| Gesellschaft

„Woche der Brüderlichkeit“ in Stuttgart

Vier Veranstaltungen geplant - „Stigma der Heimatlosigkeit“ als Thema

Christlich-jüdische Begegnung im Herbst 2019: Als Zeichen der Solidarität mit den jüdischen Gemeinden nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle nutzte die 15. Landessynode ihre letzte Sitzung zu einem Besuch an der Synagoge in Stuttgart. Im Vordergrund Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July und Rabbiner Jehuda Puschkin (Archivfoto).Siegfried Denzel/EMH

Stuttgart. Die bundesweite Woche der Brüderlichkeit steht von 8. bis 15. März unter dem Thema „Tu deinen Mund auf für die anderen“. In Stuttgart plant die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit vier Veranstaltungen.

Im Hospitalhof findet die Zentralveranstaltung am Mittwoch, 11. März, statt. Der Historiker und Politikwissenschaftler Professor Julius Schoeps, Gründungsdirektor des Moses Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, spricht über „Das Stigma der Heimatlosigkeit: Vom Umgang mit dem deutsch-jüdischen Erbe“.

Im Hospitalhof findet die zentrale Veranstaltung der „Woche der Brüderlichkeit“ in Stuttgart statt.Siegfried Denzel/elk-wue.de

Mehrere Veranstalter kooperieren

Der Vortrag sei eine Kooperationsveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, des Vereins „forum jüdische bildung und kultur“ und des Bildungszentrums, heißt es in einer Mitteilung des Hospitalhofs. Weitere Termine in Stuttgart sind die Verleihung des Jenny-Heymann-Preises, eine Synagogenführung und eine Führung im Gedenkort „Hotel Silber“ an der Dorotheenstraße, der früheren Gestapo-Zentrale für Württemberg und Hohenzollern. 

Die Woche der Brüderlichkeit ist eine seit 1952 jährlich bundesweit im März stattfindende Veranstaltung für die christlich-jüdische Zusammenarbeit. Sie dient dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Austausch und Diskussionen, Begegnungen und einem guten Miteinander, so die Veranstalter.

In diesem Jahr findet die bundesweit zentrale Auftaktveranstaltung in Dresden statt.


Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)