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Landeskirche tritt Rettungsbündnis bei

„United4Rescue“ schickt demnächst Schiff ins Mittelmeer

Zusammen mit der Rettungsorganisation „Sea-Watch“ hat „United4Rescue“ das frühere Forschungschiff „Poseidon“ ersteigert. Noch im Frühjahr soll es zum ersten Rettungseinsatz auslaufen.Goetz Ruhland/CC BY-SA 3.0

Update 9. April 2021 zur Antifa-Fahne auf der Seawatch 4: Die Leitung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg bedauert diese mit den Kirchen nicht abgesprochene Aktion. Wir bedauern, dass es darüber zu scharfen Auseinandersetzungen um die Angemessenheit der von uns unterstützen Seenotrettung kommt und die Intention der Kirche, Menschenleben zu retten, diskreditiert wird. Aus diesem Grund hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg die EKD um Klärung gebeten.

 

 

Stuttgart. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg wird dem Bündnis „United4Rescue“ beitreten, das sich für die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen aus dem Mittelmeer einsetzt. Das kündigte Landesbischof July am Freitag an.

Im November vergangenen Jahres hat sich „United4Rescue“ als ein vom EKD-nahen Verein „Gemeinsam Retten e.V.“ getragenes Bündnis gegründet; kurz darauf ersteigerte das Bündnis gemeinsam mit der Seenotrettungsorganisation „Sea-Watch“ das frühere Forschungsschiff „Poseidon“.

Nun wird es für Rettungseinsätze im Mittelmeer umgebaut, wobei Vereinsvorsitzender Thies Gundlach betont: „Wir benötigen vor allem eine gute Krankenstation an Bord.“ Noch im Frühjahr soll die „Poseidon“ wieder in See stechen.

„Sterben im Mittelmeer beenden“

Die Initiative war vom Deutschen Evangelischen Kirchentag im Sommer in Dortmund ausgegangen, und EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm hatte als Mitinitiator von  „United4Rescue“ die Aufgaben so beschrieben: „Das Bündnis will die Verantwortlichen in Europa in die Pflicht nehmen, das Sterben im Mittelmeer zu beenden, und will zugleich einen eigenen Beitrag dazu leisten, Menschen zu retten.“

Landesbischof Dr. Frank Otfried JulyWilhelm Betz Fotografie

Der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July, der die Rettung von Schiffbrüchigen schon mehrfach als Gebot der Menschlichkeit und der christlichen Nächstenliebe bezeichnet und den Kauf eines Schiffes durch den Verein gegen Kritik verteidigt hatte, steht ausdrücklich hinter dem Projekt.

Gleichzeitig mahnt July, die Entwicklungszusammenarbeit zu intensivieren: „Seenotrettung beginnt schon in den Krisengebieten, wo Krieg, Wassernot und Verfolgung Menschen aus ihrer Heimat vertreiben.“ Mit dem bevorstehenden Beitritt der Landeskirche reihen sich die Württemberger in eine immer größer werdende Zahl von Unterstützern ein: Zahlreiche Landeskirchen, Kirchenbezirke und -gemeinden sowie Diakonische Werke gehören ebenso zu den inzwischen mehr als 400 Mitgliedern und Spendern wie Diözesen und katholische Organisationen. Auch überkonfessionelle Stiftungen, Vereine sowie Unternehmen sind inzwischen beigetreten.

 


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