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„Ganze Bücher mit Ideen und Anregungen“

Krippenspiele unterliegen beständigem Wandel

Das Krippenspiel gehört in vielen Gemeinden und Familien fest zum Ablauf des Weihnachtfestes. Ob es nun das klassische, altbekannte Krippenspiel ist, eine modern erzählte Weihnachtsgeschichte oder ein ganz spezieller Aspekt aus der Weihnachtsgeschichte beleuchtet wird: der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Geschnitzte oder auch lebensgroße Krippen wie hier auf dem Ulmer Münsterplatz sind etwas wunderbares - aber ein lebendiges Krippenspiel in der Kirche können sie nicht ersetzen.maxmann / Pixabay

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie ein Krippenspiel gestaltet werden kann. Anregungen gibt's etwa im Kinderkirchen-Heft des Württembergischen Evangelischen Landesverband für Kindergottesdienst e.V.. Oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbieter werden selbst kreativ, oft ändern sie auch bestehende Krippenspiele nur ein wenig ab. „Es muss auch immer zur jeweiligen Kinderkirche passen“, weiß Frank Widmann, Landespfarrer für Kindergottesdienst. Schließlich wissen die Kinderkirchen-Mitarbeiter am besten, wie das für ihre Gemeinde passende Krippenspiel aussehen muss.

Im vergangenen Jahr waren die Veränderungen besonders groß, da durch die Corona-Pandemie das Krippenspiel in der Kirche oft nicht möglich war. Da gab es Krippenspiele, die sich durch ganze Ortschaften zogen, manche Gemeinden produzierten mit den Kindern ein Video zum Krippenspiel, wieder andere haben die Corona-Pandemie einfließen lassen und ein Krippenspiel mit Masken und Abstand aufgeführt. „Es zum Beispiel zwei junge Frauen, die ein Seminar bei uns im Landesverband für Kindergottesdienst besucht hatten. Sie haben sich dann überlegt, dass sie die Corona-Pandemie in das Krippenspiel mit einbauen, also Masken, das Beherberungsverbot und so weiter“ erinnert sich Widmann.

Auch für dieses Jahr werden sich viele Kinderkirchen einiges einfallen lassen. „Es ist aber dieses Jahr ein bisschen Frust da bei den Kindern und den Kinderkirchen. Man hat geplant, gehofft und es kommt doch anders“, weiß Widmann. Mittlerweile sind viele Gemeinden geübt darin, auch für Kinder digitale Formate anzubieten, die oft auf Interaktion setzen. Auch hybride Angebote, also vor Ort und digital, sind eine Möglichkeit, Programme für Videokonferenzen bieten weiteres Potenzial. Darin sieht Widmann einen Vorteil: man macht etwas gleichzeitig und miteinander, anstatt beispielsweise nur ein Video aufzuzeichnen, das jeder für sich anschaut. Auch Stationenwege können für dieses Jahr eine Möglichkeit sein, das Krippenspiel kreativ und coronakonform zu gestalten.

Während die Corona-Pandemie für viele Veränderungen in der Kinderkirche und beim Krippenspiel gesorgt hat, gab es in den vergangenen Jahren, so Widmann, keinen großen Anstieg bei Veränderungen im Krippenspiel – es sei eher ein konstantes Format. Viele Gemeinden führen jährlich ein anderes Krippenspiel auf, andere nur jedes zweite Jahr oder ab und zu. Dem Landesverband für Kindergottesdienst senden viele Gemeinden ihre Ideen für Krippenspiele, die dann im Kinderkirchen-Heft veröffentlicht werden. Ab und zu fordert der Verband Gemeinden auch auf, ihre Krippenspiele einzuschicken. „Es gibt mittlerweile auch ganze Bücher mit Ideen und Anregungen“, weiß der Landespfarrer für Kindergottesdienst. Er wagt auch einen vorsichtigen Blick in die Zukunft: „Hybride Formate könnten zunehmen.“



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