„Das Mögliche tun, damit Antisemitismus erkannt und geächtet wird“

Landesbischof Frank Otfried July gratuliert zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana

Stuttgart. Zum Beginn des jüdischen Jahres 5781 sendet Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July Glück- und Segenswünsche an die Israelitische Religionsgemeinschaft und ihre Gemeinden. 

„Nun stehen bei Ihnen die hohen Feiertage an, die mit Rosch Haschana beginnen. Auch diese können nur sehr eingeschränkt stattfinden“, macht der Landesbischof in seinem Schreiben an die Gemeinden deutlich. Gedanken um die Zukunft der Gemeinden, aber auch der Menschen verbinden die Gläubigen beider Religionen, sagte July. „Wir bitten Gott darum, dass er Ihre und unsere Gemeinden gestärkt aus der Krise herausführen wird und dann auch in absehbarer Zeit wieder ohne alle Einschränkungen Gottesdienste und gemeindliches Leben stattfinden können.“ 

Große Sorge bereite ihm, dass Antisemitismus auch in unserer Gesellschaft noch immer vorhanden ist, schreibt July. Er sei eine Quelle der Gewalt und Bedrohung besonders für die jüdischen Mitmenschen und Gemeinden, aber auch für das grundsätzliche Zusammenleben in Frieden und Freiheit. 

„Wir drängen auf verstärkte Maßnahmen der Prävention und Strafverfolgung vonseiten der Politik. Zudem wollen wir auch weiterhin von unserer Landeskirche aus das Mögliche tun, dass Antisemitismus erkannt und geächtet wird“, sagte der Landesbischof zu. Die Landeskirche wolle die Verbundenheit mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft und ihren Gemeinden weiter stärken, genau wie das gemeinsame Wirken für die Freiheit und Würde jedes Menschen.

Oliver Hoesch                                                 

Sprecher der Landeskirche