| Flüchtlinge

Flüchtlingsgipfel ist wichtiger Schritt zu nachhaltiger Hilfe

Diakonie begrüßt Unterstützung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge

Die Evangelischen Landeskirchen und die Diakonischen Werke in Baden-Württemberg haben die Ergebnisse des Landesflüchtlingsgipfels vom 13. Oktober begrüßt. Der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July bezeichnete das Treffen als außerordentlich konstruktiv. Alle Beteiligten hätten den starken Willen gezeigt, nicht nur kurzfristige, sondern nachhaltige Hilfe bereitzustellen.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Flüchtlingsgipfel im Neuen Schloss.Evangelisches Medienhaus Stuttgart

Die Evangelischen Landeskirchen und die Diakonischen Werke in Baden-Württemberg haben die Ergebnisse des Landesflüchtlingsgipfels vom gestrigen Montag begrüßt. Der württembergische Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July bezeichnete das Treffen als außerordentlich konstruktiv. Alle Beteiligten hätten den starken Willen gezeigt, nicht nur kurzfristige, sondern nachhaltige Hilfe bereitzustellen. Das beim Flüchtlingsgipfel entstandene „Bündnis für Flüchtlinge“ wisse um die Herausforderung, eine breite Willkommenskultur als Grundlage für Integration zu schaffen. Und: „Vielleicht wird ja aus dem ‚Bündnis für Flüchtlinge‘ beim nächsten Treffen ein ‚Bündnis mit Flüchtlingen.‘“

July zeigte sich dankbar für das hohe Maß an Engagement aus allen Kreisen der Bevölkerung in den Kommunen und Kirchengemeinden. „Wo neue Unterkünfte entstehen, bilden sich Freundes- und Unter-stützerkreise. Allen, die sich hier engagieren, gebührt unsere Anerkennung und großer Dank.“ Deshalb, so July, verfolge er die Aufgabe, die Kirchengemeinden zu unterstützen: „Unsere Kirchengemeinden als Orte gelebter Gemeinschaft haben vielfältige Gelegenheiten zu unterstützen, Teilhabe zu verwirklichen und die Bereiche auszubauen, in denen Landeskirchen und Diakonie schon engagiert tätig sind.“ Wichtig sei, einen besseren Betreuungsschlüssel für Flüchtlingssozialarbeit zu erreichen. „Ganz besonders hinweisen möchte ich auf die Kosten für die Behandlung traumatisierter Flüchtlinge, deren vollumfängliche Übernahme mit einer gesonderten Regelung sichergestellt sein muss.“

Für Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, hat der Flüchtlingsgipfel gezeigt, dass sich alle Akteure in Baden-Württemberg der Aufgabe, den vielen Flüchtlingen aus Krisenländern hier eine neue Heimat zu bieten, mit großer Ernsthaftigkeit stellten. „Flüchtlinge von Anfang an zu unterstützen, dass sie an der Gesellschaft teilhaben und ihre Potenziale einbringen können, das wird unser Beitrag als Diakonie sein, weil wir in jedem zuerst den Menschen sehen. Durch unsere intensiven Kontakte zu Kirchengemeinden können wir die Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung stärken. Durch das finanzielle Engagement der Landeskirche werden wir das ehren-amtliche Engagement in den Gemeinden unterstützen.“ Flüchtlinge, so Kaufmann, bräuchten nicht nur Wohnung und Unterkunft, sondern vor allem Begleitung im Alltag, soziale Kontakte, Teilhabe an der Gesellschaft und Hilfe bei Überwindung ihrer schweren Erlebnisse.

Der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Baden, Urs Keller, sagte, das Land habe viele Aspekte aufgegriffen, die Kirchen und Wohlfahrtsverbände im Vorfeld des Flüchtlingsgipfels angemahnt hätten. So sei es eine zentrale Forderung der Diakonie gewesen, bessere Rahmenbedingungen für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zu schaffen. Keller nannte hier insbesondere minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge. Sie seien oft traumatisiert und bedürften besonders schneller Hilfe. Das müsse gerade auch in den Landeserstaufnahmestellen gewährleistet werden. Ausdrücklich begrüßte der Chef der badischen Diakonie das Vorhaben der Landesregierung, die Kommunen mit einem Investitionsprogramm zu unterstützen. Es versetze Kommunen in die Lage, für eine bessere Unterbringung der Flüchtlinge sorgen zu können. Auch damit habe das Land eine Forderung der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände aufgenommen.

Mehr News

  • Datum: 03.03.2024

    100 Jahre Trennung von Staat und Kirche

    Am 3. März 1924 legte der württembergische Landtag die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Beziehungen zwischen dem damaligen „Volksstaat Württemberg“ und der evangelischen Kirche, der römisch-katholischen Kirche und der israelitischen Religionsgemeinschaft neu fest.

    Mehr erfahren
  • Datum: 01.03.2024

    Halbzeit beim Fasten - ein Impuls

    Evangelische Christen müssen nicht fasten, aber viele tun es trotzdem. Der Sonntag Okuli am 3. März ist der dritte Sonntag der Passionszeit, sozusagen die Halbzeit beim Fasten. Dan Peter erklärt, was es im Protestantismus mit dem Fasten auf sich hat.

    Mehr erfahren
  • Datum: 01.03.2024

    Vesperkirche: „Ein wichtiges und gutes Zeichen“

    Am 2. März geht die 30. Stuttgarter Vesperkirche zu Ende. Sie ist die älteste Vesperkirche im Land und hat die Vesperkirchen-Bewegung maßgeblich geprägt. Gerlinde Kretschmann wird als Schirmherrin der Vesperkirchen am Abschlussgottesdienst um 16:00 Uhr teilnehmen.

    Mehr erfahren
  • Datum: 29.02.2024

    Bildungsforum 2024 – Evangelische Bildung stärken

    Wie sieht Bildung in evangelischer Perspektive aus? Wie können wir sie stärken und weiterentwickeln? Das Bildungsforum 2024 widmet sich am 22. März diesen Fragen. Mit Workshops, Impulsen und Raum für Austausch, für Haupt- und Ehrenamtliche. Anmeldung bis 8. März.

    Mehr erfahren
  • Datum: 29.02.2024

    „Dankbarkeit stark machen“

    Die Landeskirchenstiftung hat in ihrer Jahresfeier den aktuellen Stand der Stiftungsarbeit vorgestellt. Im Raum der Landeskirche gibt es 170 Stiftungen. Die Landeskirchenstiftung fördert selbst kirchliche Projekte und verwaltet das Vermögen von 100 Stiftungen.

    Mehr erfahren
  • Datum: 28.02.2024

    Digitalisierungs-Lotsen ausgebildet

    Mit einer Online-Abschlussveranstaltung haben 32 Teilnehmende eine fünfmonatige Weiterbildung der evangelischen Landeskirchen in Baden, Württemberg und Bayern zum Digitalisierungs-Lotsen abgeschlossen. Diese werden nun Gemeinden bei der digitalen Entwicklung unterstützen.

    Mehr erfahren
  • Datum: 27.02.2024

    Landesbischof Gohl würdigt Engagement für Toleranz, Vielfalt und Demokratie

    „Der ländliche Raum ist entscheidend in der Auseinandersetzung mit den Rechtsradikalen.“ Das sagte Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl bei der Preisverleihung des Amos-Preises des Gesprächskreises Offene Kirche an die Evangelische Kirchengemeinde Spremberg in Brandenburg.

    Mehr erfahren
  • Datum: 26.02.2024

    Dr. Jörg Schneider wird theologischer Dezernent

    Kirchenrat Dr. Jörg Schneider wird neuer Dezernent für Theologie, Gemeinde und weltweite Kirche im Oberkirchenrat. Er folgt in seinem neuen Amt auf Prof. Dr. Ulrich Heckel, der im Sommer in den Ruhestand geht. Das genaue Datum des Amtsantritts steht noch nicht fest.

    Mehr erfahren
  • Datum: 25.02.2024

    Sprachfähigkeit als Schritt zum Frieden

    Friedlich über den Nahostkonflikt zu sprechen, fällt bei konträren Meinungen schwer. Ein Leitfaden, der anlässlich des Weltgebetstags erschienen ist, hilft bei solchen schwierigen Themen. Marion Sailer-Spies, Referentin Weltgebetstag EFW, erklärt die Grundsätze.

    Mehr erfahren
  • Datum: 24.02.2024

    Spenden für Menschen in und aus der Ukraine

    Zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ruft die Diakonie Württemberg zur weiteren Unterstützung auf. „Die Not ist nach wie vor groß“ sagt Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg.

    Mehr erfahren
  • Datum: 22.02.2024

    Zum zweiten Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine

    Am 24. Februar jährt sich der Angriff Russlands auf die Ukraine zum zweiten Mal. Hier finden Sie ein Fürbitt-Gebet, das Kathinka Korn aus Eislingen aus diesem Anlass verfasst hat. Die Fachstelle Gottesdienst stellt weitere liturgische Materialien zur Verfügung.

    Mehr erfahren
  • Datum: 22.02.2024

    „7 Worte vom Kreuz“ – Chormusical zur Passion

    Was macht mein Leben wertvoll? Ist das hier alles oder kommt da noch was? Jesus hat vor 2.000 Jahren Antworten auf heute aktuelle Fragen gegeben. Im Chormusical „7 Worte vom Kreuz“ ist Albert Frey den Worten Jesu auf den Grund gegangen. Ab 2. März in Ludwigsburg.

    Mehr erfahren
Mehr laden