23.03.2026

40 Jahre hoher persönlicher Einsatz

Gisela Keller mit Silberner Brenz-Medaille der Landeskirche ausgezeichnet

Für ihre Verdienste in der Kenia-Hilfe für Kinder und Jugendliche ist Gisela Keller am 20. März mit der Silbernen Brenz-Medaille ausgezeichnet worden

Vl.n.r. Dekan Norbert Braun (Münsingen), Gisela Keller, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Dekan Michael Karwounopoulos (Bad Urach)
Vl.n.r. Dekan Norbert Braun (Münsingen), Gisela Keller, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Dekan Michael Karwounopoulos (Bad Urach)

Die Silbere Brenz-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die württembergische Landeskirche vergibt. . Keller engagiert sich seit über 40 Jahren mit hohem persönlichem Einsatz in der Kenia-Hilfe des Kirchenbezirks Münsingen.

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl würdigte Gisela Keller bei der Überreichung der Brenz-Medaille so: „Christlicher Glaube zeigt sich auch im praktischen Tun. Und christliche Nächstenliebe endet nicht vor der Haustür. Von beidem ist Gisela Keller überzeugt. In Zeiten, in denen der US-Vizepräsident behauptet, christliche Nächstenliebe gelte zuerst der Familie und dem nahen Umfeld, und die Entwicklungshilfe der USA quasi auf Null zurückgefahren wird, sind Christen wie Gisela Keller und Initiativen wie die Kenia-Hilfe-Schwäbische Alb wichtiger denn je.“

Der Beginn von Gisela Kellers Engagement in den partnerschaftlichen Beziehungen zwischen dem Ev. Kirchenbezirk Münsingen und der Presbyterianischen Kirche in Eldoret (Presbyterian Church of East Africa / PCEA) reicht zurück bis ins Jahr 1983. 1985 gründete sie dann den Arbeitskreis „Partnerschaft mit Eldoret/Kenia“ und hatte von 1985 bis 1996 sowie von 2008 bis 2011 dessen Vorsitz inne. Sie organisierte Besuche aus Kenia in Deutschland und von Delegationen des Kirchenbezirks in Kenia. Sie baute ein Straßenkinderprojekt in Sugoi bei Eldoret/Kenia auf und verantwortete die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland. Nach der Zerstörung des Kinderheimes 2008 während der Unruhen in Kenia organisierte sie für sieben Monate eine Notunterkunft für 130 Kinder und das verbleibende Personal und verhandelte mit Botschaft, Politik und Medien. Sie organisierte den Umzug der Kinder nach Karai sowie die Renovierung und Einrichtung der dortigen Gebäude. Sie suchte Personal und weitere Geldgeber und organisierte die Entwicklungszusammenarbeit mit der PCEA und weiteren Institutionen in Kenia und Deutschland, USA und Nordirland. Keller bereitete die Gründung der Stiftung „Kenai-Hilfe Schwäbische Alb“ 2011 vor und gründete parallel dazu eine Stiftung in Kenia (Karai Children´s Vocational Centre). Bis Ende 2025 war Keller leitende Direktorin dieser Stiftung. 

Gisela Keller verantwortete die Jahreshefte der „Kenia-Hilfe Schwäbische Alb“, organisierte Benefizveranstaltungen, besuchte Schulen und Kirchengemeinden, berichtete vor Kreisen, Versammlungen und Konfirmandengruppen und organisierte seit 2014 den „Runden Tisch Afrika“ im Kirchenbezirk. Das Landesmissionsfest 2018 im Kirchenbezirk Bad Urach – Münsingen plante sie maßgeblich mit. Gisela Keller trug die Kosten ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, zum Beispiel Flüge für über 40 Besuche in Kenia, vollständig selbst.

Über die Brenz-Medaille der württembergischen Landeskirche

Brenz Medaille in Bronze Landesmuseum Wuerttemberg
Brenz Medaille in Bronze Landesmuseum Wuerttemberg

Besondere Leistungen würdigt die Evangelische Landeskirche in Württemberg mit einer besonderen Medaille. Die Brenz-Medaille ist nach dem schwäbischen Reformator Johannes Brenz benannt und zeichnet seit 1992 Menschen aus, die sich um die Landeskirche verdient gemacht haben. 

Hier finden Sie mehr Informationen zur Brenz-Medaille in Bronze und in Silber.

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