Stuttgart. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl ermutigt in einer Erklärung zum Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) queere Menschen, sich nicht zurückzuziehen. Es sei nicht hinnehmbar, „dass Menschen Angst haben müssen, weil sie sind, wer sie sind“. Weiter sagt Gohl: „Menschenfeindlichkeit, Extremismus und Hass dürfen nicht die Oberhand gewinnen – nicht in unseren Köpfen und nicht auf unseren Straßen.“
Landesbischof Gohls Statement im Volltext:
„Nicht verstecken. Ihr seid Teil der Kirche. Wir stehen zusammen.“
Der Anschlag auf den CSD in Berlin erschüttert mich und macht mich wütend. Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen und besonders den queeren Menschen, die sich durch diese islamistisch motivierte Tat bedroht und verunsichert fühlen. Besonders denke ich heute auch an queere Christinnen und Christen in Württemberg und an ihre Angehörigen. Euch allen sage ich: Ihr müsst euch nicht verstecken. Ihr seid Teil der Kirche. Wir stehen zusammen.
Kein Platz für Hass und Gewalt
Dieser Anschlag richtet sich gegen alle Menschen, die sichtbar und frei leben wollen – und damit gegen die Werte unseres Glaubens und die Werte unserer offenen, freiheitlichen Gesellschaft. Dass Menschen Angst haben müssen, weil sie sind, wer sie sind, nehmen wir niemals hin. Menschenfeindlichkeit, Extremismus und Hass dürfen nicht die Oberhand gewinnen – nicht in unseren Köpfen und nicht auf unseren Straßen.
Christus hat uns zur Freiheit berufen. Das gilt bedingungslos. Die Freiheit zu schützen und ihr Geltung zu verschaffen, ist unser gemeinsamer Auftrag – in Kirche und Gesellschaft. Als Christen stehen wir mutig füreinander ein.
Denn Gott hat uns nicht gegeben
den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe
und der Besonnenheit.
(2. Timotheus 1,7)
Dan Peter
Sprecher der Landeskirche
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