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Im Club der frommen Dichter

Martina Reister-Ulrichs und Manfred Stauß gewinnen Preacher Slam 2019

Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs aus Heidelberg und Prädikant Manfred Stauß aus Stuttgart sind die Sieger des diesjährigen Preacher Slam.Andreas Welß/EMH

Stuttgart. Pfarrerin Martina Reister-Ulrichs (Heidelberg) und Prädikant Manfred Stauß (Stuttgart) sind die besten Slammer der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg. Die beiden setzten sich am Freitagabend beim Preacher Slam 2019 in der Stuttgarter Steigkirche durch.

Mit elf Kandidaten war das Teilnehmerfeld nicht ganz paritätisch besetzt: Sechs Slammerinnen und Slammer kamen aus Baden, während die Württemberger nur zu fünft waren - einer hatte krankheitsbedingt absagen müssen.

Der Stimmung in der Steigkirche in Bad Cannstatt tat das aber keinen Abbruch. Rund 350 Gäste verfolgten angeregt die über zwei Runden ausgetragenen Kreativ-Duelle, gaben auch schon mal Kommentare zu Gereimtem und Holprigem ab, wobei die Themen der Slammer von kleinen Alltagserlebnissen bis hin zu einer Ode an Bad Boll reichten. Und: Die Zuhörer entschieden durch die Stärke ihres Beifalls und Jubels über die Platzierung.

Baden-württembergische Paare

Die Slammer sind jeweils paarweise aufgetreten, wobei die Zusammenstellung genauso zufällig wie grenzüberschreitend war: Einem Teilnehmer beziehungsweise einer Teilnehmerin aus Baden wurde jeweils ein Württemberger oder eine Württembergerin zugelost - und umgekehrt.

Erfolgreiche Titelverteidigung

Für Prädikant Manfred Stauß bedeutete sein Sieg am Freitagabend die Titelverteidigung: Hauptberuflich als Bankdirektor tätig, hatte er bereits den Preacher Slam im vergangenen Jahr gewonnen.

Hinter den Siegern Manfred Stauß und Martina Reister-Ulrichs wurden die Pforzheimer Pfarrerin Professor Dr. Heike Springhart und ihr Stuttgarter Kollege Friedrich July zweite.

Als Moderatoren sorgten die badische Kirchenrätin Anke Ruth-Klumbies und Steigkirchenpfarrer Til Bauer dafür, dass die ohnehin gute Stimmung im „Club der frommen Dichter“ noch besser wurde - und der Beifall manches Lampenfieber erträglich werden ließ.

Der Erlös des Abends geht übrigens zu gleichen Teilen ans Kinderhospiz Stuttgart und an die badische Frauenstiftung Gratia.