Was hat die Konfirmation mit Fußball zu tun? Der alljährliche KonfiCup zeigt: Einiges. Landesjugendpfarrer Matthias Rumm beantwortet drei Fragen zu dem beliebten Turnier.

Was ist der KonfiCup?
Landesjugendpfarrer Matthias Rumm: Der KonfiCup ein Fußballturnier mit Landesfinale, das in den vergangenen Jahren immer am Samstag nach Ostern stattgefunden hat. In der Zeit davor spielen während des Konfi-Jahres in den Kirchenbezirken (nicht alle Kirchenbezirke spielen aus) Turniere statt. Das Team, das gewonnen hat, fährt zum Landesfinale.
Alle Landeskirchen, die einen KonfiCup ausspielen, entsenden das Team, das gewonnen hat, zum Bundesfinale. Dieses findet am Tag des DFB-Pokalfinales der Frauen statt. Gespielt wird in gemischtgeschlechtlichen Teams.
Warum nehmen Konfis gerne daran teil?
Matthias Rumm: Konfis betätigen sich gerne sportlich. Fußball ist bei Mädchen und Jungen beliebt. Die Aussicht, im Landes- oder gar Bundesfinale zu spielen, ist ein Anreiz.
Am KonfiCup nehmen jährlich rund 600 Konfigruppen mit über 6.000 Konfirmandinnen und Konfirmanden an ihrer Fußballmeisterschaft in Württemberg teil.

Wie passt der KonfiCup zur Vorbereitung auf die Konfirmation?
Matthias Rumm: Der KonfiCup ist eine Aktion während des Konfi-Jahres. Für viele Gruppen und Kirchenbezirke ist es ein Highlight. Oft wird der KonfiCup in den Kirchenbezirken von der Jugendarbeit (mit)organisiert. Somit kann auch eine Brücke in die Jugendarbeit geschlagen werden, was ein Anliegen der Konfi-Arbeit in Württemberg ist.
Der KonfiCup knüpft an der Lebenswelt junger Menschen an, nimmt ihre Begabungen im Fußball-Sport auf und fordert sie zu einem fairen Wettkampf heraus. Themen wie Begabung, Leistung, Team-Work, Gemeinschaft, Gewinnen-Verlieren, Fairplay können neben dem Faktor Spaß aufgenommen werden Positiv sind zudem auch Kooperationen mit Sport- und Fußballvereinen. So trägt zum Beispiel der Verein Grün-Weiß Sommerrain jedes Jahr zum Gelingen bei. Auf ihrem Gelände findet das Landesfinale statt, sie kümmern sich um Spielplan, die Organisation vor Ort und das leibliche Wohl.
Zum KonfiCup Rahmenprogramm gehört auch immer ein geistlicher Impuls. In den vergangenen Jahren kam dieser von verschiedenen ehemaligen und aktiven Fußballprofis, die sich bei „Fußball mit Vision" engagieren.

Nach dem Gewinn des Landesfinales im April in Stuttgart sind unsere Konfis nun mit zahlreichen Unterstützern und Fans am 14. Mai zum Bundesfinale nach Köln gefahren, wo Sie die württembergische Landeskirche vertreten haben und letztendlich einen guten 7. Platz belegten.
Anschließend durften Sie noch das DFB-Pokalfinale der Frauen zwischen dem VFL Wolfsburg und dem FC Bayern München im Rhein-Energie-Stadion anschauen und den Kölner Dom besteigen. Es war für alle Beteiligten ein großartiges Erlebnis mit netten Begegnungen. Beim Eröffnungsabend gab es Freestylefußball, einen Gottesdienst, die Auslosung der Teams und die Vorstellung der Regeln. Am Abend schlossen unsere Konfis schon erste Freundschaften mit anderen Teams. Ihr Favoriten waren die Frösche, die Platz 4 belegt haben. Trotz widriger Bedingungen haben wir uns den 7. Platz gesichert. Aber es ging sowieso primär um Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Es war wirklich ein wunderbares Erlebnis für alle und wir sind dankbar, dass wir überhaupt nach Köln gekommen sind. Es war mehr als Sport und nochmals ein besonderer Abschluss des Konfijahrs. Das Turnier hat nochmals sehr die Gemeinschaft gestärkt und uns mehr zusammengebracht. Auch die Eltern haben vieles wunderbar organisiert und in die Hand genommen.
Pfarrerin Katharina Hermann, Honhardt
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