Landeskirche ehrt ihre Synoden-Präsidentin

Brenz-Medaille für Inge Schneider – Kirchenparlament wird am 1. Dezember neu gewählt

Stuttgart. Inge Schneider, die Präsidentin der 15. Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hat am Samstag zum Ende der viertägigen Herbsttagung des Kirchenparlaments die höchste Auszeichnung der Landeskirche erhalten: Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July überreichte der 66-jährigen Schwaikheimerin die Silberne Johannes-Brenz-Medaille.

Schneider gehört der Synode seit 24 Jahren – seit vier Amtsperioden – an und wird bei der Kirchenwahl am 1. Dezember nicht wieder kandidieren: Sie wolle für Jüngere Platz machen, hatte sie ihre Entscheidung begründet. Bevor sie zur Präsidentin der 15. Landessynode gewählt wurde, war Inge Schneider lange Jahre Vorsitzende des Finanzausschusses.

Landesbischof July bezeichnete die nun ausscheidende Kirchenparlamentarierin als „besondere Präsidentin“: Sie habe nicht nur viel Engagement und Detailwissen bewiesen, sondern sei auch bereit gewesen, „neue Einsichten und Überlegungen“ in ihr theologisches Weltbild einzubeziehen. Dabei erwähnte der Landesbischof die „schwierige Segnungsdebatte“; nach intensivem Ringen hatte die 15. Landessynode unter Leitung von Inge Schneider beschlossen, einem Viertel der württembergischen Kirchengemeinden auf Antrag zu ermöglichen, Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare zu beschließen.

Mit der bisherigen Präsidentin scheiden weitere vier Synodale aus dem Amt, die seit 1995 dem Kirchenparlament angehören: Es sind Tabea Dölker (Holzgerlingen), Eva Glock (Heidenheim), Hans Leitlein (Obersulm) und Margarete Mühlbauer (Schwäbisch Hall). Ihnen sowie allen weiteren 93 Synodalen galt der Dank des Landesbischofs.

 

Oliver Hoesch
Sprecher der Landeskirche

 

Ein Foto der Verleihung der Johannes-Brenz-Medaille an Inge Schneider finden Sie zum Download in unserem Pressebereich, ebenso ein Portrait der Synoden-Präsidentin.