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Kirchen sind gut vorbereitet

Landesbischöfe äußern sich zu steigenden Corona-Zahlen

Stuttgart/Karlsruhe. Die evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg sehen die steigenden Infektionszahlen im Land mit Besorgnis. Zugleich verweisen die beiden Landesbischöfe July und Cornelius-Bundschuh auf die Erfahrungen, die beide Landeskirchen während der vergangenen Monate gesammelt haben, und betonen die seelsorgerliche Verantwortung der Kirchen.

Die Zahl der mit dem Corona-Virus Infizierten steigt wieder stärker an. Die Landesbischöfe in Baden-Württemberg sehen das mit Sorge, betonen aber auch das Verantwortungsbewusstsein der Kirchen.Pixabay / Gerd Altmann

„Auch wenn es zu erneuten Einschränkungen kommen sollte“, so die Landesbischöfe, „erwarten wir, dass wir in angemessener Weise Gottesdienste feiern können und die Arbeit in unseren Einrichtungen und Heimen für Ältere oder Werkstätten für behinderte Menschen tun können", sagen Dr. h. c. Frank Otfried July (Württemberg) und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Baden) in ihrer gemeinsamen Erklärung. Besuche von Angehörigen und Seelsorgenden sowie Sterbebegleitung müssten möglich bleiben. „Gesundheitsschutz muss sich an der Würde der Menschen messen lassen.“

Die Entwicklung der Infektionszahlen bereite ihnen Sorge, so die Bischöfe. Doch die beiden Kirchen seien gut vorbereitet. „Seit dem Ausbrechen der Pandemie haben wir viele Erfahrungen gesammelt, wie wir einem Ansteigen von Infektionszahlen entgegenwirken und trotzdem Gottesdienste feiern und Menschen seelsorgerlich begleiten können, das gilt auch für unsere diakonische Arbeit“, hebt July hervor.

Niemand müsse befürchten, sich im Gottesdienst anzustecken, machte Cornelius-Bundschuh deutlich. „Wir haben gute Schutzkonzepte: Wir sorgen für die Einhaltung von Hygieneregeln, singen mit Maske und halten Abstand, so dass wir auch Taufen, Trauungen, Konfirmationen und Beerdigungen durchführen können.“