beraten + beschlossen

Die Konstituierende Sitzung der 17. Landessynode

Gruppenfoto der 17. Evangelischen Württembergischen Landessynode
Die 17. Württembergische Evangelische Landessynode

Konstituierende Sitzung der 17. Landessynode am 28. Feburar 2026

Am 28. Februar 2026 kam die Landessynode im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart zu ihrer Konstituierenden Sitzung zusammen. Schwerpunkt der Tagung war in erster Linie eine Fülle von Ämtern innerhalb der Synode zu besetzen, zum Beispiel Präsidium und Geschäftsausschüsse. Grußworte hielten unter anderem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bischof Dr. Klaus Krämer (Diözese Rottenburg-Stuttgart). In dieser Ausgabe von beraten + beschlossen finden Sie die wichtigsten Themen und Eindrücke der Tagung kompakt zusammengefasst.

Gelöbnis

Ablegung des Gelübdes

Die erstmals gewählten Mitglieder der Landessynode wurden einzeln aufgerufen und von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl per Handschlag auf das Gelöbnis verpflichtet. Alle Mitglieder, die bereits einer Synode angehört und deshalb das Gelübde schon abgelegt haben, wurden im Anschluss gemeinsam auf ihre frühere Verpflichtung hingewiesen.  

Der Text des Gelübdes lautet:  

„Ich gelobe vor Gott, meinen Dienst als Mitglied der Landessynode im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche, zu führen. Ich will in meinem Teil dazu beitragen, das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt zu verkündigen. Ich will daran mitarbeiten, dass die Kirche auf den Grund des Evangeliums von Jesus Christus gebaut werde. Dies will ich nach der Ordnung unserer Landeskirche tun. Ich will die Verfassung der Kirche gewissenhaft wahren, achthaben auf Lehre und Leben und dem wehren, was dem Evangelium widerspricht. So will ich treulich mithelfen, dass die Kirche in allen Stücken wachse an dem, der das Haupt ist: Christus.“  

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Wahlen

Entscheidung über Präsidentschaft sowie über die Einrichtung und Besetzung ihrer Geschäftsausschüsse:
Sabine Foth als Synodalpräsidentin wiedergewählt

Die Synodalen entschieden bei der Tagung im Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart unter anderem über die Synodalpräsidentschaft sowie über die Einrichtung und Besetzung ihrer Geschäftsausschüsse. Zur Präsidentin wurde Sabine Foth gewählt, die dieses Amt auch schon in der 16. Landessynode innehatte.  

In ihrer Dankesrede betonte Foth: „Wir dürfen nicht verharren, sondern müssen mit ehrlicher und offener Bewältigung der Vergangenheit die Zukunft mutig und beherzt anpacken.“ Das bedeute auch, „Trauerprozesse zuzulassen und aktiv zu begleiten, wenn wir Liebgewonnenes loslassen müssen.“ Von zentraler Bedeutung seien für sie die Bereiche Kinder, Jugend, Familie und Bildung: „Mit unseren Kitas, Schulen, dem Religionsunterricht erreichen wir junge Menschen wie auch deren Eltern.“ Foth betonte, sie freue sich, „dass viele jüngere Menschen in die Synode gewählt wurden. Eine zukunftsfähige Gestaltung unserer Kirche gelingt nur durch die Beteiligung aller Generationen.“  

Dr. Martin Brändl, Oliver Römisch und Lisbeth Sinner wurden jeweils mit großer Mehrheit zu stellvertretenden Mitgliedern im Präsidium der Landessynode gewählt.  

Weiter wurde über die Zusammensetzung des Geschäftsführenden Ausschusses (Link zum Doc), des Ältestenrates (Link zum Doc) sowie über die die Bildung der Geschäftsausschüsse (Link zu TOP 12) befunden. 

Als Vorsitzende der Geschäftsausschüsse wurden gewählt:  

  • Theologischer Ausschuss: Dr. Karoline Rittberger-Klas (Offene Kirche)
  • Rechtsausschuss: Andrea Bleher (Lebendige Gemeinde)
  • Finanzausschuss: Tobias Geiger (Lebendige Gemeinde)
  • Ausschuss für Bildung und Jugend: Prisca Köpf (Lebendige Gemeinde)
  • Ausschuss für Kirche, Gesellschaft Öffentlichkeit und Bewahrung der Schöpfung: Annette Sawade (Evangelium und Kirche)
  • Ausschuss für Diakonie: Esther Peylo (Offene Kirche)
  • Ausschuss für Mission, Ökumene und Entwicklung: Yasna Crüsemann (Offene Kirche)
  • Ausschuss für Kirchen- und Gemeindeentwicklung: Johannes Hartmann (Kirche für morgen)  

Gottesdienst

Eröffnungspredigt von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl predigte im Eröffnungsgottesdienst der Tagung über 2. Korinther 6,1-10 und erinnerte daran, dass die Gemeinde in Korinth „ausgesprochen heterogen“ und unübersichtlich gewesen sei. Einzelne Gruppierungen hätten sich abgegrenzt, “unfähig zum Miteinander, dann haben sie Christus vergessen.“ Dabei seien unterschiedliche Frömmigkeitstradition und Glaubenserfahrungen und eine Gemeinde, die sich auf Christus gründe und in Christus ihre Einheit behalte, auch “die große Stärke einer Volkskirche“.  

Mit Blick auf die kommenden sechs Jahre der 17. Landessynode betonte Gohl, eine der großen Herausforderungen werde „der Umgang mit der religiösen Indifferenz“ sein. Man habe es nicht „mehr mit einem feurigen Atheismus zu tun, sondern einer Gleichgültigkeit und dem Gefühl, dass nichts im Leben fehlt, wenn Gott fehlt.“  

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Grußworte

Die Mitglieder der Synode hörten mehrere Grußworte, unter anderem von Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann betonte in seinem Grußwort mit Blick auf die Gesellschaft: „Wir brauchen Kirchen, die die Gesellschaft in unseren Zeiten des Umbruchs begleiten, mit tiefgründigen Impulsen, die einen klaren Wertekompass mit Lebensklugheit und konstruktiver Kritik verbinden. Mit ihrer anwaltlichen Stimme für Freiheit und Demokratie, für Gleichheit, für Rechte, für Toleranz und Frieden. Und mit einer Haltung, die Respekt, Resonanz und Vertrauen nicht nur predigt, sondern selbst lebt.“ Hier lesen Sie mehr über Winfried Kretschmanns Grußwort.  

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Bischof Dr. Klaus Krämer (Diözese Rottenburg-Stuttgart) berichtete in seinem Grußwort von den Entwicklungen der Synodalität in der Römisch-Katholischen Kirche sowohl auf der Ebene der Weltkirche als auch auf der Ebene der Katholischen Kirche in Deutschland. Krämer sagte, beim Thema Synodalität seien die Ostkirchen, „aber auch die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen für uns immer wieder ein Ansporn.“ „Synode auf Evangelisch und Synode auf Katholisch“ würden „unterschiedlich buchstabiert“, gemeinsam sei aber „das Anliegen, dass die Repräsentanz aller Gruppen und Gruppierungen unserer jeweiligen Kirche bei der Besetzung und der Beschlussfassung der wichtigen Themen unverzichtbar ist.“   

Karl Kreß, Vizepräsident der badischen Landessynode, sprach in seinem Grußwort über den vermeintlichen Rückgang der Bedeutung von Kirche: „Wenn ich die Presse lese, wenn ich die Kirchenaustritte sehe, scheint es so, als hätte Kirche keine Bedeutung mehr.“ Aber genau das Gegenteil sei der Fall: „Je chaotischer die Welt um uns herum wird, umso mehr braucht die Welt ein festes Fundament. Deshalb bin ich froh, heute bei Ihnen sein zu dürfen. Hier treffen sich Menschen, die wissen, dass der Herr der Kirche Jesus Christus ist und die deshalb im Vertrauen auf ihn ihr verantwortungsvolles Amt ausüben wollen.“ 

Pfarrer Dr. Haroutune Selimian, Oberhaupt der Armenisch-Protestantischen Kirche in Syrien (Aleppo), wies darauf hin, dass die Synodaltagung am Vorabend des Reminiszere-Sonntags stattfinde, „an dem Kirchen in der gesamten EKD für die Menschen in Syrien und für die Christen in unserem Land beten“. Selimian sagte, seine Kirche sei dankbar für die enge Zusammenarbeit mit dem Gustav-Adolf-Werk (GAW). Die Lage in Syrien sei instabil. Für Christen aller Konfessionen seien die Herausforderungen sowohl materieller als auch pastoraler Natur. Bildung bleibe ein zentraler Bestandteil „des Engagements für die Zukunft unserer Gesellschaft“.    

Isabelle Gerber, Präsidentin der Union des Églises protestantes d’Alsace et de Lorraine, wies in ihrem Video-Grußwort darauf hin, dass beide Kirchen mit denselben Herausforderungen zu tun hätten. Auch ihre Kirche müsse Gelder kürzen und Prioritäten setzen und habe sich für die Schwerpunkte Evangelisation, Jugend und Demokratie entschieden.   

Friedensgebet

Friedensgebet für den Nahen Osten 

Beim Abschluss der Synodaltagung sprach Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl aus Anlass des aktuellen Kriegs im Nahen Osten ein Friedensgebet, das Sie hier finden.  

 

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