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Mitgliederrückgang etwa auf Vor-Corona-Niveau

2021 hat die Landeskirche 2,4 Prozent ihrer Mitglieder verloren

Auch 2021 hat sich der Trend rückläufiger Mitgliedszahlen fortgesetzt. Das hat die württembergische Landeskirche zeitgleich mit vielen anderen Landeskirchen und der Evangelischen Kirche in Duetschland (EKD) bekanntgegeben.

Einen Mitgliederrückgang um 2,4 Prozent hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg im Jahr 2021 verzeichnet. Zum Stichtag 31.12.2021 hatte die Landeskirche 1.869.199 Mitglieder im Vergleich zu 1.914.425 Mitgliedern zum Vorjahresstichtag. Das sind 45.226 Mitglieder weniger. 2020 war die Zahl der Mitglieder um 42.436 bzw. 2,2 Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Sterbefälle ist von 29.237 in 2020 auf 29.529 in 2021 minimal gestiegen. Die Zahl der Kirchenaustritte ist von 20.593 in 2020 auf 25.529 in 2021 gestiegen, liegt damit aber nur wenig über dem Wert des Vor-Corona-Jahrs 2019, in dem 24.109 Menschen ausgetreten waren. Den Austritten und Sterbefällen stehen rund 13.600 Taufen und rund 1.500 Aufnahmen gegenüber.

Die Altersstruktur der Mitglieder stellt sich folgendermaßen dar:

  • 0 bis 20 Jahre: 17,6 Prozent
  • 21 bis 40 Jahre: 23,1 Prozent
  • 41 bis 60 Jahre: 25,7 Prozent
  • 61 bis 80 Jahre: 23,5 Prozent
  • 81 Jahre und älter: 10,0 Prozent

Entwicklung bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat heute ihre Mitgliederzahlen für das Jahr 2021 veröffentlicht. Auf Basis der gemeldeten vorläufigen Zahlen aus ihren Gliedkirchen gehörten zum 31.12.2021 insgesamt 19.725.000 Menschen einer der 20 Gliedkirchen der EKD an. Das sind rund 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Ursachen für den Rückgang waren u. a. die im Corona-Jahr erhöhten Sterbefälle (360.000) sowie die hohe Zahl der 280.000 Kirchenaustritte. Die Zahl der evangelischen Taufen hat sich mit 115.000 gegenüber dem ersten Lockdown-Jahr 2020 zwar deutlich erhöht, erreichte aber längst nicht das Niveau von vor der Coronakrise. Die im Jahr 2020 unterbliebenen Taufen konnten bisher nicht nachgeholt werden. Die Aufnahmen blieben mit rund 18.000 ungefähr auf dem Vorjahresniveau.


Schon gewusst?

Grafik: elk-wue.de

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