| Gedenktag

Als Stuttgart zerstört wurde

Gottesdienst zum 75. Jahrestag des schwersten Luftangriffs auf die Stadt

Stuttgart. Die katholische und die evangelische Kirche erinnern in einem ökumenischen Gottesdienst an den schwersten Luftangriffs auf Stuttgart vor 75 Jahren; sie gedenken damit auch der mehr als 2.000 Menschen, die damals ums Leben gekommen sind.

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Die zerstörte Stuttgarter Innenstadt aus der Sicht einer britschen Bomberbesatzung. © Royal Air Force Bomber Command/gemeinfrei

Ein ökumenischer Gottesdienst am Freitag, 13. September, erinnert an die Bombardierung der baden-württembergischen Landeshauptstadt vor 75 Jahren. In dem Gottesdienst in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard werde der über 2.000 Menschen gedacht, die in der Nacht vom 12. auf den 13. September 1944 verletzt oder getötet wurden. Das teilte das Katholische Stadtdekanat am Mittwoch mit.

Bei dem Bombenhagel, der kurz vor Mitternacht begann, und der anschließenden Feuersbrunst sei ein Großteil der Innenstadt völlig zerstört worden. Zahlreiche Kirchen, darunter auch die evangelische Stiftskirche und die katholische St. Eberhards-Kirche, lagen in Trümmern. Es war der schwerste Luftangriff auf Stuttgart während des Zweiten Weltkriegs.

Der um 16.30 Uhr beginnende Gottesdienst wird von dem katholischen Stadtdekan Christian Hermes, dem evangelischen Cannstatter Dekan Eckart Schultz-Berg, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Stuttgart, Hartmut Hilke, sowie der Dommusik Stuttgart gestaltet.

53 Luftangriffe auf Stuttgart

Während des Gedenkens wird Glockengeläut an die Opfer erinnern. Insgesamt flogen britische und US-amerikanische Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg 53 Angriffe auf Stuttgart. Dabei kamen 4.562 Menschen ums Leben, mehr als 8.000 wurden verletzt. Mehr als 39.000 Gebäude in Stuttgart waren am Ende des Zweiten Weltkriegs beschädigt oder zerstört.


Mit Material des Evangelischen Pressedienstes (epd)