Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart) haben sich gemeinsam mit einem Gruß zu Pessach 5798 (2026) an die jüdischen Gemeinden gewandt. Hier lesen Sie den Text des Grußes.

Liebe Mitglieder der jüdischen Gemeinden,
die Tage des Pessach-Festes stehen bevor. Wir wollen Ihnen und all Ihren Angehörigen,
Freunden und den Mitgliedern der Gemeinde unsere herzlichsten Segenswünsche ausspre
chen.
Es sind aufgeheizte Wochen, voller Anspannung und Sorge, in denen die Vorbereitungen
für Pessach getroffen werden, und wenn man die Erzählung im Buch Schemot liest, bekom
men die Worte einen sehr aktuellen Widerhall. Der Sederabend als Urdatum der Befreiung – das kann leicht darüber hinwegtäuschen, dass vor der Befreiung auch die Unsicherheit, die Sorge auszuhalten sind – und über allem die Gefahr, dass das große Projekt scheitert.
Wir wünschen Ihnen, dass Sie in den Tagen des Festes die Befreiung feiern können: Aus der
Erinnerung an den gelungenen Aufbruch aus Ägypten in die Freiheit in der Zuversicht, dass
Gott sein Volk auch heute begleitet und führt.
Wenn in unseren Gemeinden die Osternacht gefeiert wird, kommt in der Liturgie auch die
Erzählung vom Auszug aus Ägypten zu Gehör – Anfang der Geschichte Israels.
Gemeinsam wollen wir uns mit den Mitgliedern der jüdischen Gemeinden für ein gutes Zu
sammenleben engagieren - zusammen auch mit den muslimischen Nachbarn und allen
Menschen guten Willens.
Wir wünschen Ihnen und allen, die nun Pessach feiern, einen festlichen Sederabend und
frohe Festtage, die alle, die mitfeiern, stärken und ermutigen für den Weg durch die kom
menden Wochen und Monate mit den Herausforderungen, die da warten.
Chag Pessach sameach – ein frohes Pessach-Fest