Mit Reformationsjubiläum christlichen Glauben ins Gespräch bringen

Herbsttagung der Landessynode beendet – Silberne Brenz-Medaille an Synodalpräsidentin Dr. Christel Hausding verliehen

Stuttgart/Schwäbisch Gmünd. Nach vier Sitzungstagen mit insgesamt 35 Tagesordnungspunkten ist am Donnerstagnachmittag (24. Oktober) die Herbsttagung und gleichzeitig letzte Tagung der 14. Württembergischen Evangelischen Landessynode zu Ende gegangen. Die Synodalen berieten über die Strategische Planung und die effektivere Abwicklung von Bauberatung und Sanierungsmaßnahmen bei Pfarr- und Gemeindehäusern. Daran schloss sich eine Feierstunde sowie ein Abendmahlsgottesdienst in der Augustinerkirche in Schwäbisch Gmünd an.

Bei den Beratungen zur Strategischen Planungen kündigte die Direktorin im Evangelischen Oberkirchenrat, Margit Rupp, Projekte, Ausstellungen und Aktionen an, mit denen der evangelische Glaube ins Gespräch gebracht werden soll. Neben dezentralen Eröffnungsfeiern des Reformationsjubiläums am Reformationstag 2016, einem Gemeindekongress, einem Luther-Musical von Dieter Falk, einem zentralen Kirchenmusikfest in Stuttgart sowie einem Reformationsfest mit diakonischen Einrichtungen bereitet das landeskirchliche Archiv gemeinsam mit dem Verein für württembergische Kirchengeschichte eine Wanderausstellung „Luther, populär in Württemberg" vor, die von Kirchengemeinden ausgeliehen werden kann. Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July wird einen Preis zur lokalen Reformationsgeschichte ausloben. „Wir versprechen uns, dass Lust und Interesse geweckt wird, sich vor Ort auf Spurensuche zu begeben und die Bedeutung der Reformation für heute aufzuzeigen", sagte die Direktorin. Ein weiterer Schwerpunkt der strategischen Planung liege bei Initiativen, die über den Kreis der aktiven Kirchenmitglieder hinausgehen, darunter das Projekt des Evangelischen Jugendwerks „Einbindung neuer Zielgruppen, Förderung von Vielfaltskultur", das mit knapp 600.000 Euro unterstützt wird. Außerdem unterstützt die Landeskirche mit 500.000 Euro das Projekt „Neue Aufbrüche". Die strategische Planung umfasst auch strukturelle Fragen. So wird die Fusion von Kirchengemeinden weiterhin gefördert.

In der sich anschließenden Feierstunde verlieh Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July Synodalpräsidenten Dr. Christel Hausding die Silberne Brenz-Medaille, die höchste Auszeichnung der Landeskirche. July würdigte Hausding, die auf 30 Jahre als Landessynodale zurückblicken kann, als „höchstengagiert für das Evangelium, immer klar in der Diktion und nüchtern in der Analyse.“ Die letzten sechs Jahre als Präsidentin seien eine besondere Herausforderung gewesen.

Darauf beschloss der Landesbischof die Legislaturperiode der 14. Landessynode mit den Worten: „Ich erkläre die Synode für geschlossen.“

Themen der Herbsttagungen waren die Verabschiedung des kirchlichen Haushaltes, Werbung für den Pfarrberuf sowie der Bericht des Landesbischofs zum Thema „Reformation und Politik". Außerdem haben sich die Synodalen in einer Aktuellen Stunde mit der Situation von Flüchtlingen und Verfolgungssituationen unter anderem im Nahen Osten beschäftigt sowie Flüchtlingshilfen von 1,4 Millionen Euro beschlossen.

Oliver Hoesch
Sprecher der Landeskirche

Die nächste Landessynode wählen die Mitglieder der evangelischen Landeskirche am 1. Dezember 2013 bei der Kirchenwahl.

download

Info: 626 KB | JPG
24.10.2013

Landesbischof July überreicht Dr. Christel Hausding die Silbere Brenz-Medaille
Dr. Christel Hausding erhält zum Ende ihrer Amtszeit von Landesbischof Frank Otfried July die Silberne Brenz-Medaille.