| Politik

Hoffnung wird durch Menschen vermittelt

Landesbischof Gohl bei der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin

Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl (Archivbild)Bild: Gottfried Stoppel

Bei einer religionspolitischen Tagung der SPD-Bundestagsfraktion am 12. April in Berlin unter dem Titel „Mehr Zuversicht! Mit Hoffnung die Zeiten wenden“ sprach Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl als Gastredner zum Thema Hoffnung.  

Gohl betonte, wie wichtig Hoffnung in krisenhaften Zeiten sei. Menschen sehnten sich nach Mut, Entschlossenheit und Zuversicht. Damit angemessen umzugehen, sei für die Politik eine Gratwanderung. „Die Menschen wollen keine Vertröstung. Sie wollen, dass die Probleme klar benannt werden.“ Andererseits erwarteten sie auch Orientierung und das Verbreiten von Zuversicht.

Christliche Hoffnung gründe sich in Jesus Christus, sagte Gohl. Diese Verwurzelung habe eine persönliche und eine gesellschaftliche Seite: Wer diese Verwurzelung für sich spüre, der werde für andere zur Hoffnung. „Mehr denn je brauchen wir Hoffnungsmenschen für Hoffnungsnarrative“, betonte Gohl.

Prof. Dr. Lars CastellucciBild: Benno Kraehahn / SPD-Bundestagsfraktion

Nach Ansicht des SPD-Politikers Prof. Dr. Lars Castellucci braucht die Gesellschaft in Krisenzeiten wieder mehr Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft. Es sei schwierig, angesichts von Klimawandel, Krieg und globaler Pandemien mehr Zuversicht zu haben, sagte der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion. „Wir sind zu pessimistisch geworden“, sagte er.

Castellucci sagte, die Gesellschaft brauche Organisationen, die sie zur Zuversicht befähigten. Er bezeichnete die Kirchen als „Hoffnungsgemeinschaft“ und bezog sich dabei auf ein Wort von Landesbischof Gohl. „Wir brauchen sie für diese Arbeit in unserem Land“, sagte Castellucci in Richtung der Kirchen. 

epd



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Grafik: elk-wue.de

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