Stuttgart. Wenige Wochen vor dem Ende des Schuljahres in Baden-Württemberg greift Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumwami, Leiterin des Dezernats „Bildung, Schule, Diakonat“, in ihrem Gebet die bevorstehende Zeugniszeit auf. Darin macht sie deutlich, dass Noten und Zeugnisse einerseits motivieren können, für viele Schülerinnen und Schüler jedoch auch mit Druck und Belastungen verbunden sind. Zugleich erinnert sie daran, dass der Wert eines Menschen nicht von schulischen Leistungen abhängt: In den Augen Gottes seien Menschen stets mehr als ihre Erfolge oder Bewertungen in Schule, Verein oder Familie.
Das Gebet kann im Unterricht, im Schulgottesdienst oder zuhause verwendet werden:
Lieber Gott,
endlich Ferien.
Ein Schuljahr liegt hinter uns.
Wir stellen die Schultasche für ein paar Wochen in die Ecke. Wir atmen auf.
Danke für die guten Erlebnisse, die Freude mit den Freunden, die Unterstützung der Lehrer und das Verständnis unserer Eltern.
Noten und Zeugnisse können uns anspornen. Aber sie können uns auch belasten.
Danke lieber Gott, dass du uns Begabungen und Talente gegeben hast.
Danke lieber Gott, dass wir in deinen Augen immer mehr sind als unsere Leistungen in der Schule, im Verein und in der Familie.
Wir atmen auf. Und wir möchten zurücklassen, was nicht gelungen ist: Ungerechtigkeit, Streit, manche kleine Sorge und große Angst.
Hilf uns beim Aufatmen und Zurücklassen, lieber Gott.
Wir freuen uns auf die freien Wochen. Danke für diese Unterbrechung.
Behüte und beschütze uns und unsere Familien auf der Reise und zuhause.
Amen.
Dan Peter
Sprecher der Landeskirche
HINWEIS: Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumwami leitet das Dezernat 2 "Bildung, Schule, Diakonat“ des Oberkirchenrats. Dieses beschäftigt sich mit allen Fragen kirchlicher Bildung. Es umfasst die Referate "Religionsunterricht, Schule und Bildung", "Werke und Dienste" sowie "Diakonat". Ein Bild von Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumwami finden Sie im Pressebereich unserer Website.