16.01.2026

„Gottesdienst ist kein Leistungssport, sondern Auftankstelle“

10 gute Gründe, einen Gottesdienst zu besuchen - von Prälat Ralf Albrecht, Heilbronn 

Heilbronn. Gottesdienste zu besuchen, macht glücklich, steigert den sozialen Zusammenhalt über alle sozialen und politischen Grenzen hinweg und ist sogar gesund! Darauf hat der Heilbronner Regionalbischof Ralf Albrecht in einem viel beachteten Facebook-Posting hingewiesen. Diese und weitere gute Gründe, Gottesdienste zu besuchen, lesen Sie unten in dieser Pressemitteilung.

Dass Gottesdienste auch in unserer vermeintlich immer säkulareren Gesellschaft große Bedeutung haben, zeigen die Besucherzahlen der Weihnachtsgottesdienste 2025: In der Heilbronner Kilianskirche feierten an Heiligabend über 2.000 Menschen Gottesdienst, im Ulmer Münster waren es über 3.700 Menschen und in der Stuttgarter Stiftskirche über 2.500 – hier mussten sogar einige Personen wegen Überfüllung in die Schlosskirche geschickt werden. 


10 gute Gründe, Gottesdienst zu feiern (von Prälat Ralf Albrecht)

  1. Hier höre ich, was Gott in seinem Wort mir zu versprechen, zu sagen, zu geben, zu bedeuten, zu schenken hat.
  2. Im Gottesdienst habe ich die geniale Möglichkeit, darauf zu antworten - im “Stillen Gebet”, beim Singen, im Lobpreis, in den Fürbitten und vielem mehr.
  3. Das alles erlebe ich dabei nicht allein, sondern im Miteinander mit anderen, die ich mir nicht aussuche, sondern die im bunten Mix zusammenkommen, weil sie das gleiche Interesse haben wie ich: Gott redet durch sein Wort - und wir antworten gemeinsam in Gebet und Lobgesang.
  4. Das alles unterbricht total aufbauend meinen Alltag, der vor allem davon geprägt ist, was ich zu können und zu leisten habe. Gottesdienst ist gerade kein Leistungssport, sondern Auftankstelle.
  5. Der Kirchgang wirkt sich auf meinen Alltag aus. Das früher lang gepflegte Vorurteil, dass gerade Menschen, die einen Gottesdienst mitfeiern, besonders wenig davon in ihrem Alltag umsetzen, ist falsch. Umgekehrt wird ein Schuh draus: der Gottesdienst ist im Alltag unter der Woche ein hoher Erinnerungsfaktor. Aus dem Sonntag wächst der alltägliche, „vernünftige Gottesdienst“ (Römer 12,2).
  6. Gottesdienstbesuche gehören zu den Top 10 Glücksfaktoren. Der positive Einfluss ist schon lange belegt: Internationale Studien zeigen für 24 untersuchte Länder (u.a. USA, Japan, Neuseeland oder Niederlande), dass der regelmäßige Gottesdienstbesuch das subjektive Wohlbefinden steigert. Kirchgänge gehören in Deutschland zu den zehn wichtigsten Glücksfaktoren.
  7. Kirchgänger engagieren sich häufiger sozial. Untersuchungen zeigen, dass Kirchgänger häufiger ehrenamtlich in Vereinen und anderen sozialen Gemeinschaften mitarbeiten.
  8. Fun Fact: Gottesdienst mitzufeiern ist gesund. Statistiken erweisen, dass die Teilnahme am Gottesdienst ein Indiz dafür ist, länger zu leben. Und das mit überschaubarem Aufwand.
  9. Alle miteinander sind so dermaßen unterschiedlich - und finden sich doch in jedem Gottesdienst total zusammen. Sie sprechen und beten miteinander ein Gebet, das die ganze Welt verbindet. In jedem Gottesdienst neu. Immer wieder. Immer gleich. Immer aktuell. Das Vaterunser umspannt die ganze Erde. Und eint alle, die miteinander weltweit Gottesdienst feiern. In so unterschiedlichen Formen.
  10. Und keiner, keine geht ungesegnet aus der Kirche weg. Jeder Gottesdienst endet mit dem Segen, der übrigens alle am Ende des Gottesdienstes neben den großen Zusagen des guten Redens Gottes mit einem großen Versprechen entlässt: „und gebe Euch Frieden“. Friede hat im Gottesdienst das letzte Wort.


Dan Peter
Sprecher der Landeskirche

HINWEIS: Bilder von Prälat Ralf Albrecht finden Sie im Pressebereich unserer Website. Sein Facebook-Posting finden Sie hier.

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