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Gaza-Konflikt

Diakonie Katastrophenhilfe weitet Unterstützung aus

Zerophoto - Fotolia.com

Die Diakonie Katastrophenhilfe weitet ihre Arbeit im Gazastreifen im Rahmen des weltweiten Netzwerkes ACT Alliance aus. Ziel ist es tausenden von Zivilisten zu helfen, die aufgrund des israelischen Militäreinsatzes ihre Häuser verloren haben oder verlassen mussten. Vorrang soll die medizinische Versorgung haben. 

„Voraussetzung dafür ist aber, dass die Helfer und Hilfsgüter überhaupt zu den Betroffenen durchkommen. Der humanitäre Bedarf ist aufgrund der dichten Besiedlung und kaum vorhandener Fluchtmöglichkeiten in diesem umgrenzten Gebiet riesig“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Güter müssten über die Grenzen kommen, Helferinnen und Helfer sich frei bewegen dürfen. Ihre Neutralität müsse respektiert werden. Das sei im Moment nicht gegeben: „Solange einerseits der massive Beschuss durch Israel und andererseits der Missbrauch humanitärer Einrichtungen wie Krankenhäuser durch die Hamas anhält, sind nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern auch die Mitarbeitenden unserer Partnerorganisationen in höchstem Maße gefährdet. Wir brauchen einen stabilen Waffenstillstand durch beide Seiten. Wir brauchen Respekt vor dem humanitären Völkerrecht und humanitäre Korridore.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe wird über lokale Partner der ACT Alliance aktiv. Neben der Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Material ist auch die psychosoziale Betreuung von traumatisierten Familien geplant. Sie soll helfen, die Erfahrung von Tod und Zerstörung zu bewältigen. 

Omar Al Majdalawi, lokaler Mitarbeiter einer ACT Alliance Partnerorganisation, berichtet: „Meine zehnjährige Tochter hat mich gebeten, ihr diesmal nicht zu erzählen, es wäre ein Hochzeitsfeuerwerk. Die Kinder wissen, dass Krieg herrscht und sie wissen, dass sie sterben können. Das ist sehr belastend für sie.“

Der Gazastreifen ist mit einer Bevölkerung von 1,8 Mio. Menschen auf einer Fläche von 365 Quadratkilometer eines der dichtest besiedelten Gebiete der Welt. Bereits der bewaffnete Konflikt im November 2012 hat zu erheblichen Schäden an Wirtschaft und Infrastruktur geführt. Laut UN hat sich die Zahl der Vertriebenen in den letzten Tagen mehr als verdreifacht auf aktuell rund 120.000 Menschen. Ein Großteil lebt in Notunterkünften in Schulen oder bei Verwandten und kann den Gazastreifen nicht verlassen. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet seit ihren Anfängen 1954 im Gazastreifen. Aktuell stellt die Diakonie Katastrophenhilfe Mittel für die Nothilfe bereit und plant weitere Unterstützung für den Wiederaufbau.


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