| Bildung

„Verantwortung für Gottes Schöpfung übernehmen“

Sonderausstellung „Gold und Edelstein in Bibel und Smartphone – Um welchen Preis?“ des bibliorama eröffnet

Die Konfirmandengruppe Simmozheim hat gemeinsam mit Pfarrerin Annette Roth, Bürgermeister Dr. Joy Alemazung aus Heubach und Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl am 21. Februar die neue Sonderausstellung „Gold und Edelstein in Bibel und Smartphone – Um welchen Preis?“ des Bibelmuseums bibliorama Stuttgart eröffnet. Bis zum 17. November 2024 geht es im bibliorama um die Macht wertvoller Rohstoffe in Bibel und Gegenwart – und um deren Kehrseite.

Bild: Bibliorama

Der Glanz von Gold und Edelstein zieht die Menschen in seinen Bann, in gleicher Weise fasziniert die Ästhetik moderner Geräte. Die hinter der schillernden Oberfläche liegenden Probleme für Mensch und Umwelt, zum Beispiel beim Abbau der Rohstoffe, treten dabei nicht selten in den Hintergrund. Die Sonderausstellung des „bibliorama – das bibelmuseum stuttgart“ der Evangelischen Landeskirche in Württemberg will mit ihrem didaktischen Ausstellungskonzept als Lernort das Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit der Welt fördern. Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 22 Jahre in Konfi-, Firm- und Jugendgruppen, Schul- und Berufsschulklassen sowie an Gruppen in der Erwachsenenbildung.

Ernst-Wilhelm Gohl
Landesbischof Ernst-Wilhelm GohlBild: Thomas Rathay

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl zeigte sich über die Tagesaktualität des Ausstellungsthemas angetan. „Aus der Bibel lernen wir, dass wir als Christinnen und Christen eine weltweite Verantwortung füreinander haben. Der Ausstellung gelingt es, den Zusammenhang zwischen der Gewinnung wertvoller Rohstoffe, ihrer Verarbeitung zu wertvollen Handelsgütern und einem nachhaltigen Konsum aufzuzeigen und dafür zu sensibilisieren.“

„Den Verantwortlichen der Sonderausstellung ist es hervorragend gelungen, die Welt der Bibel mit heute relevanten Fragestellungen zu verknüpfen – für Jugendliche erschließt sich schnell, dass es immer wieder neu gilt, für Gottes Schöpfung und unsere Mitmenschen Verantwortung zu übernehmen“, so Pfarrerin Annette Roth bei der Eröffnung der Sonderausstellung. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde im Heckengäu aus Simmozheim konnten sich als Vertreter der Hauptzielgruppe bei der Eröffnung der Sonderausstellung der Aufmerksamkeit aller Beteiligten sicher sein.

Dr. Joy Alemazung, seit 2021 Bürgermeister von Heubach und vormals Referent beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, betonte, dass die Ausstellung insbesondere Jugendliche gut über die weltweiten Verflechtungen unseres Wirtschaftssystems informiere. „Die Ausstellung thematisiert eindrücklich die Beziehungen zwischen dem globalen Süden und dem globalen Norden sowie den schonungslosen Extraktivismus. Dies bietet den Menschen die Chance, nicht nur globale Zusammenhänge zu verstehen, sondern sich auch der globalen Auswirkungen ihres Handelns bewusst zu werden. Nur auf dieser Grundlage kann ein Beitrag für eine bessere und nachhaltige Welt geleistet werden“, so Alemazung.

Die Sonderausstellung „Gold und Edelstein in Bibel und Smartphone – Um welchen Preis?“ ist eine Kooperation des bibliorama und der Württembergischen Bibelgesellschaft (WBG) mit dem Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung (ZEB) und wird gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes.

Kuratiert wurde die Sonderausstellung von einem Team aus verschiedenen Arbeitsfeldern der Evangelischen Landeskirche: Pfarrerin Franziska Stocker-Schwarz, Direktorin des bibliorama, und Pfarrer Ralf Häußler, Leiter des ZEB, die bereits 2021 gemeinsam die Idee zu dieser Ausstellung entwickelten, legten den Grundstein für das didaktische Ausstellungskonzept. Mit dem Konzept überzeugten sie die Landesstelle von Brot für die Welt im Diakonischen Werk Württemberg für eine Förderung der Ausstellung.

Mit Cathy Plato, Studienleiterin beim Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Ostereuropa in Baden-Württemberg (STUBE), kam eine profunde Kennerin der Folgen von Rohstoffabbau und -handel für die Menschen im Globalen Süden in das Team.

Ulrike Lieber, Kulturwissenschaftlerin und Bildungsreferentin im Dienst für Mission und Ökumene (DIMOE) mit Schwerpunkt Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Klimagerechtigkeit und Mensch-Umwelt-Natur-Beziehung vervollständigt das Kuratoren-Team.

Begleitet wird die Sonderausstellung von einem umfassenden Rahmenprogramm aus Workshops, Vorträgen und Führungen sowie Materialien für den Konfirmanden- und Schulunterricht, dass von den Kurator:innen gemeinsam mit Beate Schuhmacher-Ries, Religions- und Museumspädagogin des bibliorama und stellvertretende Leiterin entwickelt wurde.

Mehr Informationen unter: www.bibliorama-stuttgart.de


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