Das christliche Waldbaden verbindet Naturerfahrung und Spiritualität. Dabei geht es nicht um sportliche Leistung oder lange Wanderungen, sondern um achtsames Verweilen, Entschleunigung und die Begegnung mit Gottes Schöpfung.

Der Ursprung des Waldbadens liegt in Japan. Dort wurde das sogenannte „Shinrin-Yoku“, zu Deutsch etwa „Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes“, bereits in den 1980er Jahren bekannt. Das Zentrum für Gemeindeentwicklung und Missionale Kirche der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (GEM) greift diesen Ansatz auf und verbindet die heilsamen Wirkungen des Waldes mit biblischen Texten und spirituellen Impulsen. So wird der Wald zu einem besonderen Erfahrungsraum für Körper, Geist und Seele.
Zum Waldbaden gehören Übungen zum bewussten Wahrnehmen ebenso dazu wie das Riechen an Tannenzapfen, das Berühren von Baumrinden oder das achtsame Gehen durch den Wald. Die seit 2021 als Kursleiterin tätige Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch betont in einem aktuellen Videobeitrag des Evangelischen Medienhauses, dass neben gesundheitlichen Aspekten besonders das Staunen über die Schöpfung im Mittelpunkt des christlichen Waldbadens steht.
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