Frau, mit der er zahlreiche Bücher verfasst hat, engagieren sich auch bei Eheseminaren im Stift Urach. Sonst genießt der Pensionär die Zeit und Videoschalten mit seiner Familie, zu der neben seinen Kindern mittlerweile auch neun Enkel gehören.

Berufswunsch stand früh fest

Für den gebürtigen Heidenheimer stand schon im Konfirmandenalter fest, dass er Pfarrer werden wollte. Später folgten Stellen und Ämter als Bezirksjugendpfarrer, Vorsitzender des CVJM-Landesverbandes, Mitglied im Vorstand des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg sowie im Vorstand des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland. Mack gehörte ebenso der Württembergischen Landessynode an wie der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und engagierte sich zudem in der Deutschen wie auch der Württembergischen Bibelgesellschaft, im Stiftungsrat der Diakonissenanstalt Stuttgart, im Kuratorium des Stifts Urach sowie im Evangelischen Presseverband Württemberg. Vor 2006 bis 2018 war er Vorsitzender des Evangelischen Presseverbands Württemberg und damit des epd-Trägervereins.

Den 70. Geburtstag feiert Ulrich Mack zunächst Corona-konform im kleinsten Kreis. Ein größeres Fest hofft er vielleicht im Sommer nachholen zu können.